Der letzte Countdown

Ist ist kaum mehr zu fassen, wie schnell nun alles geschieht und woher die schlechten Nachrichten kommen! Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass ich die schlechtesten Nachrichten aus unserem eigenen Hause erfahren muss. Wieder hatte ich für den 13. Mai einige Nachrichten aus München bzgl. der "konstantinischen Sonn­tags­gesetzkundgebung" seitens der Allianz für einen freien Sonntag erwartet, aber es blieb bisher still über diese Aktion.

Stattdessen konnten wir heute wieder mal auf dem "Adventistischen Pressedienst" (http://www.stanet.ch/apd/news/archiv/7302.pr.html) eine unglaubliche Nachricht lesen, die ich kommentieren möchte:

Kirchen proklamieren deutschland­weiten «Tag der Schöpfung» in München

München/Deutschland, 13.05.2010/APD

Beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München rief der Braunschweiger evangelische Landesbischof Friedrich Weber während der zentralen Feier von Christi Himmelfahrt auf dem Odeonsplatz einen bundesweiten "Schö­pfungs­tag" aus, den Christen künftig am ersten Freitag im September gemeinsam feiern wollen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) betonte, dass er erschrecke, wenn er sehe, wie die Güter der Erde ohne Beachtung ihrer Begrenztheit und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen ausgebeutet würden.

Nun, das scheint tatsächlich ein großes Ereignis gewesen zu sein, die Verkündigung eines "neuen" Schö­pfungs­tages. In meinem Verständnis, war der Gedenktag der Schöpfung seit ebendieser Schöpfung der siebente Tag der Woche, an dem Gott von Seinem Schöpfungswerk ruhte: der biblische Sabbat. Aber sicher werden unsere "Geschwister" vom adventistischen Pressedienst gleich darauf eingehen, dass hier ein gefälschter Schö­pfungs­tag vorliegt!? Was allerdings schon zu denken geben sollte, ist, dass die STA-Gemeinde Mitglied im ACK ist und damit diese Nachricht eigentlich mit zu verantworten hat... Wem werden sie im folgenden Teil des Artikels die Treue halten? Gott oder dem ACK?

Sie schreiben weiter...

Dass die Schöpfung Gottes einen Platz im Kirchen- und Gottesdienstkalender bekomme, sei ein erster konkreter Schritt, um das "Mass des Menschlichen" wiederzufinden und "vom gnadenlosen Umgang mit unserer natürlichen Umwelt und mit uns selbst" abzulassen. "Nach mir die Sintflut" gehe nicht mehr. Die Schöpfungsverantwortung sei eine Grundaufgabe der Kirche.

Wir sollten uns hier die Frage stellen: Welcher Kirche? Der öku­me­ni­schen Weltkirche natürlich! Für mich vermischen sie Religion und Politik. Waren es nicht vorher die Regierung und die Politiker, die für die Umwelt verantwortlich waren? Auf jeden Fall aber geht es um das "Maß des Menschlichen" und nicht um das Maß Gottes. Es geht um Menschenrechte und nicht um Gottesgesetze! "Nach mir die Sintflut" geht nicht mehr, sagen sie! Richtig, denn für sie kommt nicht die Sintflut, sondern ein Ofen, der am Tage des Herrn brennen wird, da sie einen falschen "Schö­pfungs­tag" ausrufen. Aber wir als Adven­tis­ten haben ja eine ganz besondere "Schöpfungsverantwortung", da wir wissen, dass der Sabbat, der von Gott geheiligte und befohlene wahre Schö­pfungs­tag ist. Das werden die Geschwister vom APD doch gleich im folgenden richtig stellen?! Ich kann es kaum mehr erwarten!

Lesen wir schnell weiter...

Die erste zentrale Feier des Schö­pfungs­tages findet am 3. September 2010 um 17 Uhr in der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Hl. Johannes des Täufers in Brühl bei Köln statt. Je nach lokalen und regionalen Gegebenheiten können Gemeinden vor Ort den Schö­pfungs­tag auch an einem anderen Termin im Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober miteinander feiern. Die christlichen Kirchen in Deutschland wollen damit auf der Grundlage des gemeinsamen christlichen Glaubens an den Schöpfergott ein sichtbares Zeichen für die Wahrnehmung der Umweltproblematik und den bewussten Umgang mit der Schöpfung setzen.

Ja, ist ja gut! Ich glaube ja schon immer, das die Griechisch-Orthodoxen und die anderen "christlichen" Kirchen mit dem Papst ziehen und deshalb einen falschen Schö­pfungs­tag als Jahresfeiertag, ausrufen. Ist ja klar, was hinter diesem Trick steckt, oder? Die wollen natürlich, dass wir den Sabbat von der Schöpfung trennen. Wenn wir schön deklarieren, dass wir jetzt einen Jahresfeiertag für die Schöpfung haben, dann brauchen wir ja keinen Wochenfeiertag für die Schöpfung mehr. Dann können wir das Thema des Sabbats einfach auf das Ausruhen, dem Nachgehen unseres Rechts als Arbeiter und Angestellte auf einen Ruhetag und als Zeit für unsere Familie abändern. Und dann macht es ja auch nichts mehr, wenn dieser Tag jeder beliebige andere Tag der Woche ist, weil es ja gar nicht um die Ehrung des Schöpfergottes geht, sondern nur um uns selbst. Nun kommt aber sicher gleich die Richtigstellung und der Appell der Geschwister vom APD, dass das ins Verderben führt und den Sabbat seines wahren Sinns beraubt und den Weg für die Sonntagsheiligung aller Kirchen angefacht durch das Papsttum und die Ökumene ebnet!?

Fehlt ja nicht mehr viel, jetzt muss es kommen! ...

Auch bisher schon haben einzelne Kirchen in besonderer Weise an den Schöpfer gedacht.

Jaaaa, jetzt scheint es zu kommen! Sicher werden jetzt wir Adven­tis­ten erwähnt, dass wir als "einzige" Kirche den wahren Schöpfer mit seinem wahren Schö­pfungs­tag ehren. Wusste ich es doch! Gott sei Dank!

Am 1. September werden in der orthodoxen Tradition das neue Kirchenjahr eröffnet und der Tag der Schöpfung gefeiert. Die römisch-katholische Kirche erinnert am 4. Oktober an Franz von Assisi. Andere Kirchen feiern am ersten Sonntag nach Michaelis das Erntedankfest. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten begeht den Schö­pfungs­tag Ende Oktober.

Waaas, was ist denn das für ein Tag??? Ich kenne nur den 22. Oktober, der eigentlich unser höchster kirchenhistorischer Tag ist, da nach dem karaitischen Kalender der Yom-Kippur-Tag des Jahres 1844 auf einen 22. Oktober fiel. Der Tag, an dem das Untersuchungsgericht begann und Jesus vom Heiligen ins Allerheiligste im Himmlischen Heiligtum ging. Ich habe mich schon lange geärgert, dass dies gar nicht mehr gewürdigt wird und stattdessen ein "Tag des Pastors" für diesen Tag ausgerufen wurde. Menschen vor Gott. Das ist schon lange ein Trend in der Adventgemeinde. Also feiern wir nach dieser Aussage Ende Oktober den Schö­pfungs­tag. Ich kann es nicht glauben! Lese ich hier wirklich einen Artikel von Adven­tis­ten für Adven­tis­ten?

Aber es gibt noch Hoffnung! Das ist doch auch das Motto dieses 2. öku­me­ni­schen Kirchentags. Es kommen noch zwei Sätze. Jetzt aber, Geschwister, ihr habt noch eine Chance!

Der jetzt in München proklamierte Tag der Schöpfung will Christen die Möglichkeit geben, auch gemeinsam ihrer Verantwortung für Gottes Schöpfung bewusst werden. Dabei gehörten laut Landesbischof Weber das "Lob Gottes und die Klage über unsere Lage" zusammen.

Mein armer Gott! Es kommt nichts mehr... Ende des Artikels. Ende der Gemeinde. Ende der Welt. Nur meine Tränen über die Gemeinde haben kein Ende mehr. Aber die Tränen Jesu für Seinen Augapfel werden sich bald in Feuer verwandeln und auf die Erde fallen.

Das letzte Wort im Artikel des adventistischen Pressedienstes der Adventgemeinde über den neuen Schö­pfungs­tag hat ein evangelischer Landesbischof, der den Sonntag für den Sabbat hält. Aber seine Worte im letzten Teil seines Satzes sind wahr! Bald werden alle zusammen über ihre Lage klagen. Es ist sogar prophetisch was der Herr Weber da sagt:

Unsers Herzens Freude hat ein Ende; unser Reigen ist in Wehklagen verkehrt. Die Krone unsers Hauptes ist abgefallen. O weh, daß wir so gesündigt haben! Darum ist auch unser Herz betrübt, und unsre Augen sind finster geworden um des Berges Zion willen, daß er so wüst liegt, daß die Füchse darüber laufen. Aber du, HERR, der du ewiglich bleibst und dein Thron für und für, warum willst du unser so gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen? Bringe uns, HERR, wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen; erneuere unsre Tage wie vor alters! Denn du hast uns verworfen und bist allzusehr über uns erzürnt. (Klagelieder 5,15-22)

Noch haben sie eine Chance, dass Gott ihnen verzeiht, sogar seiner eigenen Judas-Gemeinde. Aber sehr bald wird sich die Gnadentüre für alle schließen, die meinen, dass der Schö­pfungs­tag der erste Freitag im September wäre und ihn bzw. den Sonntag, das Malzeichen des Tieres, halten und dann werden sie nochmals zusammen klagen:

Und der dritte Engel folgte diesem nach und sprach mit großer Stimme: So jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt sein Malzeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird vom Wein des Zorns Gottes trinken, der lauter eingeschenkt ist in seines Zornes Kelch, und wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm; und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier haben angebetet und sein Bild, und so jemand hat das Malzeichen seines Namens angenommen. (Offenbarung 14,9-11)

Nun möchte ich euch eigentlich einen gesegneten Sabbat wünschen, oder soll ich schon sagen: Geruhsamen Familientag?

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