Der letzte Countdown

Erstveröffentlichung: 16. August, 2015 in englischer Sprache auf www.lastcountdown.org.

Dieser Artikel ist an meine Gefährten auf der Suche nach der Wahrheit gerichtet. Es ist eine Reise, die für die meisten voll von kurvenreichen Straßen und ungewollten Umwegen ist. Aber die Wahrheit wird letztlich von denen, die sie mit ihrem ganzen Wesen ersehnen, gefunden werden – vorausgesetzt, dass sie sich von gelegentlichen Fehltritten oder durch die Fallgruben, in die wir so leicht stolpern, weder abschrecken noch entmutigen lassen. In der Welt gibt es eine Kakophonie von sich widersprechenden Stimmen, die alle behaupten, die Wahrheit zu verkündigen. Wem können wir vertrauen? Welche Stimme ist die eine nachprüfbare Stimme der Wahrheit auf der Erde?

Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, Beweise für die Existenz Gottes zu präsentieren oder jemanden objektiv von einer der Weltreligionen zum Glauben an Jesus Christus zu führen. Dies wurde schon getan und falls jemand an einem dieser beiden Themen Zweifel hat, möchte ich ihn ermutigen, das Buch über die methodische und sorgfältige Suche eines Mannes zu lesen, die ihn von seinem nicht-christlichen Glaubenssystem in Indien zum Glauben an Jesus geführt hat und zwar einfach durch Berücksichtigung der Beweise für und gegen jede andere religiöse Weltanschauung.[1] Der Autor fasst seine Suche in einem ebenfalls auf YouTube verfügbaren Seminar[2] zusammen.

Aber innerhalb des Christentums sind die Stimmen, die behaupten, die Wahrheit zu haben, kaum weniger disharmonisch. Wo ist die Handschrift Gottes und auf welcher Handelsmarke der christlichen Wahrheit hat Er Seine Fingerabdrücke hinterlassen? So wie es nachprüfbare Beweise gibt, die uns zum Christentum selbst führen, muss es sie auch geben, um uns innerhalb dessen in die richtige Richtung zu leiten. Es gibt bereits viele, die die Beweise dargestellt haben, die auf die adventistische Lehre als die größte Übereinstimmung mit einer gesunden Bibelauslegung[3] hinweisen und sollen ebenfalls hier nicht wiederholt werden. Allerdings würde ich gerne eine Zu­sammen­fassung eines Physikdozenten aus Indien anführen, der – wie der zuvor erwähnte Autor – der Spur der Beweise folgte und zum gleichen Ergebnis gelangte.[4]

Als ich meine Suche nach der Wahrheit fortsetzte, erkannte ich, dass die Summe dessen, was die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten lehrt, eigentlich eine Wissenschaft ist: konsequent, systematisch und organisiert. Ellen White nennt es die Wissenschaft der Erlösung. Es gibt vier gute Gründe, warum es tatsächlich eine Wissenschaft ist.

1. Es gibt theoretische Logik. In wissenschaftlichen Theorien muss es eine Struktur der Logik geben. In der Ge­schich­te des Großen Kampfes zwischen Gott und Satan gibt es eine Struktur der Logik. Es ist die Logik der Liebe. Reine und vollkommene Liebe funktioniert gemäß ihrer eigenen Logik. Das Problem der meisten Menschen ist aber, dass sie ein schlechtes Verständnis dieser Logik haben und dann annehmen, dass es keine Logik gäbe. Aber dort ist sogar sehr viel Logik und es ist die allerschönste Logik, wenn einer nur fähig ist, sie zu erfassen.

2. Es gibt experimentelle Beweise. Wissenschaftliche Theorien müssen in Labors auf ihren Wahrheitsgehalt getestet werden. Die Ge­schich­te des Großen Kampfes wurde durch die Ge­schich­te der Menschheit auf ihren Wahrheitsgehalt getestet. Das heißt, dass die Erde selbst das Labor ist. Die Ge­schich­te der Menschheit ist das große Experiment, um zu entscheiden, was gut und was böse ist. Viele Menschen werden betrogen, damit sie es so nicht wahrnehmen. Aber das ist das größte Experiment aller Zeiten.

3. Es gibt Vorhersagen. Wenn sich die Prognosen als korrekt erweisen, dann kann man annehmen, dass die Theorie gültig ist. Im vorliegenden Fall haben wir Prophezeiungen, die den Vorhersagen entsprechen. Viele Prophezeiungen haben sich bereits als richtig erwiesen. Das spricht für die Richtigkeit dessen, was die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten lehrt. Die größte aller Vorhersagen ist: Jesus wird wiederkommen. Ich erwarte, dass dies in der Ge­schich­te der Menschheit bald nachgeprüft sein wird.

4. Es gibt ein gutes Zusammenspiel mit anderen Bereichen der Wissenschaft. Eine gute wissenschaftliche Theorie in einem Bereich wirft oft beträchtliches Licht auf andere Bereiche. Das Thema des Großen Kampfes und die adventistische Weltsicht erklären das Leben in seiner vielfältigen Komplexität.

Die wissenschaftliche Methode
Abbildung 1 – Die Schritte der wissenschaftlichen Methode

Ein wissen­schaft­licher Ansatz für Nicht-Wissen­schaft­ler

Man sollte niemals annehmen, dass eine wissenschaftliche Herangehensweise an die Religion bedeuten würde, dass nur ausgebildete Wissenschaftler ihr folgen und die Wahrheit erkennen könnten. Ganz im Gegenteil! Wissenschaftler nutzen die wissenschaftliche Methode, weil sie der Natur entspringt. Jedes Kind verwendet die wissenschaftliche Methode vom Säuglingsalter an, um über die es umgebende Welt zu lernen. In Abbildung 1 sind einige grundlegende Schritte dargestellt, die bewusst oder unbewusst immer wieder nachvollzogen werden. Das Beobachten selbst wird normalerweise als ein eigener Schritt betrachtet. In der Realität findet es jedoch im Hintergrund die ganze Zeit statt und nicht nur während eines Schrittes des Verfahrens.

Überlegt einmal, wie wir durch diesen Prozess gehen, ohne überhaupt über ihn nachzudenken. Ein Kind beobachtet ständig. Es macht dabei kleine Verbindungen – erkennt einfache Beziehungen – und auf diese Weise erfährt es, wie das Leben und die dazugehörigen Dinge funktionieren. Diese kleinen Verbindungen stammen aus Beobachtungen, die wiederum der Neugier entspringen. Nehmen wir zum Beispiel ein Kind, das in einem Haus aufwächst, in dem niemand übergewichtig ist und seine Mutter sieht, die sichtbar schwanger ist. Es versteht, dass ihr Bauch größer ist, weil sich in seinem Inneren ein Baby befindet. Dann trifft es eine Person außerhalb der Familie, die einen großen Bauch hat, weil sie übergewichtig ist, und fragt, ob sie auch schwanger sei! Es hatte die „Frage” bzw. die Neugier bezüglich der Größe des Bauches und stellte eine Hypothese basierend auf seinen Beobachtungen zu Hause auf. Seine Frage an die übergewichtige Person war der Test für seine Idee und die Reaktion seiner Eltern lieferte ihm sicherlich das Ergebnis, damit es sein Verständnis verbessern (und andere potenziell peinliche Situationen vermeiden!) konnte. Das nächste Mal, wenn ihr die Möglichkeit habt, eine Kinderunterhaltung mitanzuhören, wenn sie glauben, dass kein Erwachsener zuhört, werdet ihr feststellen, dass die Übermittlung ihrer kleinen Testergebnisse ein ebenso natürlicher (wie auch oft humorvoller) Teil des Lebens ist!

Die wissenschaftliche Methode funktioniert, weil die Natur nach festen Gesetzen arbeitet. Jeder natürliche Prozess hat – unabhängig davon wie umfassend oder unbedeutend er ist – eine bestimmte Anzahl von anwendbaren Gesetzen und wir erlernen diese Gesetze durch Beobachtung und Messung. Wenn wir verstehen, dass die Bibel eine schriftliche Offenbarung aus der Eingebung der gleichen Quelle ist, die auch die Natur um uns herum geschaffen hat, sollte es uns nicht überraschen, dass es Gesetze der Offenbarung genauso gibt, wie die Naturgesetze. Und wir erlernen die Gesetze der Offenbarung in der gleichen Weise wie alle anderen Gesetze: durch unsere Beobachtungen und Messungen.

Betrachtet beispielsweise die Verwendung der Zahl Sieben in der Bibel. Sie wird in der Bibel sehr häufig erwähnt, vor allem im Buch der Offenbarung mit seinen sieben Sternen, sieben Gemeinden, sieben Siegeln, sieben Posaunen, sieben Plagen und anderen Siebener-Reihen. Dies ist eine Beobachtung. Eine logische Frage wäre dann: „Was ist das Besondere an der Zahl Sieben?” Nun vergleichen wir unsere Beobachtungen und suchen nach Mustern, bis wir eine Idee haben. Vielleicht erkennen wir ihr erstes Auftreten im Schöpfungsbericht mit den sechs Schö­pfungs­tagen gefolgt von der Sabbatruhe als die Vollendung der Sieben-Tage-Woche und vermuten, dass sie etwas mit dem Abschluss der Schöpfung zu tun haben könnte. Dies wäre unsere Hypothese bzw. „fundierte Vermutung”, die dahingehend geprüft werden könnte, ob andere Vorkommen der Zahl Sieben in der Bibel konsequent mit dieser Idee übereinstimmen. Wir können diese zusätzlichen Beobachtungen analysieren und das, was wir erfahren, mit anderen teilen. Je mehr Muster und Beziehungen wir beobachten und entdecken, desto mehr verstehen wir die einzelnen Bestandteile des Themas.

Wachstum aus Fehlern

Beständig und unabhängig davon, wie gut wir etwas verstehen, gibt es immer mehr, das wir darüber erlernen können und es ist wahrscheinlich nötig, unser Verständnis basierend auf zusätzlichen Daten zu verfeinern. So beschrieb zum Beispiel Isaac Newton das Gesetz der Schwerkraft mit mathematischen Formeln, die seine Beobachtungen im 18. Jahrhundert perfekt erklärten. Jahrzehntelang gab es damit kein Problem, bis genauere Messungen gemacht werden konnten, die kleine Abweichungen von Newtons Gesetz unter bestimmten Umständen zeigten. In den folgenden Jahrzehnten gab es keine zufriedenstellende Erklärung für diese abweichenden Beobachtungen, bis Albert Einstein seine Relativitätstheorie aufstellte, die das Newtonsche Gesetz für jene Fälle verfeinert, in denen zusätzliche Genauigkeit erforderlich ist.

Das gleiche gilt für das Studium der Heiligen Schrift. Wir denken vielleicht, dass wir etwas vollständig verstanden haben, bis unsere Aufmerksamkeit auf einen Vers oder Verse gelenkt wird, die nicht gut mit unserem Verständnis zusammenpassen. Dann müssen wir unser Verständnis in einer Weise verfeinern, dass die neuen Daten mit den alten durch ein einheitliches Prinzip harmonisiert werden. Dieses Verfahren wird in jeder wissenschaftlichen Studienreihe häufig wiederholt und wenn wir in unserem Studium der Bibel ehrlich sind, werden wir das auch dort erleben. Diese Methode wird unser Verständnis von der Wahrheit beständig mit jeder Runde des Prozesses verfeinern, wenn wir sie treu anwenden.

Es ist aber manchmal der Fall, dass dieser Lernprozess sich zu verlangsamen oder sogar ganz aufzuhören scheint. Die natürliche, kindliche Neugier hat nachgelassen und wurde mit einer Zufriedenheit mit dem bereits Bekannten ersetzt. Der Wunsch zu lernen ist durch den Wunsch, Recht zu haben, ersetzt worden. Dies ist eine schreckliche Tragödie, aber es ist sehr weit verbreitet. Viele – auf verschiedene Weise – glauben der Lüge, dass sie nicht mehr lernen könnten oder dass das Lernen gefährlich wäre (aus Angst, falsch zu liegen). Allzu oft sind wir mit dem zufrieden, von dem wir denken, dass wir es gut verstehen, damit wir nicht leiden müssen, wenn wir Fehler begehen. Wir opfern also das Wachstum aus Angst vor Fehlern.

Seid ihr euch bewusst, dass diejenigen, die an vorderster Front ihrer Disziplin stehen, am häufigsten falsch liegen? Wissenschaftler, die durch neue Forschung neue Gebiete erschließen, gehen viele Irrwege und müssen viele ihrer Ideen verwerfen, bevor sie das wahre Bild durch ihre Studien erfassen können. Nicht anders ist es mit den biblischen Forschungen. In den prägenden Jahren der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten, zum Beispiel, gab es Glaubenspunkte, die korrigiert und verfeinert werden mussten. Als William Miller die Prophezeiung der 2300 Tage im Buch Daniel studierte, zählte er fälschlicherweise das nicht vorhandene „Jahr Null” hinzu, was zur kleinen Enttäuschung im Jahre 1843 führte. Und erst dann, als die enttäuschten Menschen versuchten, die Zeitlinie besser zu verstehen, wurde der Fehler entdeckt und das Datum auf 1844 korrigiert. Und abermals: erst als das verfeinerte Datum überschritten war, gingen die schrecklich enttäuschten Gläubigen daran, ihren Fehler zu verstehen.

Sie folgten der wissenschaftlichen Methode. Das Ergebnis ihres Tests zeigte, dass ihre Hypothese falsch war und es drei mögliche Erklärungen geben könnte: Entweder war das Datum falsch oder das Ereignis war falsch oder die Bibel lag falsch. Während einige den Glauben an die Bibel verloren, gingen die meisten davon aus, dass das Datum nicht in Ordnung war, und dass in der Tat die Prophezeiungen der Bibel nicht wirklich relevant für sie seien. Tatsächlich glauben heute die meisten Protestanten, dass Daniels Prophezeiung der 2300 Tage eine buchstäbliche Zeitperiode während der Regierungszeit von Antiochus Epiphanes war, der den jüdischen Tempel in den 160er-Jahren v.Chr. kurz vor Ende seines Lebens schändete. Die unterstützenden Beweise für diese Ansicht sind jedoch ziemlich begrenzt im Vergleich zu den Beweisen, die auf eine 2300-Jahr-Anwendung hindeuten.[5]

Hiram Edsons Vision
Hiram Edsons Vision des himmlischen Heiligtums nach der Großen Enttäuschung von 1844

Aus diesem Grund konnten diejenigen, die der Spur von Beweisen folgten nicht leugnen, dass das Datum gültig war. Deshalb versuchten sie, die Bedeutung der Prophezeiung, die sie ursprünglich als das zweite Kommen Jesu ausgelegt hatten, besser zu verstehen. Dies war der Prozess der Verfeinerung, mit dem jeder Forscher sehr vertraut ist. Man muss bereit sein, alte Vorstellungen zu Gunsten einer neuen umfassenderen und stimmigeren Wahrheit aufzugeben. Dies war die Geburtsstunde der wunderschönen Lehre des himmlischen Heiligtums (nach dem das irdische Heiligtum geformt war[6]) für diejenigen, die die Geburtswehen der Richtigstellung falscher Vorstellungen im Angesicht ihrer spottenden Bekannten ertrugen.

Aus irgendeinem Grund – obwohl es in der Wissenschaft normal ist, Fehler zu machen und zu beheben – werden religiöse Forscher an einem unmöglichen Standard gemessen, als ob sie Gott selbst wären und das Ende von Anfang an kennen könnten, wenn sie in Wirklichkeit doch nur Studenten sind, die versuchen, Gott und Seine Prophezeiungen zu verstehen. Diejenigen, die den Studenten der Prophetie das Recht um eine bescheidenere Stellung zubilligen, werden erkennen, dass selbst dann, wenn der Heilige Geist führt, noch immer menschliche Fehler gemacht und korrigiert werden können, dass aber das sich entwickelnde Verständnis tatsächlich die Wahrheit ist, die durch das Licht des Heiligen Geistes offenbart wird.

Lasst mich diesen wichtigen Punkt noch einmal wiederholen: Spitzenforschung, egal ob sie auf einem Gebiet der Wissenschaft oder der Prophetie stattfindet, ist notwendigerweise mit falschen Vorstellungen und Fehlanwendungen durchsetzt und muss regelmäßig verbessert und verfeinert werden, aber das wahre Konzept kommt letztendlich aus all dem mit einem brillanten Lack versehen hervor. So war es immer. So war es mit den seit langem etablierten Lehren der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten; sie haben den Test der Zeit bestanden und sie strahlen weiterhin mit ihrem Glanz trotz des Schlamms, den die Neinsager versuchen, auf sie zu werfen und trotz der falschen Vorstellungen, aus denen sie geboren wurden.

Die Wahrheiten, denen wir als eine solide Grundlage vertrauen, waren einmal vorläufige Annahmen mit wenig allgemein anerkannter Unterstützung. Aber der Kreisprozess der Fragestellung, Prüfung und Beobachtung hat die Ideen verfeinert und ihre Unterstützung untermauert. Heute sind sie keine Bereiche mehr für ergiebige Forschung. Es ist völlig unangemessen, darauf zu bestehen, dass neue Forschungen nach den gleichen Standards beurteilt werden sollten, wie etwas, das schon viele Tests und Verfeinerung hinter sich hat. Anstatt die Fehler der Forscher zu kritisieren, beteiligt euch zusammen mit ihnen am Studium, um ihre Ideen zu verfeinern!

So war es auch mit dem Letzter­Count­down-Missionswerk. Wir bewegten uns an vorderster Front der prophetischen Endzeit-Forschung und wie zu erwarten war, machten wir Fehler und Fehlanwendungen und mussten unsere Ideen oft verfeinern. Aber jedes Mal, wenn wir das tun, entwickelt sich unser Verständnis weiter und die Wahrheit, die der Heilige Geist offenbart, wird klarer und scheint mit größerem Glanz. Wäre es nicht wunderbar, wenn viele weitere Stimmen uns beim Studium begleiten würden? Nicht, indem sie ihre eigenen widersprüchlichen, unabhängigen Studien anbieten (die uns oft als „in perfekter Harmonie” mit der Botschaft Gottes durch dieses Missionswerk stehend präsentiert werden), sondern indem sie den vielen Hinweisen in unseren Artikeln nachgehen und die Dinge so studieren, dass das Gesamtbild verfeinert wird. Wäre das nicht ein besserer Ansatz als uns als falsche Propheten zu bezeichnen und anzunehmen, dass wir vom Teufel geführt werden, weil wir glauben, dass Gott die Zeit offenbart hat?

Wenn wir auf die letzten fünf Jahre unseres öffentlichen Dienstes zurückblicken und sehen, was alles offenbart wurde – und was alles den Test der Zeit und Verfeinerung überstand – sind wir besser in der Lage, die Botschaft und ihre Quelle zu bewerten. Was mich betrifft, kann ich nicht begreifen, wie alles falsch sein sollte. Es gibt zu viele positive Beweise, auch wenn vielleicht nicht alles der Hermeneutik folgt, von der unsere Theologen gerne glauben, dass sie die einzig sichere Methode der Interpretation wäre. Lasst mich also einmal alles zusammenfassen.

Die Orion-Verbindung

Die Orion-Konstellation
Die sieben Sterne und der Orion-Nebel

Die Bibel spricht mehr über den Orion, als man auf den ersten Blick erkennen mag. Es gibt drei offensichtliche[7] Hinweise auf ihn und er ist jedes Mal mit den „sieben Sternen” verbunden. Hiob sagt über Gott:

Er macht den Bären, den Orion und das Siebengestirn, samt den Kammern des Südens. (Hiob 9,9)

Später, als Gott dem Hiob aus dem Wirbelwind heraus antwortet, fragt Er ihn unter anderem:

Hast du die Bande [wörtlich: die guten Einflüsse] des Siebengestirns geknüpft, oder kannst du die Fesseln des Orion lösen? (Hiob 38,31)

Und Amos weist Israel an:

suchet den, der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, und den Todesschatten in Morgen verwandelt und den Tag zur Nacht verfinstert, der den Wassern des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde: Jahwe ist sein Name; (Amos 5,8 Elberfelder)

Die Plejaden
Die Plejaden

Beachtet, dass das Wort, das als „Siebengestirn” oder „Plejaden” in den Versen übersetzt ist, das gleiche hebräische Wort ist und einfach nur „die sieben Sterne” bedeutet. Die Plejaden sind ein Cluster aus mehreren hellen Sternen und es ist schwierig, eine klare Identifizierungslinie der sieben hellsten zu ziehen. Orion, auf der anderen Seite, hat sieben Sterne, die deutlich heller sind, als die anderen. Diese gelten als die „Hauptsterne” der Konstellation,[8] während es etwa neun Rang-Sterne in den Plejaden gibt: die sieben Schwestern und ihre beiden Eltern nach dem griechischen Mythos.[9] Daher sollte es klar sein, dass die Verweise auf die „Plejaden” bzw. „das Siebengestirn” in Wirklichkeit ein Hinweis auf die sieben Sterne des Orion sind.

Die sieben Sterne werden am Anfang des Buches der Offenbarung vorgestellt. Sie werden dort als in der rechten Hand von Jesus befindlich präsentiert und werden als Engel bzw. Boten der sieben Gemeinden identifiziert.[10] Beachtet bitte die Worte, die Ellen White benutzt, um ihre Auslegung zu beschreiben:

„Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten.” Offenbarung 2,1. Diese Worte gelten den Lehrern in der Gemeinde, denen Gott schwerwiegende Verantwortung auferlegt hat. Die guten Einflüsse, die in der Gemeinde reichlich verspürt werden sollten, hängen vornehmlich [engl. Original: sind geknüpft (bound up)] von Gottes Dienern ab, die Christi Liebe offenbaren sollen. Die Sterne des Himmels unterstehen seiner Herrschaft. Er gibt ihnen das Licht und lenkt sie in ihren Bahnen. Täte er dies nicht, so würden sie fallen. Das trifft auch auf seine Diener zu. Sie sind nur Werkzeuge in seiner Hand, und alles Gute, das sie ausführen, geschieht durch seine Kraft. Durch sie soll sein Licht weiterleuchten. Tüchtig werden sie allein durch den Heiland. Solange sie auf ihn schauen, wie er auf den Vater schaute, vermögen sie sein Werk zu tun. Solange sie sich ganz auf Gott verlassen, verleiht er ihnen seine Herr­lich­keit, damit sie diese in die Welt hinausstrahlen. {WA 582.4; AA.586.3}[11]

Sie macht einen klaren Verweis auf die guten Einflüsse von Hiob 38,31 (siehe oben – es ist das einzige Mal, dass dieser Begriff in der Bibel vorkommt), die an die sieben Sterne – bzw. Gottes Diener – geknüpft sind, was sich – wie wir bereits gezeigt haben – auf die Sterne des Orion bezieht. Im nächsten Atemzug spricht sie sogar von den Sternen des Himmels, was darauf hinweist, dass eine symbolische Korrelation mit den buchstäblichen Sternen am Himmel besteht. Dies deutet darauf hin, dass es eine Charakter-Botschaft im Orion gibt, an die Gottes Diener geknüpft werden sollten, um die Instrumente zu sein, die Er sich erkoren hat, um Seine Helligkeit auf der Welt zu reflektieren.

Aber hier endet der Zusammenhang noch nicht! Beachtet, dass der Vers sagt, dass es „Fesseln oder Bande des Orion” gibt und Gott fragt, ob Hiob diese „lösen” bzw. freigeben kann. Vergleicht dies mit dem Buch mit den sieben Siegeln in Offenbarung 5:

Das Buch mit sieben Siegeln
Das Buch mit sieben Siegeln

Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Throne saß, ein Buch [eine Buchrolle], innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt [gebunden mit den „Fesseln des Orion”]. Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? (Offenbarung 5,1-2)

Jesus wird in den folgenden Versen als geschlachtetes Lamm dargestellt und als allein würdig, das Buch von Seinem Vater zu nehmen und seine Siegel zu lösen.

Wenn wir die Hypothese vertreten, dass dieses Buch im Orion dargestellt wird, dann könnten wir das durch die Untersuchung der weiteren Einzelheiten des Schauplatzes dieser Szene testen und diese mit der Umgebung des Orion vergleichen. Wenn Gott in der Tat auf diese Beziehung hinweisen wollte, dann sollte es in keinem Punkt zu einem Konflikt kommen. Es ist aber nicht nur die Umgebung, die übereinstimmen muss, sondern – wie gesagt – muss ebenfalls eine Charakterbotschaft enthalten sein und darüber hinaus gibt es weitere Beschreibungen, die auch alle übereinstimmen müssen. Werfen wir also einen genaueren Blick darauf!

Zunächst einmal sehen wir, dass das geschlachtete Lamm der Schlüssel zum Öffnen des Buches ist und Es ist als in der Mitte der Szene befindlich beschrieben:

Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde. (Offenbarung 5,6)

Beachtet, dass eine Unterscheidung zwischen den beiden Gruppen gemacht wird. In der ersten Gruppe haben wir den Thron und die vier lebendigen Wesen und diese ist literarisch von den Ältesten durch eine zweite Verwendung von „inmitten” getrennt. Wir werden augenblicklich auf dies zurückkommen, aber zuerst gibt es einen Hinweis im restlichen Teil des Verses, dass dies etwas mit der Ge­schich­te der Erde zu tun hat, denn er erwähnt ausdrücklich „die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde” wie sieben Augen, die über die Angelegenheiten der Erde wachen. Im vorangegangenen Kapitel werden diese sieben Geister als „sieben Feuerfackeln, die vor dem Thron brennen” [12] dargestellt.

Im Zusammenhang mit dem Orion, zeigt dies an, dass seine sieben Sterne (die passend als brennende Feuerfackeln beschrieben werden!) einiges über Ereignisse auf der Erde offenbaren. In der Tat sind die Sterne Zeiger, die bemerkenswerte Ereignisse in der Ge­schich­te identifizieren. Die vier lebendigen Wesen und der Thron sind von den vierundzwanzig Ältesten getrennt, weil sie nicht auf die gleiche Weise im Orion dargestellt sind. Während der Thron (die drei Gürtelsterne) und die vier lebendigen Wesen (die vier äußeren Sterne) klar dargestellt sind, gibt es keine sichtbaren Sterne für die vierundzwanzig Ältesten.

Im Zentrum befindet sich das Lamm „wie geschlachtet”. Gemäß dem Verständnis, dass die drei Gürtelsterne den Thron darstellen, müssten wir erwarten, dass der Stern Jesu sich auf der rechten Seite des Vaters befindet, wie es so oft in der Bibel erwähnt wird.[13] Und da wir sie von der Erde aus betrachten,[14] müsste seine rechte Seite von uns aus links liegen. Und in der Tat ist der alte Name für den linken Gürtelstern Alnitak, ein arabischer Name, der „der Verwundete”[15] bedeutet, eine klare Bezugnahme auf die Wunden Jesu, das Lamm, das geschlachtet wurde.

Es gibt eine interessante Anmerkung in der Beschreibung der vier lebendigen Wesen und der vierundzwanzig Ältesten:

Und die vier lebendigen Wesen, von denen ein jedes sechs Flügel hat, sind ringsherum und inwendig voller Augen; und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der da war, und der da ist, und der da kommt! Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen: Würdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen! (Offenbarung 4,8-11)

Hier wird eine Beziehung zwischen den beiden Gruppen beschrieben. Wenn die vier lebendigen Wesen Gott die Ehre erweisen, dann beten auch die vierundzwanzig Ältesten an. Dies deutet auf eine Zeitbeziehung hin. Es gibt also bestimmte Zeiten, zu denen dies geschieht. Und beachtet auch, dass sie Gott für Seine Gegenwart in der Zeit preisen: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft! Daraus ist klar ersichtlich, dass diese lebendigen Wesen und die Ältesten eine besondere Beziehung mit der Zeit und der Ge­schich­te der Erde haben.

Dass sie Ihn ständig preisen, aber Ihm nur zu bestimmten Zeiten besondere Ehre darbringen, kann im Kontext des Orion verstanden werden, wenn man bedenkt, dass die Sterne zwar ständig präsent sind, aber nur bestimmte Zeiten in der Ge­schich­te (Vergangenheit und Zukunft) markieren, wenn sie besondere Ehre darbringen. Und hier kommen die vierundzwanzig Ältesten ins Spiel, die in einem Kreis um das geschlachtete Lamm sitzen. Sie dienen als Marker rund um dieses Rad der Ge­schich­te! Ihr Lobpreis identifiziert auch sie mit regelmäßigen Zeitabständen, denn in dieser Szene preisen sie den Herrn für Seine Schöpfung und im nächsten Kapitel für Seine Erlösung:

Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen (Offenbarung 5,9)

Alle sieben Tage gibt der Sabbat besonderen Anlass für das Gedenken an Gottes Taten der Schöpfung und Erlösung:

Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke verrichten; aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; ... Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. (2. Mose 20,8-11)

Beobachte den Sabbattag, daß du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun, ... Denn du sollst bedenken, daß du auch Knecht gewesen bist in Ägyptenland [der Sünde], und daß der HERR, dein Gott, dich von dannen mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm ausgeführt [erlöst] hat. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, daß du den Sabbattag halten sollst. (5. Mose 5,12-15)

Die Thronsaal-Szene wurde auch von Daniel gesehen, der sie kurz auf folgende Weise beschrieb:

Solches sah ich, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Kleid war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und seine Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoß sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm emsiglich, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden aufgetan. (Daniel 7,9-10)

Aus dieser Darstellung sehen wir, dass dies in der Zeit des Gerichts stattfindet. Jeder Adventist sollte dies als den Beginn des anti-typischen Ver­söh­nungs­tags, der im Jahr 1844 begann, erkennen. Dieses Datum leitet sich aus der 2300-Tage-Prophezeiung von Daniel 8 ab, wo die Tage Jahre darstellen, wie es oft in der biblischen Prophetie der Fall ist. Die Uhr im Orion, die den anti-typischen Gerichtstag darstellt, führt diese Tag-für-Jahr-Beziehung fort, so dass die 24 Ältesten, die die wöchentlichen Sabbat-Abstände repräsentieren, in der Realität die alle sieben Jahre stattfindenden Sabbatjahre darstellen, die Gott für Sein Volk nach der Wüstenwanderung etabliert hatte:

Aber im siebenten Jahr soll das Land seinen Ruhesabbat haben, den Sabbat des HERRN, da du dein Feld nicht besäen, noch deine Reben beschneiden sollst. (3. Mose 25,4)

Somit geben diese 24 Ältesten – wie die Stunden um eine 24-Stunden-Uhr – die Dauer des Ver­söh­nungs­tages an: 24 Älteste x 7 Jahre pro Ältesten = 168 Jahre. Diese Zeitdauer, die wir als das Gericht an den Toten kennen, endete am besonderen Großen Sabbat des Ver­söh­nungs­tages, dem 27. Oktober 2012. So wie der größte Große Tag der ganzen Christenheit – der Sabbat, an dem Jesus im Grab lag – ein Tag der Trauer für die Nachfolger Christi war, so war dieser Tag im Jahr 2012 ein Tag des Kummers für Seine Übrigen, als die Totenglocke für die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten läutete, als sie den katholischen Schö­pfungs­tag (den sie sogar Schöpfungssabbat nannte, als wäre dies ein einzigartiges Ereignis nur für diesen Sabbat) zu Ehren der von ihr akzeptierten Autorität Roms hielt.

Das Muster

Der in Offenbarung 4 & 5 beschriebene Rahmen ist der Hintergrund des gesamten Buchs der Offenbarung, was bedeutet, dass wenn dieser Rahmen in der Tat den Orion beschreibt, dann muss alles andere in der Prophezeiung – die Siegel, die Posaunen, die Plagen etc. – auch in den Orion-Rahmen passen! Dies ist eine weitere Prüfung der Hypothese und wir werden nicht allein gelassen, sodass wir etwas erraten müssten! Die Bibel gibt uns Hinweise, die unsere Studien leiten. Als das Volk Gottes werden diejenigen charakterisiert, „welche die Gebote Gottes beobachten und das Zeugnis Jesu haben.”[16] In alten Zeiten war das Volk Israel der Hüter des Gesetzes Jehovas gewesen.

Sein Auszug aus Ägypten und sein Einzug in das verheißene Land Kanaan war ein Symbol für die Befreiung der Menschen von der Sünde (Ägypten) und dem Einzug in den Himmel (Kanaan). Als Josua die Kinder Israels über den Jordan führte, um Jericho zu erobern und das Land zu besitzen, war dies ein Symbol für Jesu Rettung des Menschen von der Sünde und für die Aufnahme Seines Volkes in den Himmel. Da Gott die Zukunft kannte, gab Er spezifische und scheinbar willkürliche Anweisungen für die Eroberung der Stadt, denn diese schatteten Seine zukünftige Führung voraus.

Der Fall von Jericho
Der Fall von Jericho

Sie umrundeten die Stadt sechsmal – einmal täglich sechs Tage lang – bevor sie sie sieben Male am siebten Tag umkreisten. Das während der ersten sechs Tage etablierte Muster wurde dann mit einer zusätzlichen siebten Umrundung wiederholt, alles an einem Tag.

Die Adven­tis­ten sind sehr vertraut mit der Auslegung der sieben Gemeinden und der sieben Siegel der Offenbarung in der christlichen Ge­schich­te, erkennen aber nicht die Anwendung des Jericho-Modells, weil sie davon ausgehen, dass es nur eine Serie gibt. Aber das Modell zeigt uns, dass sich die ersten sechs Umrundungen vor der siebten noch einmal wiederholen. Dies gilt für die Gemeinden, die Siegel und die Posaunen, die alle gleichzeitig ablaufen, genauso wie die Armee (als Vertreter der Gemeinden) Jericho mit dem Gesetz (als Vertreter der Siegel) umkreisten, während die Posaunen bliesen.

Den Beweisen auf der Spur

Es würde den Rahmen sprengen, alle Wechselbeziehungen für jedes dieser Ereignisse zusammenzufassen. Wir haben all das zuvor im Detail dargestellt. Aber ich wiederhole hier einige in Form einer Zu­sammen­fassung, um zu zeigen, dass, wenn wir der wissenschaftlichen Methode folgen, die Entdeckung machen, dass – obwohl Fragen bleiben (wie sie es immer tun, egal wie tief man studiert) – es eine lange Spur von Beweisen gibt, die deutlich machen, dass es ein übernatürliches Design in dieser Botschaft gibt, auch wenn manchmal aufgrund unseres begrenzten Verständnisses Verfeinerungen nötig sind. Wenn man die vorgefassten Meinungen und Vorurteile aufgibt, wird es ganz klar.

In den letzten fünf Jahren haben wir viele Zusammenhänge präsentiert, die alle den Wahrheitsgehalt dieser Botschaft untermauern. Falls jemand diese Botschaft diskreditieren möchte, reicht es nicht aus, einfach zu sagen, dass sie wegen Zeit­fest­set­zens oder aus irgendeinem anderen Grund falsch wäre. Ihr müsst stattdessen eine bessere Antwort auf die vielen Lösungen, die sie bietet, geben. Für jeden Text, den sie erklärt, solltet ihr eine bessere Erklärung liefern! Die Botschaft, so wie wir sie präsentiert haben, mag vielleicht nicht perfekt sein, aber wir haben unser Bestes gegeben. Es obliegt nun euch, sie entweder zu verfeinern, oder – falls sie euch nicht gefällt – etwas Besseres zu finden; ihr könnt aber nicht einfach sagen, dass sie nicht wahr wäre!

Verbinden die sieben Sterne von Hiob und Amos den Orion nicht mit den sieben Sternen der Offenbarung? Dann gebt eine bessere Erklärung dafür, warum die einzigen Vorkommen von „sieben Sternen” (sogar in der Originalsprache) außerhalb der Offenbarung in Verbindung mit dem Orion stehend gefunden werden! Weisen die guten Einflüsse nicht auf eine Charakterbotschaft in Verbindung mit den sieben Sternen hin? Dann gebt eine bessere Erklärung für das, was sie bedeuten! Beziehen sich die Fesseln (Bande) des Orion nicht auf die Siegel des Buches der Offenbarung? Dann bietet eine bessere Erklärung für die literarische Ähnlichkeit! Steht die Beschreibung der vier lebendigen Wesen wie brennende Feuerfackeln nicht für die Sterne des Orion? Was bedeutet es dann? Für jeden Zusammenhang, den ihr für nichtig erklären wollt, müsst ihr auch etwas Besseres liefern, wenn ihr möchtet, dass ein vernünftiger Verstand euer Urteil anerkennt!

Wir haben die Gründe für unsere Überzeugung in jedem Artikel dargelegt und es gibt noch viel mehr, was wir nie veröffentlicht haben, aber all dies bleibt wegen der Vorurteile gegen das Zeit­fest­set­zen unberücksichtigt! Falls du diese Botschaft diskreditieren willst, dann steh auf wie ein richtiger Mann und liefere eine vollständige Beweisführung! Aber anscheinend ist man nur in der Lage, uns ein paar verallgemeinerte Ellen White Zitate an den Kopf zu werfen, um einen bestimmten Punkt zu diskreditieren, aber sie scheitern zu sehen, dass es viele andere Punkte gibt, die ebenfalls behandelt werden müssten, damit sich das Gewicht der Beweise zu ihren Gunsten verschieben würde. Bis ihr eine Harmonie zeigen könnt, die größer ist als die, die diese Botschaft begleitet, solltet ihr bedenken, dass es möglicherweise eine Erklärung für eure Zweifel gibt – wie beispielsweise das Konzept, dass nicht alles, was ein Prophet sagt, als universelle Aussage für alle Zeiten aufgefasst werden sollte, ohne jegliche Möglichkeit einer Konditionalität! Nehmt den gut gemeinten Rat an, dass ein besonders wichtiger Teil des Kontextes seine Beziehung zur großen Änderung der Pläne nach 1888 ist!

Gott wollte nicht, daß Christi Wieder­kunft so verzögert würde. Gott hatte auch nicht geplant, sein Volk Israel vierzig Jahre durch die Wüste ziehen zu lassen. Er hatte versprochen, sie unmittelbar ins Land Kanaan zu führen[17] und sie dort als ein heiliges, gesundes, fröhliches Volk anzusiedeln. Aber die Israeliten, denen dies zunächst versprochen worden war, gelangten nicht nach Kanaan „wegen des Unglaubens”. Hebräer 3,19. Sie waren unzufrieden, rebellisch und haßerfüllt, und deshalb konnte Gott sein Versprechen, das er ihnen gegeben hatte, nicht einlösen. {FG1 71.3; 1SM.68.3}[18]

Unsere Entscheidungen bewirken Veränderungen in den Plänen Gottes! Er mag zwar das Ende von Anfang an wissen, aber das schließt nicht aus, dass Er Pläne macht und diese aufgrund der menschlichen Entscheidungen ändert. Der Kurs, den Er wünscht, und der Kurs, den Er aufgrund unseres Unglaubens einzuschlagen gezwungen ist, sind zwei verschiedene Dinge!

Was ich hier angesprochen habe, ist nur die Spitze des Eisbergs! Ich habe nicht einmal die Tatsache erwähnt, dass die vier äußeren Sterne des Orion alle auf wichtige Daten im Adventismus zeigen und dass nicht irgendein beliebiges Datum ausreichend dafür sein würde. Die Bedeutung der Uhr würde zerstört werden, wenn auch nur eine einzige der Datumsangaben um nur ein Jahr anders wäre! Falls statt des Jahres 1914 das Jahr 1913 angezeigt würde, hätte die Verfolgung in Bezug auf den Militärdienst, die mit dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1914[19] begann, nicht identifiziert werden können. Der Tod des ehemaligen Präsidenten der Generalkonferenz, George Irwin, im Jahre 1913 wäre nicht bedeutend genug gewesen, dass Gott dieses Ereignis im Himmel markieren würde! Das gleiche Maß an Präzision wird für jede einzelne Datumsangabe unter Beweis gestellt.

Wenn ihr nun auch noch die von den Thronlinien angezeigten Datumsangaben mit einschließt, solltet ihr beginnen einzusehen, dass es sich hier nicht mehr um einen zufälligen Zusammenhang handeln kann, sondern in der Tat das Werk des Schöpfers der Sterne ist! Aber als ob das nicht bereits genug wäre, geht Gott sogar noch weiter – viel weiter sogar – indem Er verschiedene Zyklen einbezieht, so dass die gleichen Sterne auch noch auf andere Datumsangaben zeigen, die die gesamte Spanne der Ge­schich­te abdecken! Versteht ihr jetzt Ellen Whites Aussage über die Schriftrolle mit den sieben Siegeln (den Orion)?

Dort, in seiner offenen Hand lag das Buch, die Geschichtsrolle von Gottes Vorsehungen, die prophetische Ge­schich­te der Völker und der Gemeinde. Hierin befanden sich die göttlichen Äußerungen, Seine Autorität, Seine Gebote, Seine Gesetze, der ganze symbolische Rat des Ewigen und die Ge­schich­te aller Machthaber der Nationen. In symbolischer Sprache war in dieser Rolle der Einfluss jeder Nation, jeder Sprache und jeden Volkes seit Beginn der Erdgeschichte bis zu ihrem Ende enthalten. {20MR 197.2}[20]

Fraktale der Zeit

Mandelbrot-Diagramm
Abbildung 2 – Eine Darstellung der Selbstähnlichkeit der Fraktale

Der Orion-Zyklus, aus dem ich oben einige Höhepunkte präsentiert habe, erstreckt sich über den Tag des Gerichts, der als der anti-typische Tag der Versöhnung bekannt ist. Dies ist die primäre Manifestation der Orion-Uhr, aber es gibt auch andere Zyklen, die die gleichen Sterne nutzen, was der Phrase „Die Ge­schich­te wiederholt sich!” eine ganz neue Dimension hinzufügt. Ich vergleiche das mit der Selbstähnlichkeit der Fraktale, den künstlerisch mathematischen Bildern, die mit dem Aufkommen der Computer sichtbar gemacht werden konnten. Ein Fraktal enthält Wiederholungen in sich selbst, die zwar erkennbar ähnlich, aber jedes Mal auch deutlich anders sind. Auf die gleiche Weise weist die Zeitleiste der Ge­schich­te auch einige selbstähnliche Eigenschaften auf.

Der erste Engel aus Offenbarung 14 verkündet, dass „die Stunde seines [Gottes] Gerichts gekommen ist” und dies ist ein Bezug auf den großen Gerichtstag, der im Jahre 1844 begann und den wir als den Zeitraum der 168 Jahre verstehen, der durch das Jom-Kippur-Jahresfest der Juden vorausgeschattet wurde. Wenn dieser Gerichtstag also als eine Stunde (die letzte) dargestellt wird, dann können wir eine einfache Berechnung anstellen, um zu bestimmen, wann der Tag der Christenheit anbrach.

168 Jahre der Gerichtsstunde x 12 Stunden des Tags der Christenheit = 2016 Jahre für den Tag der Christenheit

Wissend, dass die Stunde im Jahr 2012 endete, können wir 2016 Jahre subtrahieren und das Ergebnis lautet: „-4”. Übersetzen wir dies in eine sinnvolle Antwort und denken daran, dass das Jahr Null nicht existiert, erhalten wir das Jahr 5 v. Chr. In der Tat – und wie wir zuvor schon darlegten – wurde die Stunde bzw. das Jahr, als das Licht der Welt Fleisch wurde und unter uns wohnte von der Orion-Uhr angezeigt.

Wie die Gestirne unbeirrbar ihre ewige Bahn ziehen, so erfüllen sich auch die Absichten Gottes. ... Als die Weltenuhr diese Stunde anzeigte, wurde Jesus in Bethlehem geboren. {LJ 23.3; DA 32.1}[21]

Zu dieser Zeit begann das Licht der Welt über der Dunkelheit, die die Erde bedeckte, aufzugehen.

Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herr­lich­keit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herr­lich­keit erscheint über dir. (Jesaja 60,1-2)

Wenn die Sonne aufgeht, verblassen die Sterne. Das Buch der sieben Siegel wurde auf beiden Seiten beschrieben,[22] was bedeutet, dass ein Teil davon zu sehen war, noch bevor die Siegel entfernt wurden. Dies stellt die Tagesstunden während der christlichen Ära dar.

Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tage wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt. (Johannes 11,9)

In der elften Stunde jedoch, als das Tageslicht schwächer wurde, begann die Gerichtsstunde und die Aufzeichnungen der Sterne des Orion begannen. Was ist aber mit den 4000 Jahren vor Christus, als die Erde ohne Sein Licht war? Sollte es für diesen Zeitraum keine Aufzeichnungen im Orion geben? Unterschätzt nicht die Fähigkeiten des Schöpfers! Die große Weltenuhr wiederholt sich in selbstähnlicher Weise.

Die 4000 Jahre der Finsternis können wunderschön auf einem einzigen Orion-Zyklus abgebildet werden, wenn wir den doppelten Zeitrahmen der 2016 Jahre der christlichen Ära verwenden. Wenn wir von der Geburt Christi 4032 Jahre zurückgehen, bringt uns das ins Jahr 4037 v. Chr. als das Jahr der Schöpfung. Das scheint aufs erste weit hergeholt zu sein, wenn man nur einen Traum von Bruder Scotram als Bestätigung hätte,[23] aber denkt daran, dass wir mit der wissenschaftlichen Methode arbeiten und deshalb wollen wir einige weitere Beweise betrachten, um zu sehen, ob sie diese Annahme stützen.

Orion, von der Schöpfung bis Christus

Die biblische Chronologie ist ein Thema, das Gelehrte seit Jahrhunderten herausforderte und über das niemals ein Konsens erreicht wurde.

Die Aufstellung der Bibelchronologie ist seit langem der Heilige Gral der biblischen Archäologie und Wissenschaft – und es stellte sich heraus, dass dieses Ziel genauso schwer zu erreichen ist, wie das legendäre Gefäß.[24]

Gott aber, der das Ende von Anfang an kennt, machte seinen Kindern ein kostbares Geschenk: die Kenntnis der Zeit. Die Orion-Uhr ist der „Heilige Gral”, den die biblischen Chronologisten seit Generationen gesucht hatten! Lasst mich dies näher ausführen. Eines ist die Orion-Uhr nicht: sie ist nicht flexibel. Die Datumsangaben stehen fest. Nur wenn man die Sterne neu positionieren könnte, könnten sich die Daten ändern! Aber diese Inflexibilität gereicht uns zu unserem Vorteil. Durch sie wird uns ein solider Zeitrahmen gegeben, in dem die Ereignisse der Ge­schich­te anzuordnen sind. Ich kann hier zwar nur einige wenige Beweise präsentieren, aber es möge genügen zu sagen, dass die einzelnen Teilabschnitte der biblischen Ge­schich­te wunderbar in den Rahmen des Orion passen! Was wir euch in dieser Botschaft überbringen, ist ein gesamtes reifes Feld voll mit fruchtbaren Studien, wenn sie denn nur entsprechend anerkannt werden würden!

Mit dem Schöpfungsdatum 4037 v. Chr. können wir die Sintflut 1656 Jahre später für das Jahr 2381 v. Chr.[25] bestimmen. Das war ein Typus für das Ende der Welt. Wenn also irgendetwas im Orion markiert ist, müssten wir erwarten können, dass es die Sintflut ist! Und unsere Erwartungen werden nicht enttäuscht! Diese große 4032-Jahres-Uhr hat immer noch die gleichen 168 Einteilungen um sich herum, so dass die Sterne, die auf ein einzelnes Jahr im Gerichtszyklus zeigen, im Schöpfungszyklus auf eine 24-Jahres-Spanne verweisen. Interessanterweise kam die Sintflut im letzten Jahr der 24-Jahres-Zeitspanne, die von Beteigeuze markiert ist! Sie ist nicht nur durch den Stern, der mit massenhaftem Blutvergießen und Krieg verbunden ist, markiert – dem Stern, der eine entstehende Supernova ist und möglicherweise das Leben auf der Erde in sehr drastischer Weise beeinflussen könnte – sondern, wie Gott eben ist, bettet Er einen kleinen Hinweis auf Seinen eigenen Charakter in das Datum mit ein:

Der HERR ist langmütig und [aber] von großer Kraft; aber er läßt gewiß nicht ungestraft. Des HERRN Weg ist im Sturmwind und Ungewitter, und Wolken sind der Staub seiner Füße. (Nahum 1,3)

Gnadenbeweise des HERRN sind’s, daß wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende; (Klagelieder 3,22)

Gregorianische Jahre und ihre entsprechenden biblischen Ereignisse

Die Flut hätte 23 Jahre früher kommen können und hätte noch immer in den Zeitrahmen gepasst, aber die Barmherzigkeit des Herrn hielt sie bis zum letzten Moment zurück, bevor sie im Widerspruch zur Uhr gestanden hätte.

Ein Wagenrad im Roten Meer
Ein Wagenrad im Roten Meer

Ein weiteres großes Ereignis in der Ge­schich­te des Volkes Gottes ist der Exodus. Dies war eine Zeit, als Gott viele große und wunderbare Werke tat und Sein Volk Israel begründete. Die ägyptischen Plagen, die Teilung des Roten Meeres,[26] der Bau der Stiftshütte in der Wildnis, das große Spektakel, als Gott die Zehn Gebote in steinerne Tafeln schrieb, die 40-jährige Wanderung in der Wüste und die Eroberung von Jericho, fielen alle auf den Zeitbereich innerhalb der Thronlinien des Schöpfungszyklus. Die wohl dramatischste Szene in dieser Zeit war der Donner des Dekalogs vom Sinai. Die Menschen hörten die Stimme Gottes mit eigenen Ohren und sahen den Berg mit Feuer brennen. Und sie hatten eine permanente Aufzeichnung der Handschrift Gottes, als Sein Finger die Steintafeln beim Schreiben der Zehn Gebote schmolz. Das Gesetz ist ein Ausdruck des Charakters Gottes. Es ist eine Beschreibung Gottes in kurzen und prägnanten Begriffen.

Wie passend also, dass dieses einzigartige Ereignis auf Seiner Uhr nicht durch irgendeinen Stern angezeigt wird, sondern von einem der Sterne, die Seinen Thron bzw. Seine eigene Person darstellen! Die enge Beziehung, die Er mit Israel hatte, als Er unter ihnen über dem Gnadenstuhl wohnte, der die Gesetzestafeln bedeckte und von wo aus Er mit Moses von Angesicht zu Angesicht sprach, zeigt Sein direktes und intimes Eingreifen, wie es in späteren Jahren nie mehr der Fall war, bis Jesus selbst auf Erden wandelte.

Ich will meine Wohnung [in der sich das Gesetz befand] unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen: und ich will unter euch wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. (3. Mose 26,11-12)

Es wäre also wirklich unangemessen gewesen, wenn dies durch irgendetwas anderes als die Thronsterne markiert worden wäre!

Bedauerlicherweise folgten aber die Israeliten in ihrer weiteren Ge­schich­te nicht dem Beispiel, dass Gott vor sie gesetzt hatte. Sie fielen ab und folgten stattdessen dem Vorbild der sie umgebenden Nationen, dienten ihren Göttern und entweihen sich mit ihren korrupten Praktiken. Jahrzehnt um Jahrzehnt mehrten sich der Verfall und die Distanz zu Gott, bis Er Jahrhunderte später schließlich mit der Trennung die Konsequenzen ergriff und die gesamte Nation Israel in Gefangenschaft geführt wurde, zunächst das nördliche Königreich und letztlich Juda. Auch wenn Manasse bereute und nach Jerusalem zurückkehrte und sein Enkel Josias viele tiefgreifende Reformen machte, während er König war, waren die Sünden Manasses der Wendepunkt, der verhinderte, dass Gott sich von Seinem Zorn abkehrte.

Und seinesgleichen ist vor ihm [Josias] kein König gewesen, der sich also von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem HERRN zuwandte, ganz nach dem Gesetze Moses; auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden. Doch kehrte sich der HERR nicht von dem Grimm seines großen Zornes, womit er über Juda erzürnt war, um aller Ärgernisse willen, womit Manasse ihn gereizt hatte. Denn der HERR sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht hinwegtun, wie ich Israel hinweggetan habe, und ich will diese Stadt Jerusalem, die ich erwählt hatte, verwerfen, und das Haus, von dem ich gesagt habe: Mein Name soll daselbst sein! (2. Könige 23,25-27)

Das entscheidende Jahr, als König Manasse in Gefangenschaft kam und das Urteil gegen Juda unwiderruflich wurde, war 677 vor Christus. Dieses Jahr fällt in den 24-Jahres-Abschnitt, der vom vierten äußeren Stern im Orion angezeigt wird! Dies ist der Stern, mit dem die Phase des fahlen Pferdes aus der Offenbarung beginnt und steht für den kompletten Abfall.

Wieder angelangt am Stern Saiph des weißen Pferdes, an dem sich der Kreis schließt, trifft die Vollkommenheit der Schöpfung zu Beginn des Zyklus auf die Perfektion der Erlösung an seinem Ende. Jesus, der zweite Adam, wurde geboren, um die Menschen von der Sünde zu retten.

Seht ihr, dass diese Beziehungen nicht alle nur purer Zufall sein können? Wenn es sich tatsächlich um zufällige Wechselbeziehungen handeln würde, dann müsste man erwarten können, dass ein ähnliches Niveau scheinbarer Korrelation in jeder anderen Konstellation ebenfalls zu finden sein müsste. Ich habe nun einige Beweise (wenn auch bei weitem nicht alle!) vorgestellt, die die Idee unterstützen, dass das Sternbild Orion von Gott in der Tat als eine Weltenuhr verwendet wird, die eng mit der Ge­schich­te der Menschheit verknüpft ist. Dies ist nicht etwa Astrologie, wo die Himmelskörper einen Einfluss auf die menschlichen Angelegenheiten haben sollen, sondern sie dienen als Zeichen, einem Zweck, der ihnen bereits bei der Schöpfung gegeben wurde:

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren; (1. Mose 1,14 Elberfelder)

Also, wenn es deine Hypothese ist, dass keiner dieser Zusammenhänge real ist, dann solltest du diese Hypothese testen, so wie wir unsere getestet haben! Wenn du ein ähnliches Niveau der Korrelation in jeder x-beliebigen anderen Konstellation finden kannst, dann würde dies sicherlich zeigen, dass es nichts Besonderes an diesen Wechselbeziehungen mit Orion gibt, so dass wir sie als von Gott entworfen betrachten sollten, um diese Botschaft zu geben. Das ist meine Herausforderung an alle und jeden. Zeigt uns Beweise dafür, dass diese Dinge keine beabsichtigten Beziehungen haben! Aber ihr werdet euch sehr schwer tun, auch nur eine einzige andere Konstellation mit sieben hellen Sternen zu finden, die über den Restlichen hervorscheinen, geschweige denn, vergleichbare logische und sinnvolle Beziehungen zum biblischen Bericht herzustellen, wie wir es mit dem Orion nicht nur einmal oder zweimal, sondern mehrfach und auf vielfältige Weise, gezeigt haben. Freund, das ist der Fingerabdruck Gottes! Wie lange wirst du Ihm noch widerstehen? Hör auf Seine Stimme, solange noch Zeit ist!

Tägliche Abhängigkeit

Als ob die beiden Zyklen nicht schon genug Beweise liefern würden, hat Gott noch mehr für die eingefleischten Skeptiker gegeben. Es gibt noch einen weiteren Orion-Zyklus, der verwendet werden kann, um die Hypothese zu testen: der Posaunen-Zyklus. (Es gibt sogar noch einen vierten Zyklus – den Plagen-Zyklus – der aber erst später in diesem Jahr beginnen wird und deshalb nicht für die Validierung verwendet werden kann.)

Die Orion-Botschaft ist mit der Ausgießung des Heiligen Geistes verbunden. Wir sind angewiesen:

suchet den, der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, und den Todesschatten in Morgen verwandelt und den Tag zur Nacht verfinstert, der den Wassern des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde: Jahwe ist sein Name; (Amos 5,8 Elberfelder)

Der Spätregen des Heiligen Geistes wird bereits seit fünf Jahren in Strömen ausgegossen! In diesen fünf Jahren haben sich etwa 1.400 Seiten unserer Versuche angesammelt, dieses Licht abzudrucken! Wir sind nicht selbst dieses Licht, sondern wir versuchen, dieses Licht zum Ausdruck bringen, so dass ihr es verstehen und mit anderen teilen könnt. Der einzige Grund, warum wir erwählt wurden, dieses Werk zu tun, ist, dass wir das Licht zuerst empfingen und genug an es glaubten, um unser Leben ihm gemäß zu leben und weil wir den Willen hatten, es zu teilen! Falls das Licht noch nicht so hell scheint, wie es scheinen sollte, ist es nicht die Schuld des Geistes, sondern aufgrund der Schwäche derer, die sich für Seine Dienste zur Verfügung gestellt haben! Wenn ihr es wünscht, wird der Heilige Geist euch in gleicher Weise benutzen. Werft uns also nicht vor (wie manche es tun), dass wir uns als exklusive „Elite” verstehen würden, die den Anspruch erheben, die Stimme Gottes auf Erden zu sein! Nein, aber das, was wir durch das Licht des Heiligen Geistes erkennen, teilen wir auch, auch wenn es manchmal auf dieses Missionswerk als Sprachrohr Gottes verweist. Oder habt ihr dieses folgende kleine Prinzip der Schrift vergessen:

sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen, (1. Korinther 1,27)

Er hätte niemals die weisen Männer der Gemeinde erwählt, das neue Licht des Spätregens zu geben, damit der Ruhm nicht Menschen zugeschrieben werden könnte. Stattdessen wählte er uns Narren, so dass niemand missverstehen könnte, dass es nicht unsere tiefe Weisheit ist, die wir übermitteln (als ob wir welche hätten), sondern es ist allein die Weisheit Gottes. Er nutzt unsere Schwäche und Neigung zu irren, so dass der Ruhm an Gott geht, wo er auch hingehört, und nicht an uns, auch wenn einige behaupten, dass die Übermittlung dieser Botschaft uns arrogant machen würde. Diejenigen, die verständig sind, werden die Wahrheit erkennen und verstehen, dass wir nur fehlerhafte Boten sind, die eine Botschaft, die von Gott kommt, so gut wir nur können weitergeben.

In unserer Opferschatten-Serie zeigen wir, wie die Mehl- und Öl-Gaben, die Israels Frühlings- und Herbst-Opfer begleiteten, auf eine besondere Zeit deuteten, zu der der Heilige Geist (das Öl) als Vertreter Jesu (das Mehl) in besonderen Messgrößen gegeben wird, wie Rationen zu Zeiten des Krieges, gerade genug, um durch eine Zeit des Mangels zu kommen, ohne jede weitere Reserve. Die Frühlingsopfer verweisen auf eine Zeit von 51 Tagen, die genaue Zeitdauer zwischen dem Tode Christi und der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger an Pfingsten.

Die Gaben der Herbstopfer waren viel reichlicher und zeigten auf einen längeren Zeitraum von 372 Tagen. Die Frühlingsfeste stehen für Jesu erstes Kommen, während die Herbstfeste Sein zweites Kommen symbolisieren, so dass sich diese 372-Tage-Frist auf das Ende beziehen muss. In der Tat sagte Jesus, dass es sein wird, wie es in den Tagen Noahs war. Das gilt im Hinblick auf die Zeit genauso, wie auf den Zustand der Gesellschaft. So gab es sieben Tage, an denen Noah und seine Familie in der Arche eingeschlossen waren und diese wurden von einem Jahr, an dem die Wasser der Flut auf der Erde waren, gefolgt. Und so ist es am Ende wieder. Die 372 Tage sind eine Zeitspanne von einer Woche, gefolgt von 365 Tagen, während der die Plagen auf der Erde sein werden.

Zusätzlich zu den Frühjahrs- und Herbstfesten und den damit verbundenen Opfern, gibt es zusätzliche Spezifikationen für Dienste, die zu einem besonderen Tempel gehörten, den Hesekiel in einer Vision sah und der nie gebaut wurde. Diese beziehen sich auf diejenigen, die im Geist und in der Wahrheit anbeten und nicht auf eine bestimmte Kirche. Diese besonderen Anweisungen besitzen ebenfalls eine Frühlings- und Herbst-Komponente und zusammen ergeben die Mehl- und Öl-„Rationen” einen Proviant für 1.260 Tage! Dies ist ein Zeitraum von dreieinhalb Jahren und bezieht sich auf den Dienst der 144.000, deren Tempel im Gesicht gesehen, jedoch nie gebaut wurde.

Da das Gericht an den Toten seinem Ende entgegen ging, hatte das Gericht an den Lebenden begonnen. Dies wird in Daniels Vision, die den Zeitrahmen angibt, dargestellt:

Und ich hörte zu dem in leinenen Kleidern, der über den Wassern des Flusses stand; und er hob seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwur bei dem, der ewiglich lebt [168 Jahre[27]], daß es eine Zeit [1 Jahr] und zwei Zeiten [2 Jahre] und eine halbe Zeit [ein halbes Jahr] währen soll; und wenn die Zerstreuung des heiligen Volkes ein Ende hat, soll solches alles geschehen. (Daniel 12,7 Luther)

Der Schwur bestand aus zwei Teilen: eine symbolische Komponente für die Zeitdauer, für die „hinfort keine Zeit mehr sein sollte[28] (die 168 Jahre des Gerichts an den Toten) und eine gesprochene Komponente für das Gericht an den Lebenden (für die diese Einschränkung nicht gegeben wurde).[29] Beide Teile wurden gleichzeitig dargestellt und ausgesprochen, was eine Überlappung darstellen soll. Diese dreieinhalb Jahre des Gerichts an den Lebenden sind die gleiche Periode von 1260 Tagen, für die die besonderen Rationen des Heiligen Geistes an die 144.000 gegeben wurden, damit sie sich sammeln und ihr Werk verrichten könnten.

Dieser Zeitraum ist auch im Gerichtszyklus der Orion-Uhr enthalten. Nach dem Abschluss des Gerichts an den Toten am Jom Kippur 2012 finden wir auf der Uhr noch eine weitere Markierung für das Jahr 2014, die für das jüdische Jahr von Jom Kippur 2014 bis Jom Kippur 2015 steht. Es gibt also drei Jahre verbleibender Zeit auf der Uhr nachdem das Gericht an den Toten abgeschlossen ist und eine Überlappung von einem halben Jahr, die im Frühjahr begann. Dies definiert die 1260 Tage von Hesekiels Opfergaben.

Lasst mich hier einen Augenblick innehalten und wiederholen, dass wenn es keine Wechselbeziehungen gäbe, man auch nicht erwarten könnte, dass die Uhr mit den verschiedenen Teilen der Heiligen Schrift, deren Themen alle im Zusammenhang stehen, harmonieren würde! Oder glaubt ihr an den blinden Uhrmacher?[30]

Stoßt in die Posaunen!

Auf diese 1260 Tage oder dreieinhalb Jahre wird wiederum bei der Öffnung des siebten Siegels verwiesen. Dies ist das einzige Siegel, das sich nicht wiederholt! Nur die ersten sechs Siegel wiederholen sich, aber das Siebente kommt nur einmal. Und die Bibel gibt sogar eine Zeitperiode an:

Und als es das siebente Siegel öffnete, entstand eine Stille im Himmel, von etwa einer halben Stunde. (Offenbarung 8,1)

Diese halbe Stunde wurde in prophetischer Zeit als die Reisedauer von 7 Tagen[31] zwischen Himmel und Erde ausgelegt, wenn der Himmel schweigen würde, weil Jesus und die Engel ihn verlassen haben würden, um auf die Erde zu kommen. Diese Deutung ist nützlich im Hinblick auf das Verständnis der 7-Tage-Zeitverzögerung, die oft in den Zeitlinien der himmlischen Ereignisse mit ihren irdischen Auswirkungen vorkommt. Aber sie passt nicht perfekt und zwar aufgrund des folgenden Verses:

Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden ihnen sieben Posaunen gegeben. (Offenbarung 8,2)

Das Problem ist, dass die sieben Posaunen erst kommen, nachdem das siebte Siegel geöffnet wurde! Wenn die Öffnung des siebten Siegels aber gerade mal 7 Tage vor dem Erscheinen Jesu erfolgen würde, dann bliebe keine Zeit mehr für das Erklingen irgendwelcher Posaunen, die Warnungen mit Gnade vermischt symbolisieren! Es gäbe also folglich nur eine 7-tägige Plagenzeit. Die Bibel enthält viele Prophezeiungen, die in unterschiedlicher Weise verstanden werden können. Diese sind abhängig von den getroffenen Entscheidungen der Gemeinde und den sich daraus ergebenden Bedingungen. Wie wir gegen Ende sehen werden, veränderte sich eine Menge in Bezug auf die Auslegung wegen der Ablehnung des Spätregens im Jahr 1888.

Himmlische Zeit
Abbildung 3 – Die Orion-Uhr zeigt himmlische Zeit an.

Aber mit dem Wissen über die Orion-Uhr, die die Uhr des Himmels ist, können wir die halbe Stunde Stille im Himmel in einem vollständigeren Licht verstehen. Wir müssen ein besseres Verständnis der Zeit haben. Es gibt buchstäblich ausgedrückte Zeit, prophetische Zeit, die dem Tag-für-Jahr-Prinzip folgt und himmlische Zeit, die dem Takt der Orion-Uhr folgt. Da das siebte Siegel von einer Stille im Himmel von einer halben Stunde spricht, sollten wir dies als eine himmlische halbe Stunde gemäß der Orion-Zeit verstehen! Eine Stunde auf der Gerichtsuhr sind sieben Jahre, folglich entspricht eine halbe Stunde dreieinhalb Jahren.

Das siebente Siegel weist auf die dreieinhalb Jahre des Gerichts an den Lebenden hin. Es gibt die Stille im Himmel nicht, weil er verlassen wäre, sondern weil seine Bewohner gerade dabei sind, die Weltereignisse mit angehaltenem Atem zu verfolgen, weil sie den Ernst der Ereignisse dieser Zeit erkennen. Auch die Glocken­spiele der Uhr sind verstummt. Wenn nur die Bewohner der Erde den Ernst der Zeit, in der wir leben, verstehen würden!

Während dieser dreieinhalb Jahre des siebten Siegels werden den sieben Engeln, die vor Gott stehen, sieben Posaunen gegeben. Der Kontext ist Orion; die sieben Sterne in der rechten Hand Jesu, die Er selbst als Engel auslegt:

das Geheimnis der sieben Sterne, die du auf meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden. (Offenbarung 1,20)

Also werden jetzt im siebten Siegel die gleichen Sterne, die die wichtigsten Ereignisse der biblischen und der Advent-Ge­schich­te hervorhoben, als Engel, die Posaunen erhalten, eingeführt! Dies führt zur Entdeckung des Posaunenzyklus der Orion-Uhr! Aber wie sollen wir wissen, in welchen Zeitrahmen der Zyklus einzupassen ist?

Früher habe ich bereits die Tempel-Vision Hesekiels erwähnt und wie die Gaben, die ihm in den Opfergesetzen beschrieben wurden, auf die 1260 Rationen des Heiligen Geistes hinwiesen. Dies entspricht dem Zeitrahmen für das Gericht an den Lebenden. Aber diese 1260 Tage bestehen aus einer Frühlingsperiode von 636 Tagen, gefolgt von einer Herbstperiode von 624 Tagen. Bedenkt, dass die Frühlingsfeste auf Jesu erstes Kommen deuteten, während die Herbstfeste auf Seine Wieder­kunft verweisen. Also ist auch nur die zweite Periode als letzte Warnung vor Seiner Rückkehr anwendbar! Die 624 Tage erstrecken sich vom 1. Februar 2014 bis zum 17. Oktober 2015.

Wir haben die ersten fünf Posaunen und was passiert ist, in einem kürzlich erschienenen Artikel bereits schön zusammengefasst. Also werde ich das hier nicht wiederholen. Aber ich möchte auf die sechste Posaune näher eingehen. Der Stichtag für die sechste Posaune war der 8. Juli 2015. Denkt daran, dass die Daten nicht geändert werden können! Die Uhr wurde bei der Schöpfung eingestellt und hat diese Termine stillschweigend für Tausende von Jahren angezeigt. Ist es nicht ein wenig interessant, dass die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten ihre Weltversammlung der Generalkonferenz während dieses Zeitpunkts hatte? Doch nicht nur das, sondern es war dieser ganz bestimmte Tag, als die bedeutendste Abstimmung in der Ge­schich­te der Kirche seit 1888 stattfand! Seit Tausenden von Jahren zeigte Gottes Uhr dieses spezielle Ereignis auf den genauen Tag an! Es gab an diesem Tag keine andere Abstimmung. Glaubt ihr, dass dies nur ein zufälliges Zusammentreffen sein könnte?

Abfall bis zum Torschluss

Die Genauigkeit des Datums wurde seltsamerweise durch unsere falsche Erwartung überschattet. Da wir die Zeichen des Abfalls in der Gemeinde wahrnahmen und vor den Folgen jahrelang gewarnt hatten und die Anstrengungen sahen, die die Leitung zugunsten der Frauen­ordi­nation unternahm, erwarteten wir, dass die Kirche mit „Ja” stimmen würde und Gott rasch Sein Strafgericht bringen würde. Als sie aber mit „Nein” stimmten und die Konferenz beendet wurde und die Delegierten in Frieden nach Hause gingen, waren wir nicht mehr sicher, wo wir standen. War nun alles falsch gewesen? War die Kirche jetzt in einem besseren Zustand als Ergebnis ihrer Abstimmung? In unserer Unsicherheit schlossen wir unser Missionswerk (d.h., wir machten die Websites unzugänglich) für eine Woche, bis wir weiteres Licht hatten.

Die Kirche ist schon seit langer Zeit im Abfall. Es war im Jahr 1986 – im Jahr, das durch den Stern des fahlen Pferdes, Rigel, gekennzeichnet ist – als die Kirche begann, öffentlich an der öku­me­ni­schen Bewegung und beim päpstlichen „Weltgebetstag für den Frieden der Religionen” in Assisi[32] teilzunehmen. Dies war der Zeitpunkt, als der Abfall in der Gemeinde begann, Frucht in Bezug auf die Einheit mit Rom zu tragen! Heute, fast 30 Jahre später, nachdem sie stetig mehr und mehr ökumenisch und freundlich gegenüber dem Papst wurde, ist die ZEIT gekommen, einen Schlussstrich zu ziehen! Mit dieser Botschaft, die im Jahr 2010 öffentlich erschien, zeichnete Gott die Trennlinie ganz klar. Durch die Bekanntgabe des Tages Seines Zorns, gab Gott Seine letzte Frist für die Reformation.

Als sich der Zeitpunkt näherte und die Kirche keine Anzeichen von Umkehr oder wenigstens irgendeine Verlangsamung ihrer Tendenz zur Einheit mit Rom zeigte, begannen sich, ihre Türen zu schließen, da die letzten Chancen für die Kirche, formelle Anstrengungen zur Buße und Erneuerung zu machen, ungenutzt vergingen. Zuerst endete das Gericht an den Toten am Großen Sabbat, den 27. Oktober 2012. In diesem Teil der Gerichtszeit war der Sabbat das Hauptthema gewesen und an seinem Ende lehnte die Kirche Gottes Autorität dreist gerade in Bezug auf den Sabbat ab und zwar zugunsten der beanspruchten Autorität des Papstes. Wie bereits erwähnt, geschah dies, indem man Gottes wöchentlichen Schöpfungsgedenktag, den Sabbat, ignorierte und stattdessen einen menschengemachten Gedenktag an nur einem Sabbat die Ehre gab! Die Kirche schloss ihre Türe selbst zu und beraubte sich damit ihrer letzten Möglichkeit, das Brechen des Sabbats während der ihr eingeräumten Zeit zu bereuen. Die Handschrift war nun an der Wand.

Aber Gott vollstreckt ein Urteil niemals übereilig! Wie im Gleichnis vom Feigenbaum, bat Jesus, der mit diesem unfruchtbaren Kirchen-Baum drei Jahre lang (2010-2012) gearbeitet hatte, damit er Früchte trüge, um ein weiteres Jahr.[33] Aber was geschah in diesem zusätzlichen Jahr der Gnade? Im Jahr 2013 begannen sich sichtbare Bestätigungen unserer Botschaft zu ereignen, aber die Kirche gab keine Lebenszeichen von sich. Dann, in der Zeit des Gerichts an den Lebenden, als das Hauptthema vom Sabbat auf seine Zwillingsinstitution der Ehe und entsprechende Beziehungen überging, verkündigte sie ihre fortgesetzte Rebellion gegen Gottes Autorität mit der Wahl von Sandra Roberts als Präsidentin der Südost-Kalifornien-Konferenz. Wann fand diese offizielle Auflehnung statt? Am 27. Oktober 2013:[34] genau ein Jahr auf den Tag, nachdem sie ihr Schicksal am Ende des Gerichts an den Toten besiegelt hatte! Es konnte keine Frucht zur Ehre Gottes auf dem kargen Baum gefunden werden, trotz all der zusätzlichen Mühe, die ihr in diesem Jahr zuteilwurde.

Aber das Gericht an den Lebenden war noch nicht vorbei. Es war noch nicht klar, was die Probleme waren und es war mehr Zeit nötig, damit alle sehen konnten, wohin dies führen würde. Die dritte Posaune des Orion-Posaunenzyklus kündigte mit perfekter Präzision die fortgesetzte Einheit der Kirche mit Rom an, da sie genau auf sowohl die katholische außerordentliche Bischofssynode über die Familie und die Jahresversammlung der Adven­tis­ten zeigte. Gottes Augen wachen über die ganze Erde und sehen, was die Leiter Seines Volkes hinter verschlossenen Türen tun. Und Zeit ist das am besten geeignete Werkzeug, ihre Motive zu enthüllen. Dies war die letzte Sitzung, während der eine Reform in der Kirche in Vorberei­tung auf die Generalkonferenz-Vollversammlung hätte beginnen können, dem einzigen Organ, das mit der Autorität ausgestattet ist, über kirchenweite Initiativen abzustimmen.

Die Aufgabe des Studienausschusses [über die Theologie der Ordination] wird es sein, so viele Informationen wie möglich über das ihm zugewiesene Thema zur Verfügung zu stellen, die von der Generalkonferenz-Verwaltung im Juni 2014 überprüft werden sollen. Danach wird der vollständige Bericht dem Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz zur Überprüfung vorgelegt und auf der Jahresversammlung 2014 erörtert werden. Die Jahresversammlung 2014 wird über alle möglichen Einzelteilen entscheiden, die der Generalkonferenz-Vollversammlung 2015 vorgelegt werden. [35]

Bei dieser Versammlung wurde der Wortlaut der Fangfrage festgelegt, über die auf der Generalkonferenz-Vollversammlung 2015 in San Antonio abgestimmt werden würde. Abermals schlossen sie sich selbst die Tür zu und zwar durch ihre hartnäckige Missachtung der Warnungen vor dem drohenden Strafgericht, die Gott durch unser Missionswerk der Kirche gab.

Die sechste Posaune des Orion-Posaunenzyklus zeigte mit der gleichen Präzision auf genau den Tag, an dem die Kirche über diese Fangfrage abstimmen würde. Im Nachhinein betrachtet, erkennt man den Trick in der sorgfältig formulierten Frage und warum Ted Wilson ausdrücklich darum gebeten hatte, dass keine Anträge gestellt werden würden, sie umzuformulieren. Es spielte nämlich keine Rolle, ob es ein „Ja”- oder „Nein”-Votum war, da beide dieselbe Wirkung haben würden.

Die Fangfrage war so gestellt worden, dass sie den Anschein erwecken sollte, dass es um die Frauen­ordi­nation ging, aber war das wirklich der Fall gewesen?

Ist es den Vorständen der Divisionen erlaubt, nach ihrem eigenen Ermessen in ihrem Hoheitsgebiet zu handeln und es zu ermöglichen, Frauen für den Evangelisierungsdienst zu ordinieren?

Bei der Frage ging es nicht darum, ob es angemessen sei, Frauen zu ordinieren, sondern ob es akzeptabel sei, dass die Kirchen-Divisionen die Frage selbst entscheiden. Mit anderen Worten war es eine Frage der Autorität. Muss jede Division der Generalkonferenz Gehorsam leisten oder könnten sie für sich selbst entscheiden? Eine Schlagzeile formulierte es treffend: „Frauen­ordi­nation: Die Divisionen dürfen nicht entscheiden” [Englisch]. Im Lichte der vorangegangenen Untätigkeit der Kirche in Bezug auf die Rebellion der Südost-Kalifornien-Konferenz – was einer passiven Zustimmung gleichkam – könnten wir die Frage wie folgt neu formulieren:

Ist es den Vorständen der Divisionen erlaubt, Gottes Autorität nach eigenem Ermessen zu missachten, [ein Ja-Votum] oder müssen sie der Leitung der Generalkonferenz gehorchen, um Gottes Autorität zu missachten [ein Nein-Votum]?

Es gab keine Möglichkeit in der Frage, für eine Reform zu stimmen. Man konnte entweder Gottes Autorität direkt ignorieren oder Ted Wilsons Ansatz des Nichtstuns als Missachtung der Autorität Gottes, die bereits stattfindet, gutheißen. Kann eine Antwort auf diese Frage wirklich als die Stimme Gottes verstanden werden? Es hätte eine Empfehlung für eine Reform ausgesprochen werden müssen und zwar der Reform der Praxis, die Unterschiede zwischen den Rollen von Männern und Frauen auf lediglich semantische Fragen zu reduzieren, wo Frauen als „kommissioniert” und Männer als „ordiniert” bezeichnet werden, während sie in Wahrheit ermächtigt sind, im Wesentlichen die gleichen Aufgaben durchzuführen. Und warum ist das geschehen? Aus Liebe zum Geld, denn die Kirche ist bereits zuvor mit dem Staat durch die Annahme seiner Bedingungen Kompromisse eingegangen, damit sie weiterhin für die Steuerbefreiung im Rahmen der 501(c)(3)-Klausel in den USA[36] qualifiziert ist. Die Verwendung von unterschiedlichen Begriffen war ein bequemer Weg, die Veränderungen zu tarnen. Jetzt, da man keine wirklichen Unterschiede mehr zwischen den Rollen von Männern und Frauen erkennen kann, scheint es geradezu lächerlich, zu viel Aufhebens über die Verwendung dieser unterschiedlichen Bezeichnungen zu machen. Die Wahrheit ist, dass wir bereits vor Jahren mit „Ja” für die Ordination von Frauen gestimmt haben, indem wir Frauen die Autorität einräumten, Rollen einzunehmen, die Gott für Männer reserviert hatte, auch wenn wir sie technisch für ihren Dienst nicht „ordinierten”!

FEUERTÜRE GESCHLOSSEN HALTENDie Frage, was am 8. Juli passiert ist, stellt man am besten in Bezug auf das, was nicht geschehen ist! Gottes Uhr sagt uns, dass dies die letzte Generalkonferenz-Vollversammlung vor Jesu Wieder­kunft war. Das bedeutet, dass es auch die letzte Gelegenheit war, die notwendigen Reformen durchzuführen. Hatte die Abstimmung dies zum Inhalt? Nein! Nichts wurde getan, damit eine Reue oder eine Umkehr in Bezug auf den langjährigen Fehler der Kirche, Frauen in der Verwaltung zuzulassen, eintrat. Stattdessen wurde Ella Simmons als Vizepräsidentin wiedergewählt und die Divisionen müssen die Autorität der Kirche akzeptieren, auch wenn sie gegen den Willen Gottes steht. So wurde die letzte Gelegenheit für die Kirche, sich durch Unterordnung unter Gott zu demütigen, verpasst. Die von der Frau symbolisierte Kirche wollte sich Christus, der durch den Ehemann dargestellt ist, nicht unterstellen.[37] Und da es keine weiteren Gelegenheiten mehr gibt, bevor Jesus wiederkommt, hat die Kirche noch einmal die Gnadentür für sich selbst gegen die Warnungen unserer Bewegung geschlossen. Und dies war die letzte Tür.

Vergleicht die Aktionen der Kirche mit den Warnungen Gottes, die ihr durch diese Bewegung gegeben wurden:

DatumKirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­tenLetzter­Count­down-Missionswerk
7. April 2012 Der Vater verließ das Heiligtum.
(1. Tag der ungesäuerten Brote – Großer Sabbat.)
März & April: In Südkalifornien wurde eine Erhebung zur Unterstützung der Frauen­ordi­nation durchgeführt.[38] „Gehet hinter ihm her durch die Stadt und erwürget.” (Hesekiel 9,5)
„Dann will ich eure Feste in Trauer verwandeln... man wird trauern wie um einen einzigen Sohn, und das Ende wird sein ein bitterer Tag.” (Amos 8,10)
6. Mai 2012
Beginn des Gerichts an den Lebenden
Die Entscheidung der Südkalifornischen Konferenz, die Frauen­ordi­nation zu unterstützen, wurde veröffentlicht.[39] Ein Aufruf an den Einzelnen, „Seinen Charakter und Sein Gesetz, koste es was es wolle, beständig zu verteidigen.”
„Unsere Vermutung: Feuerbälle[40]
27. Oktober 2012
Ende des Gerichts an den Toten
Bevorzugung der päpstlichen statt der Autorität Gottes, durch Feier des „Schöpfungssabbats”, statt den Schöpfungsgedenktag am wöchentlichen Sabbat anzuerkennen.41 „...[Ich] rieb sie im Feuer meines Grimmes auf und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht Gott, der HERR.” (Hesekiel 22,31)[41]
27. Oktober 2013
Ende des zusätzlichen Jahrs der besonderen Pflege, das der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten gewährt wurde
Gottes Autorität, die Hierarchie der Verantwortlichkeit in den menschlichen Beziehungen zu regeln, wurde abgelehnt: Sandra Roberts wurde zur Konferenz-Präsidentin gewählt.34 „Der Besitzer des Weinbergs sagt: ‚Hau ihn ab!’[42]
12. Oktober 2014
Dritte Posaune des Orion-Posaunenzyklus
Die Jahresversammlung stimmte ab,[43] das Thema der Frauen­ordi­nation bei der Vollversammlung der Generalkonferenz 2015 vorzulegen.[44] „Sie sind dem HERRN untreu geworden; denn sie haben fremde Kinder gezeugt; jetzt wird ein Neumond sie fressen samt ihren Erbteilen.” (Hosea 5,7)[45]
8. Juli 2015
Sechste Posaune des Orion-Posaunenzyklus
Die Vollversammlung der Generalkonferenz stimmte darüber ab, ob die einzelnen Divisionen selbständig die Frauen­ordi­nation erlauben dürfen.[46] „Reinige Du, O HERR, Dein Haus vom Gestank der Jesuiten und des Abfalls! Lass Dein verzehrendes Feuer gemäß Hesekiel 9 sein Werk verrichten, damit Deine Gemeinde wieder in dem Lichte erstrahlen kann, das Du ihr zugedacht hast, dass es den ganzen Erdkreis erhellen möge.”[47]

Siehst du, wie unsere Warnungen, die wir gemäß der auf Gottes Uhren angezeigten Zeiten gaben, offenbaren, dass Gott versucht, uns etwas über Sein Missfallen mitzuteilen? Oder glaubst du, dass die perfekte Übereinstimmung der Zeiten an zahlreichen Punkten alle nur ein großer Zufall sind? Bei jedem Datum erwarteten wir, dass Gott rasch Seine Gerichte senden würde, aber Gott war sehr geduldig. Machen wir uns nichts vor: Obwohl Gottes Geduld angezeigt wird, stehen die Warnungen doch immer noch klar dort: Tut Buße, denn die Vernichtung ist bestimmt. Wir sind über den Punkt hinausgekommen, wo Buße das Strafgericht verhindern könnte. Es gibt keine Möglichkeit mehr für eine körperschaftliche Buße und individuelle Buße wird nur das Heil des Einzelnen schützen. Das Strafgericht über die Kirche, vor dem wir gewarnt haben, wird kommen. Wenn nicht jetzt, dann wird es in den Plagen sein!

Einer sollte sich fragen, ob es barmherziger ist, das reinigende Feuer zu verzögern oder sein Werk früher verrichten zu lassen! Es kann sein, dass Gott es für richtig hält, das Strafgericht bis zu den Plagen hinauszuschieben und das Volk ohne jedes Zeichen zu lassen, damit es weiterhin den Lügen aus Bequemlichkeit Glauben schenkt.

und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, ... dessen Auftreten nach der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit unter denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben. (2. Thessalonicher 2,8-12)

Jesus sagte, dass einem bösen und ehebrecherischen Geschlecht (wie den Siebenten-Tags-Adven­tis­ten von heute) kein Zeichen gegeben werden würde, außer dem Zeichen der scheinbaren Niederlage, als sie ihren Willen bekamen, das Licht, das sie hätte retten können, auszulöschen. Also warte nicht auf ein Zeichen, sondern folge dem Licht!

Die Absonderung von den Verurteilten

Höret dieses Wort, das ich über euch erhebe, ein Klagelied, Haus Israel [Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten]! Sie ist gefallen, die Jungfrau Israel, sie wird nicht wieder aufstehen; sie liegt hingeworfen auf ihrem Lande, niemand richtet sie auf. ... Denn so spricht Jahwe zum Hause Israel: Suchet mich [allein] und lebet. Und suchet nicht Bethel [wörtlich: „das Haus Gottes”] auf, und gehet nicht nach Gilgal [das „Rad”], und gehet nicht hinüber nach Beerseba [der Brunnen von Abrahams Eid, dass er nicht trüglich handeln würde]; denn Gilgal wird gewißlich weggeführt und Bethel zunichte werden. Suchet Jahwe [außerhalb des „Hauses Gottes”] und lebet, damit er nicht in das Haus Josephs eindringe wie ein Feuer und es verzehre, und für Bethel niemand da sei, der es lösche- sie verwandeln das Recht in Wermut und werfen die Gerechtigkeit zu Boden-; suchet den, der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, und den Todesschatten in Morgen verwandelt und den Tag zur Nacht verfinstert, der den Wassern des Meeres ruft und sie ausgießt über die Fläche der Erde: Jahwe ist sein Name; (Amos 5,1-2.4-8 Elberfelder)

Israel ist ein Typus für die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten. Aber die Jungfrau Israel hat sich zu einer Huren-Tochter Babylons entwickelt. Jesus „gab ihr Zeit, Buße zu tun, und sie will nicht Buße tun von ihrer Unzucht”.[48] Daher „wird sie nicht wieder aufstehen”.

Nun spricht der HERR zu denen in der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten, wie Er auch zu denen in anderen Kirchenorganisationen redet: „Suchet den Herrn und lebet”, sucht aber nicht eure Kirche – euer Haus Gottes – denn jedes „Haus Gottes” wird zunichte werden. Geht nicht zum Brunnen, der schwört, die Wahrheit zu sagen[49] (mit „Nein” gegen die Frauen­ordi­nation zu stimmen), der aber kein lebendiges Wasser hat. Steigt nicht in das Hamsterrad von endlosen Runden des Lebens, ohne dass ein Ende der Sünde in Sicht ist. Habt ihr nicht die Warnung von Gott (und nicht von uns) gehört, dass Er wie ein Feuer ausbrechen wird, weil Sein Volk Ihn verlassen hat? Habt ihr die Antwort gehört? „Suchet den, der die sieben Sterne und den Orion gemacht hat.”

Ja, lieber Leser, jetzt ist die Zeit gekommen, um Gott im Geist und in der Wahrheit anzubeten, wie es Jesus sagte. Als er mit der Frau am Brunnen sprach und sie nach dem geeigneten Ort für die Anbetung fragte, sprach Er:

Unsere Väter haben auf diesem Berge [Glaubensgemeinschaft] angebetet; und ihr sagt, zu Jerusalem [in der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten] sei der Ort, wo man anbeten solle. Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde [und ist jetzt gekommen], wo ihr weder auf diesem Berge [Glaubensgemeinschaft], noch zu Jerusalem [in der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten] den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden [treuen Bewahrern der Lehren der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten]. Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. (Johannes 4,20-23)

Du denkst, dass du den Vater anbetest, weißt aber nicht, dass es nicht Er ist, den du anbetest! Sei nicht wie diejenigen, die nach 1844 nicht mehr wussten, wen sie anbeteten:

Ich wandte mich nach der Schar um, die noch vor dem Throne lag; sie wußten nicht, daß Jesus sie verlassen hatte. Dann schien Satan bei dem Throne zu sein und zu versuchen, das Werk Gottes zu treiben. Ich sah sie zu dem Throne aufschauen und beten: „Vater, gib uns deinen Geist.” Satan hauchte dann einen unheiligen Einfluß über sie aus; indem selben war Licht und viel Macht, aber keine süße Liebe, keine Freude und kein Friede. Satans Werk war, sie zu betrügen und Gottes Kinder irre zu führen. {EG 46.1}[50]

Es ist zwingend notwendig, dass ihr erkennt, dass der Vater die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten verlassen hat,[51] weil sie Seine Autorität über sie abgelehnt hat. Es gibt jetzt keine Wahl mehr, außer jede Verbindung mit dieser und anderen kirchlichen Organisationen zu trennen, es sei denn, ihr möchtet die Plagen mit ihnen erhalten.

Wenn die Kirche Gottes lauwarm wird [Kann geleugnet werden, das sie das ist?], steht sie nicht mehr in der Gunst Gottes, als die Kirchen, die als gefallen und als eine Behausung der Dämonen und ein Behältnis aller unreinen Geister und als Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel [d.h. Babylon] dargestellt werden. Diejenigen, die die Möglichkeit hatten, die Wahrheit zu hören und zu empfangen und sich mit der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten vereinigt haben und sich selbst als das Gebote-haltende Volk Gottes bezeichnen und doch nicht mehr Lebenskraft und Weihe an Gott besitzen, als die Namens-Kirchen, werden die Plagen Gottes genauso sicher erhalten, wie die Kirchen, die sich dem Gesetz Gottes widersetzen. Nur diejenigen, die in der Wahrheit geheiligt sind, bilden die königliche Familie in den himmlischen Wohnungen, die Christus für diejenigen bereitet hat, die Ihn lieben und Seine Gebote halten. {19MR 176.1}[52]

In der Tat ist die Kirche nicht nur lauwarm geworden, sondern hat sogar Unzucht mit der Welt getrieben.

Viele der pro­tes­tan­ti­schen Kirchen [was jetzt die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten mit einschließt] folgen Roms Beispiel der schriftwidrigen Verbindung mit „den Königen auf Erden” — die Staatskirchen durch ihre Beziehung zu den weltlichen Regierungen [der UNO], und anderen Gemeinschaften [die Ökumene-Bewegung],[53] indem sie die Gunst der Welt suchen. Der Ausdruck Babylon (Verwirrung) mag mit Recht auf diese Gemeinschaften angewandt werden, da alle bekennen, ihre Lehren der Heiligen Schrift zu entnehmen, und doch in fast unzählige Sekten und Gruppen zersplittert sind mit weit voneinander abweichenden Glaubensbekenntnissen und Lehren. {GK 386.1}[54]

Wie lange werdet ihr damit fortfahren zu glauben, dass die organisierte Kirche unbesiegbar sei und nicht zu Babylon werden könnte? Wie lange werdet ihr wie die Ankläger des Jeremia sprechen:

Da sprachen die Priester und die Propheten zu den Fürsten und zum ganzen Volk: Dieser Mann [Jeremia] ist des Todes schuldig, weil er wider diese Stadt [Jerusalem] geweissagt hat, wie ihr es mit eigenen Ohren gehört habt! (Jeremia 26,11)

Nur weil Ellen White zu ihrer Zeit einen Mann dafür rügte, die Kirche Babylon genannt zu haben, bedeutet dies, dass sie es niemals werden kann? Natürlich nicht! Die Lehren der Kirche sind nicht Babylon. Sie sind rein, aber die Organisation ist korrupt geworden und kann nicht mehr von Babylon unterschieden werden.

Die Welt darf nicht in die Kirche eingebracht und mit der Kirche verheiratet werden. Durch die Vereinigung mit der Welt, wird die Kirche korrupt werden, – „ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel”. Die Gewohnheiten der Welt dürfen in ihr keinen Platz haben, denn sie werden zu offenen Türen, durch die der Prinz der Dunkelheit Einlass finden wird und die Trennungslinie wird nicht mehr unterschieden werden können, zwischen denen, die Gott dienen und denen, die Ihm nicht dienen. {RH February 26, 1895, par. 4}[55]

Satan ist der Zugführer, dem alle Weltreligionen und darunter der Siebenten-Tags-Adventismus folgten.

Der Völkerzug

Ein Eisenbahnzug [im Englischen „mit Waggons” = Organisationen] wurde mir gezeigt, der mit der Schnelligkeit des Blitzes dahinfuhr. Der Engel gebot mir, aufmerksam zuzusehen, und ich richtete meine Augen auf den Zug. Es schien, als ob die ganze Welt darauf wäre. Dann zeigte er mir den Zugführer, der [im Englischen: dessen PERSON] [Papst Franziskus] stattlich und schön aussah und auf den alle Reisenden blickten und ihm Ehre erwiesen. Ich war verwirrt und fragte meinen begleitenden Engel, wer dies sei. Er sagte: „Es ist Satan. Er ist der Zugführer in der Gestalt eines Engels des Lichts. Er hat die Welt gefangen genommen. Sie sind in kräftige Irrtümer dahingegeben, daß sie glauben der Lüge und verworfen werden. Sein Angestellter, der Höchste nach ihm ist der Lokomotivführer, und andere bekleiden verschiedene Stellen, wie er es nötig fand. Sie fahren alle mit der Schnelligkeit des Blitzes zur Verdammnis.” {EG 255.2}

Ich fragte den Engel, ob niemand zurückgelassen sei. Er gebot mir, nach der entgegengesetzten Richtung zu schauen, und ich sah eine kleine Schar [keine Waggons/Organisationen], die auf einem schmalen Fußwege ging. Alle schienen durch die Wahrheit fest vereinigt zu sein. Diese kleine Schar sah aus, wie von Kummer aufgerieben, als wenn sie durch schwere Mühseligkeiten und Kämpfe gegangen sei. Es schien, als ob die Sonne gerade hinter einer Wolke hervorgegangen sei und auf sie schiene, indem sie triumphierend ihrem bald errungenen Siege entgegen sahen. {EG 255.3}

Ich sah, daß der Herr der Welt Gelegenheit gegeben hat, den Fallstrick zu erkennen. Eine Sache wäre genügender Beweis für den Christen, wenn kein weiterer da wäre, nämlich, daß kein Unterschied zwischen dem Guten und dem Schlechten gemacht wird. {EG 256.1}[56]

Hast du die Falle entdeckt? Wenn der Kirchenpräsident lächelnd mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zusammensteht, wird da noch ein Unterschied zwischen dem Guten und dem Schlechten gemacht? Die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten ist unter der Leitung Roms, genau wie alle anderen Kirchen. Sie ist nur ein anderer Zugwaggon im Gefolge der verehrten, stattlichen Person, die niemand anderes als Satan ist, der als ein Engel des Lichts kam, um sogar die Auserwählten zu verführen! Konntest du den Fallstrick entdecken? Oder wirst du weiterhin an der Idee festhalten, dass Satan als ein buchstäblicher leuchtender Engel kommen wird? Ist es dir jemals in den Sinn gekommen, dass Satan Optionen hat, so wie auch Gott sie hat, und dass sein Plan für 1888 nicht mehr sein Plan für heute sein könnte? Es gibt mehr als einen Weg zu behaupten, Christus zu sein! Wenn die Bibel sagt, dass „die ganze Erde verwunderte sich des Tieres [des Papsttums]”,[57] vielleicht bedeutet es wirklich: alle!

Jede Organisation, die erlaubt hat, dass die Welt in sie eingeführt wurde, ist in dem Begriff „die ganze Erde” oder „die Welt” zu enthalten.

Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer der Welt Freund sein will, macht sich zum Feinde Gottes! (Jakobus 4,4)

Nur diejenigen, die keine Freunde der Welt sind, werden auch in der Lage sein, unabhängig von ihr zu bestehen. Der Vater sucht wahre Anbeter, die Ihn ohne konfessionelle Zugehörigkeiten anbeten werden.

Gott hat eine Kirche. Sie ist weder die große Kathedrale, noch eine nationale Einrichtung, sie ist auch keine der verschiedenen Konfessionen [einschließlich der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten]. Sie wird durch die Menschen gebildet, die Gott lieben und Seine Gebote halten. „Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.” Wo Christus ist, auch wenn es nur unter einigen wenigen Demütigen ist, das ist die Kirche Christi, weil nur die Anwesenheit des Hohen und Heiligen, der die Ewigkeit bewohnt, allein eine Kirche gründen kann. {17MR 81.4} [Übersetzt]

Verstehst du, was es bedeutet, dass die Bibel die Symbolik der Frauen zur Darstellung der Kirchen verwendet und dann sagt, dass die 144.000 sich nicht mit Frauen befleckt haben?

Diese sind es, die sich mit Weibern [Kirchen] nicht befleckt haben; denn sie sind Jungfrauen [d.h. sie haben keine Kirchenzugehörigkeit]. Diese sind es, die dem Lamme nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm, (Offenbarung 14,4)

Es geht nicht etwa nur um die unreinen Frauen, mit denen sie sich nicht befleckt haben (falls du denkst, es gäbe immer noch eine reine Kirche), sondern es geht um jegliche Frau, denn sie sind Jungfrauen! Sie haben keinerlei Beziehung zu irgendeiner Kirchenorganisation!

Erkenne das Licht der Wahrheit!

„Jedem aber, dem viel gegeben ist – viel wird von ihm verlangt werden.” So wie dem alten Israel war der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten viel Licht gegeben worden. Dies gab ihr aber auch große Verantwortung. Ellen White drückt es so aus:

Johannes kam in dem Geiste und der Kraft Elias, um das erste Kommen Christi zu verkündigen. Ich wurde auf die letzten Tage verwiesen und sah, daß Johannes diejenigen darstellte, die in dem Geist und der Kraft des Elias vorwärtsgehen, den Tag des Zornes Gottes und das zweite Kommen Christi zu verkündigen. {EG 144.2}[58]

Dies hätte die Rolle der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten sein sollen, aber sie lehnte dieses Privileg ab. Als Gott die Zeit verkündigte, hörte sie nur Donner und denunzierte den Spätregen als Täuschung des Teufels. Aber diejenigen unter ihnen, die zu den 144.000 gehörten, hörten die Stimme und verstanden sie, und mit Angesichtern, die vom Heiligen Geist erleuchtet wurden, schließen sie sich der Verkündigung des lauten Rufes an.

Wir haben die Botschaft, die uns gegeben wurde, noch nicht vollständig verstanden. Offensichtlich hat Gott mit Seinen Uhren ein Verständnis der Zeit gegeben, aber die Ereignisse, auf die sie zeigen, waren nicht immer ganz klar. Die deutlichsten Ereignisse, die mit einer angezeigten Zeit (sogar auf den Tag genau) zugeordnet werden konnten, sind die Plagen – der Zorn Gottes – und das zweite Kommen Jesu. Dies ist, was die Uhren von Anfang an eindeutig identifiziert haben. Wir haben uns bemüht, die Bedeutung der vielen anderen Datumsangaben, die Seine Uhren markieren, zu verstehen und wissend, dass das Strafgericht für die Sünden der Kirche und der Welt kurz bevorsteht und ihr Kelch der Ungerechtigkeit fast voll sein muss und ebenfalls wissend, dass ein zerstörerisches Ereignis in Träumen und Visionen als das Feuerball-Ereignis[59] beschrieben wurde, schrieben wir dieses Ereignis jeder Datumsangabe, für die es mögliche Anhaltspunkte für ein großes Unglück gab, zu.

Wir hatten immer im Sinn, dass das Volk Gottes mit einer genauen Vorhersage eines Ereignisses dieser Größenordnung endlich unmissverständlich das Licht in Seiner Botschaft sehen würde und die 144.000 gefunden und versiegelt werden könnten. Später haben wir verstanden, dass dies den Glauben, den die 144.000 zeigen müssen, ausschließen würde! Aber es scheint leider immer noch so zu sein, dass die einzige Botschaft, die Gottes schlafende Kinder verstehen können, nur Schmerz und Leid sind.

Im Nachhinein betrachtet, müssen wir erkennen, dass es uns anscheinend nie gegeben war, dieses Zeichen und Wunder vorherzusagen. Alles wurde uns vorhergesagt, aber das Wissen um dieses spezielle Wunder war uns bis heute nicht gegeben worden. Aber es ist, wie es sein sollte, denn Jesus selbst sagte es uns auf folgende Weise:

Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt. (Markus 13,22-23)

Die Uhren, die Gott uns gegeben hat, sagen alles voraus. Mit ihnen haben wir verblüffende Rätsel des Christentums gelöst, verschiedene Warnungen dargelegt, viel Tadel und Unterweisung gegeben, aber es wurden keine großen Zeichen und Wunder durch uns gezeigt, so viel wir es uns auch gewünscht haben mögen. Aber es gibt Hunderte von Menschen, die eine kommende große Katastrophe verkündigen und obwohl sie bei weitem nicht alle miteinander übereinstimmen, so laufen alle ihre Vorhersagen doch in einem Punkt zusammen: im September 2015! Werden sie Recht behalten? Wird Jesus sich selbst widersprechen?

Einige sagen, dass ein Asteroid die Erde treffen wird, andere sagen, dass es ein Komet oder „Nibiru” sein wird oder ein weltweiter Finanzkollaps usw. Und einige sehen die gleichen Warnzeichen wie wir, dass der Thron des Tieres und die Neue Weltordnung aufgerichtet werden. Sie fordern die Menschen auf, die Städte aus gesundem Menschenverstand heraus zu verlassen (während wir dies getan haben, weil Gott schon vor vielen Jahrzehnten offenbarte, dass es notwendig ist). Aber diese sind die falschen Propheten! Beachtet bitte, dass die falschen Propheten „Zeichen und Wunder tun werden”, während Jesus Seinen Jüngern alles voraussagt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass alles, was Er ihnen sagt, Wissen wäre, das der Welt mitgeteilt werden müsste! Er macht einen Unterschied zwischen Seinen Jüngern und dem Rest der Menschen. Wenn ihr nicht glaubt, dass Jesus alles vorhersagt, weil ihr immer noch denkt, dass Er weder Tag noch Stunde kennen würde, dann macht ihr es für euch selbst unmöglich, das Zeitwissen, das Er geben will, zu erhalten und die Ereignisse werden euch überrumpeln.

Wenn du nun nicht wachst, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht merken, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde. (Offenbarung 3,3)

Es ist ein böses und ehebrecherisches Geschlecht, das ein Zeichen fordert, um glauben zu können. Jesus möchte, dass wir die Liebe zur Wahrheit empfangen, damit wir gerettet werden und nicht aus Angst wegen Zeichen! Deshalb waren die Zeichen, die Er gab, still und leise. Und wenn die großen, angsteinflößenden Zeichen beginnen, wird es für Sein Volk zu spät sein, zu den 144.000 gehören zu können. Dies erfordert Glauben, der nicht abhängig von Zeichen ist. Sie werden wie ausgebrochene Zweige sein, deren Plätze von denen eingenommen werden, die vorher keine Gelegenheit hatten, die Wahrheit zu erfahren. Nur durch Reue können dann noch Adven­tis­ten zurück in ihren eigenen Baum eingepfropft werden, damit sie durch das Märtyrertum gerettet werden. Die Worte des Paulus gegenüber den Heiden gelten für die, die bis heute keine Gelegenheit hatten, die Wahrheit zu erfahren:

Nun sagst du aber: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde! Gut! Um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich! Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, so wird er wohl auch dich nicht verschonen. So schaue nun die Güte und die Strenge Gottes; die Strenge an denen, die gefallen sind; die Güte aber an dir, sofern du in der Güte bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden! Jene dagegen, wenn sie nicht im Unglauben verharren, sollen wieder eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wohl wieder einzupfropfen. (Römer 11,19-23)

Die vielen, die eine große Katastrophe im September ankündigen, mögen richtig liegen, aber denjenigen, die die Wahrheit lieben, wird das Unter­schei­dungs­ver­mögen gegeben, zu erkennen, dass sie falsche Propheten sind, denn die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus![60] Sie werden den Glauben haben, die Wahrheit gegen die Zeugnisse der Zeichen und Wunder zu glauben, während diejenigen, die Zeichen forderten, um zu glauben, sicherlich den falschen Propheten folgen werden, die ihnen ihre teuflischen Zeichen gaben! Sie alle lehren die eine oder die andere Form des Irrtums, wodurch sie andere in die Irre führen und durch starke Verblendungen betrügen.

ihn, dessen Auftreten nach der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit unter denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben. (2. Thessalonicher 2,9-12)

Denkt darüber nach! Welchen besseren Weg gäbe es für den Teufel, Gottes Kinder zu täuschen und zu verführen, als seine Propheten durch die präzise Vorhersage großer Zeichen und Wunder zu „bestätigen”? Die verängstigten Massen werden eifrig auf diese falschen Propheten schauen und Wissen zu ihren Füßen suchen, aber was werden sie finden? Die Wahrheit? Nein, sie werden alle die Irrtümer und falschen Lehren von Babylon finden, die von den Wunderzeichen “bewiesen” wurden.

Und die eine Kirche, deren Lehren rein sind, werden sie nicht suchen, weil sich nicht ein einziger Adventist jemals mit Zeit­fest­set­zen durch die Vorhersage eines Unglücks verunreinigen würde. In ihren Augen ist all das reiner Blödsinn und Futter für die blauäugigen Verschwörungstheoretiker. Nur das Letzter­Count­down-Missionswerk hat es gewagt, gegen die ständige Flut von Kritik und sogar Hass-Mails von unseren eigenen „Geschwistern” das Risiko einzugehen, beides zu tun, nämlich Zeiten zu setzen und vor kommenden Katastrophen zu warnen, ohne dabei eine einzige der Säulen des adventistischen Glaubens zu untergraben.

Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde [der Trübsal]? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! Das Volk nun, das dabeistand [desinteressierte Adven­tis­ten] und solches hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme erschollen, sondern um euretwillen. Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt! Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin [um im Orion gesehen werden zu können], werde alle zu mir ziehen. (Johannes 12,27-32)

Die Stimme, die vom Himmel erscholl, wurde nicht von allen verstanden. Einige hörten sie als irdischen Donner, während andere erkannten, dass die Stimme aus dem himmlischen Reich kam. Vergleicht dies mit der Vision von Ellen White:

Bald hörten wir die Stimme Gottes [vom Orion] gleich vielen Wassern, welche uns Tag und Stunde von Jesu Kommen mitteilte. Die lebenden Heiligen, 144.000 an der Zahl verstanden die Stimme, während die Gottlosen sie für Donner und Erdbeben hielten. Als Gott die Zeit verkündete goß er den Heiligen Geist auf uns aus, unsere Angesichter begannen zu leuchten, und die Herr­lich­keit Gottes spiegelte sich darauf, gleich wie bei Mose, als er vom Berge Sinai herabkam. {EG 12.1}[61]

Die Stimme aus dem Himmel, die einige als Donner wahrnehmen, ist die Stimme Gottes aus dem Orion, die uns Tag und Stunde des Kommens Jesu angibt! Und indem Er Seinen Namen (Charakter) in der Person Seiner Heiligen verherrlicht, leuchten ihre Gesichter auf und glänzen mit heiliger Freude und Frieden. Wenn Jesus im Orion erhöht wird und zwar durch Sein Volk, indem es anerkennt, dass Seine Botschaft die himmlische Stimme ist, anstatt nur irdischer Donner, und zulässt, dass der Vater Seinen Namen in ihnen verherrlicht, wird Er alle Menschen vom Orion aus an sich ziehen.

Selbst­auf­opfern­de Liebe

Natürlich war es am Kreuz, wo Jesus erhöht wurde und wohin alle Menschen gezogen werden. Aber Jesus sagte auch:

Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf [dem Beispiel Jesu folgend] und folge mir nach [indem er die gleiche selbstaufopfernde Liebe zeigt]. Denn wer irgend sein Leben erretten [erhalten] will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. (Matthäus 16,24-25 Elberfelder)

Die Liebe Jesu für die Menschheit führte Ihn dazu, Sein eigenes ewiges Leben für sie hinzugeben, und Er ermahnte Seine Jünger eindringlich, die gleiche Liebe zueinander zu zeigen.

Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe. Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete. (Johannes 15,12-14)

Liebesdiagramm
Abbildung 4 – Eine Darstellung von Johannes 15,12-14. Mit der Liebe Jesu in uns, legen wir unsere ewigen Leben auf den Altar für Jesus und Seine Freunde.

In diesen kurzen Zeilen offenbart Jesus auf brillante Weise ein wichtiges Prinzip. Er sagt, dass es die größte Liebe, die ein Mensch haben kann, ist, sein Leben für seine Freunde anzubieten. Natürlich müssen wir das als das ewige Leben verstehen, denn das ist es auch, was Jesus gab, indem er für immer Mensch wurde und dies ist offensichtlich eine größere Liebe, als die eines Menschen, der nur bereit wäre, sein irdisches Leben anzubieten, im Wissen, dass er es zurückerhält! Doch die meisten würden wohl dieses Opfer zu vermeiden suchen und ihren Freunden nur helfen wollen, um mit ihnen zusammen in den Himmel zu kommen.

Aber Jesus sagt, dass wir Seine Freunde werden, wenn wir einander nach Seinem Beispiel, wie Er uns liebte, lieben. Er liebte uns genug, um für uns zu sterben, und durch das Empfangen Seiner Liebe können wir einander genug lieben, um ebenfalls füreinander zu sterben!

Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasset das Böse, hanget dem Guten an! In der Bruderliebe seid gegeneinander herzlich, in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor! (Römer 12,9-10)

Wenn wir in den Kreis der Freunde Jesu erhoben werden, wäre jeder bereit, seinen Platz im Himmel aus Ehrerbietung für den anderen zu geben, falls dieses Opfer notwendig wäre. (Dies gilt auch für die undankbare Welt, aber es ist eindeutig eine engere Beziehung, wenn die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht.)

In Anbetracht dessen, dass Jesus - und natürlich alle himmlischen Heerscharen - in diesem Kreis von Freunden sind, sagt Er damit auch, dass wir bereit sein müssten, dieses Opfer für Gott selbst und das gesamte nicht gefallene Universum zu bringen!

Man könnte denken: „Also, was soll das bedeuten? Es ist ja nicht so, dass in einem Opfer unserer Seite irgendein Verdienst läge und wenn es so wäre, dann sind die im Himmel ja bereits in Sicherheit, für was wäre es also für sie nütze?!” Wenn das deine Gedanken widerspiegelt, beachte bitte ein paar Dinge. Erstens ist es wahr, dass, selbst wenn wir unsere ewigen Leben geben, sie keine Sünden entsühnen könnten! Nur Jesu sündloses Leben konnte das tun. Aber das ist nicht der Grund, warum wir unsere ewigen Leben anbieten!

In den jüdischen Opferdiensten gab es verschiedene Arten von Opfern und nicht alle waren für die Sünde. Friedensopfer waren freiwillige Opfer, die als Ausdruck der Dankbarkeit oder des Lobes dargeboten wurden. Ein prominenter adventistischer Bibelwissenschaftler aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erklärt ihre Verwendung:

Es gab dreierlei Gründe für ein Dankopfer: Das tatsächliche Dank–Opfer, die Erfüllung eines Gelübdes und das freiwillige Opfer. Das Lob- oder Dankopfer stand dabei im Vordergrund. Es wurde zu freudigen Anlässen dargebracht, aus Dankbarkeit für die Befreiung aus schwierigen Umständen oder für besondere Segnungen. Es wurde aus dankbarem Herzen zum Lobpreis Gottes, aus überquellender Freude geopfert.[62]

Das Friedensopfer war ein froher Anlass und wurde im Tempel zusammen mit dem Priester, den Leviten und der Großfamilie, einschließlich deren Bediensteten gegessen. Es wurde nicht dargeboten, um den Frieden zu erhalten, sondern vielmehr als Ausdruck der Dankbarkeit für den Frieden, den man bereits erhalten hatte. Seine Beschreibung enthält eine aufschlussreiche Symbolik im Speisopfer, das das Tieropfer begleitete.

Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN darbringen soll: Will er es zum Lobe opfern, so bringe er zu seinem Lob-Schlachtopfer hinzu ungesäuerte Kuchen dar, mit Öl gemengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, und eingerührtes Semmelmehl, mit Öl gemengte Kuchen. Auf einem gesäuerten Brotkuchen soll er seine Opfergabe darbringen, zum Schlachtopfer seines Lob und Dankopfers hinzu. (3. Mose 7,11-13)

Die Kombination aus gesäuertem Brot mit ungesäuertem Brot ist im Lichte des Verständnisses, dass der Sauerteig in den Opfergaben die Verunreinigung mit der Sünde bedeutet, interessant.

Kann es nicht sein, daß bei diesem Gemeinschaftsmahl zwischen Gott, Priester und Mensch das ungesäuerte Brot ein Symbol für IHN, der ohne Sünde ist, war, während das gesäuerte Brot für den unvollkommenen Menschen steht, der trotz seiner Sündhaftigkeit von Gott angenommen wird?62

Dankopfer wurden auch im Zusammenhang mit Weihegelübden, in denen eine Person sich Gott als liebevolle Antwort auf Seine Gnade ganz hingab, dargeboten. Das Friedensopfer, unabhängig von seiner Art, war ein Opfer für Gott, das Liebe und Dankbarkeit zum Ausdruck brachte, und das ist das Opfer, über das Jesus sagt, dass es Seine engsten Jünger, die Er Seine Freunde nannte, darbringen würden.

Der Beweis der Absicht Gottes

Nun sollte aber niemand auf die Idee kommen, dass, weil es sich um eine freiwillige Gabe aus Dankbarkeit handelt, sie deshalb nicht im Heilsplan wichtig wäre! In Wahrheit spielt sie sogar eine entscheidende Rolle! Jesus stellte die Möglichkeit zur Erlösung zur Verfügung, aber wer hat sie ergriffen? Gibt es Erstlingsfrüchte? Ja, die Bibel identifiziert spezifisch die 144.000 als jene Erstlinge:

Diese sind es, die dem Lamme nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm, (Offenbarung 14,4)

Beachtet wie ausgesagt wird, dass sie von den Menschen erkauft wurden, fast so, als wären sie die einzigen, die erlöst werden! Es ist aber ganz klar, dass diese wenigen Menschen nicht die einzigen Erretteten sind, auch nicht in der letzten Generation der Lebenden, aber sie sind die Erstlingsfrucht der Ernte, die ersten, die erntereif werden. Ihre besondere Rolle im Rettungsplan wird im vorherigen Vers klarer:

Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten, und niemand konnte das Lied lernen als nur die Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde. (Offenbarung 14,3)

Sie werden vom Rest der Menschheit durch ein „Lied” unterschieden, das sie gelernt haben und das etwas mit ihrer Erlösung zu tun hat. Ein Lied ist ein poetischer und herzlicher Ausdruck der eigenen Erfahrung. Nur sie können das Lied lernen, denn nur sie haben diese besondere Erfahrung in der Erlösung. Wir erhalten einen Hinweis darauf, welche diese Erfahrung ist, durch die Tatsache, dass das Lied vor dem Thron gesungen wird. Jesus präsentiert die 144.000 mit großer Freude dem Vater auf Seinem Thron, während sie das Lied singen:

Dem aber, welcher mächtig genug ist, euch ohne Fehl zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herr­lich­keit zu stellen, Gott allein, unsrem Retter durch Jesus Christus, unsren Herrn, gebührt Herr­lich­keit, Majestät, Macht und Gewalt vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen. (Judas 1,24-25)

Das Unterscheidungsmerkmal ist, dass sie vollständig erlöst sind und durch die Kraft des Heiligen Geistes in ihnen, den Befehl Jesu an die in der Sünde Gefangenen erfüllen: „Geh hin und sündige nicht mehr!”[63] Jesus stellt sie als fehlerfrei – ohne Sünde – dar und sie dienen als unbestreitbarer Beweis, dass Seine Erlösung vollständig und wirksam ist!

Aber wie kann das möglich sein? Diejenigen, die glauben, dass wir aufhören zu sündigen, bevor Jesus kommt, werden oft angeklagt, selbstgerecht zu sein, als ob sie in der Lage wären, das Sündigen von selbst durch ihre eigenen großen Bemühungen aufhören zu können. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein! Die oben zitierte Passage gibt die Ehre eindeutig unserem Erlöser und identifiziert Ihn als den Einzigen, der in der Lage ist, dieses große Werk zu tun!

Was die 144.000 zu tun haben, erfordert nichts weiter als Bereitschaft:

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene. (Römer 12,1-2)

Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet; (1. Thessalonicher 4,2-3)

Hier kommt nun das Friedensopfer ins Spiel. Wir geben uns Ihm einfach durch ein Gelübde der Weihe hin, das die Bereitschaft ausdrückt, von Ihm, in welcher Weise Er es auch immer für angemessen erachten mag, benutzt werden zu dürfen. Es ist eine vollständige Kapitulation des Selbst, so dass unsere Gabe einfach unsere „Körper” sind, deren Gemüter durch den in uns wohnenden Geist Gottes erneuert werden. Hingabe ist etwas, was NICHT getan wird. Es ist das, was bleibt, wenn wir AUFHÖREN, Anstrengungen zu unternehmen. Deshalb ist da nichts, worüber wir uns rühmen könnten.

Und dieses Gelübde der Weihe – das Opfer unserer Körper als ein lebendiges Opfer, das Gott trotz des Sauerteigs unserer Unvollkommenheit wohlgefällig ist – dient dazu, die Absicht Gottes zu beweisen: unsere Heiligung! Auf diese Weise werden die 144.000 beweisen, dass vollständige Heiligung möglich ist, indem sie sich selbst ganz Gott hingeben – einschließlich ihrer ewigen Leben. Durch ihre Gelübde verpflichten sie sich, „dem Lamm zu folgen, wohin es auch geht”. Sie sagen mit Hiob: „Siehe, tötet er mich, ich werde auf ihn warten” [64] und mit Jesus: „Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!”[65] Sie werden Gott durch vollkommenen Gehorsam ehren, der durch die Fähigkeit Jesu möglich wurde, sie vor dem Fallen zu bewahren, und sie werden es ohne Erwartung einer Belohnung tun. Obwohl Er denn nehme mein ewiges Leben, so will ich Ihm doch dienen, indem ich Ihm meinen Körper gebe, dass Sein Geist ihn besitzen möge, und um zu beweisen, dass die Erlösung des Menschen von der Sünde möglich ist.

Dieses Opfer für Gott ist so wichtig, weil es das ist, was schließlich als schlüssiger Beweis dafür anerkannt werden wird, dass das Opfer Jesu zu 100% ausreichend war, um den Menschen von der Sünde zu erlösen und zu zeigen, dass ...

Sie [die Weisheit] ist kostbarer als Perlen, und alle deine Schätze sind ihr nicht zu vergleichen. (Sprüche 3,15)

Die 144.000 vertrauen auf Gott, dass Er sie am Tag des Zornes Gottes aufrecht erhalten wird, und sie beantworten die törichten Phantasien derer, die behaupten, dass der Herr den Menschen nicht vor dem Sündigen bewahren könnte. Aufgrund ihres Zeugnisses für die Macht Gottes, die ein Ende der Sünde in ihren Leben gemacht haben wird, wird sie nie mehr aufkommen und das Universum noch einmal verunreinigen.

Wer kann bestehen vor seinem Grimm, und wer widersteht der Glut seines Zorns? Sein Grimm ergießt sich wie ein Feuer, und Felsen stürzen vor ihm hin. Gütig ist der HERR, eine Zuflucht am Tage der Not, und er kennt die, welche auf ihn vertrauen [die 144.000]. ... Was macht ihr Anschläge wider den HERRN? Er wird sie zunichte machen! Die Drangsal [der Sünde] wird sich nicht zum zweitenmal erheben. (Nahum 1,6-7.9)

So vervollständigen sie das Werk Jesu, der Sonne der Gerechtigkeit, der von Sabbat zu Sabbat auf der neuen Erde angebetet werden wird. Und so wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, scheinen sie im Glanze Seiner Reflexion, da sie in Seinem Bilde[66] wiederhergestellt wurden, während sie noch in ihrem sündigen Fleische waren, und von Monat zu Monat wird man sich an sie erinnern:

Und es wird geschehen: von Neumond zu Neumond und von Sabbath zu Sabbath wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht Jahwe. (Jesaja 66,23 Elberfelder)

Der zweite Zeuge

Das Zusammenspiel von Sabbaten, Neumonden und heiligen Versammlungen ist ein Zeitthema, das mit dem Auszug aus Ägypten und mit der Institution der Feste des Herrn und ihren Tagen der heiligen Versammlungen begann. Ägypten steht für die Sünde und der Exodus aus dieser Nation repräsentiert Gottes Befreiung Seines Volkes von der Sünde. Wir müssen von der Verunreinigung der Sünde gereinigt werden, genauso wie Israel sich von den Praktiken Ägyptens lösen musste. Gott wollte selbst in ihrer Mitte wohnen, aber Er brauchte das Heiligtum dazu, damit Seine Gegenwart das sündige Volk nicht vernichten würde.[67] Der gesamte Heiligtumsdienst – alle seine Opfer, Möbel, Feste und heilige Versammlungen – dienten dazu, Gottes wunderbare Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde zu veranschaulichen.

Einer der Grundsätze von Gottes Gericht ist, dass für ein Todesurteil mehr als ein Zeuge erforderlich ist, bevor das Urteil vollstreckt werden kann.

Wer des Todes schuldig ist, soll auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben. Aber auf die Aussage eines einzigen Zeugen hin soll er nicht sterben. (5. Mose 17,6)

Die Orion-Uhr setzte die letzte Frist für die Buße durch Angabe der Tags des Zornes Gottes. Aber das, mit allen angezeigten Zeiten, zählt als nur ein Zeuge. Um die Anforderungen Seines eigenen Gesetzes zu erfüllen, benötigte Gott mindestens einen weiteren vertrauenswürdigen Zeugen, um das Urteil zu validieren. Der zweite Zeuge ist eine weitere Uhr, die an einem völlig anderen Ort gefunden wurde und von einer ganz anderen Gruppe von Studien stammt. Sie wird von den jüdischen Heiligtumsdiensten und den Großen Sabbaten, die zur Zeit des Exodus eingeführt wurden, abgeleitet. Lasst uns nun ganz kurz diesen zweiten Zeugen dahingehend betrachten, ob die Beweise die Hypothese belegen, dass es sich tatsächlich um einen vertrauenswürdigen Zeugen handelt, oder nur um eine willkürliche Reihe von Zufällen, die kein vertrauenswürdiges Zeugnis enthalten.

Die Stiftshütte in der Wüste
Die Stiftshütte in der Wüste

Das Heiligtum selbst, in dem Gott wohnte, war ein Typus für Jesus Christus, denn „das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns”.[68] Das erste Möbelstück, das man antraf, wenn man den Hof des Heiligtums betrat, war der Brandopferaltar. Dieser stellt das Kreuz Jesu Christi dar. Es ist das zentrale Thema der Erlösung. Die Orion-Uhr hat als Zentrum einen Stern, der Jesus, den Verwundeten, repräsentiert, und lehrt uns über Seinen Charakter. In gleicher Weise ist die Große-Sabbat-Uhr auf das Kreuz Jesu Christi gegründet und lehrt uns ebenfalls über Seinen Charakter.

Und tatsächlich ist es am Kreuz, wo wir den Schlüssel finden, der das Geheimnis Gottes wahren Kalenders aufschließt. Daniels Prophezeiung der 70 Wochen verweist direkt auf das Jahr der Kreuzigung Jesu als 31 n.Chr., aber die meisten Menschen diskreditieren dieses Datum, weil zu diesem Passah nach dem allgemein anerkannten jüdischen Kalender keine Kreuzigung an einem Freitag möglich war. Sie pochen deshalb darauf, dass die 70 Wochen von Daniels Prophezeiung zu einem anderen Zeitpunkt begonnen hätten oder sie verwenden andere Begründungen für den Tod Jesu in einem anderen Jahr. Auch Adven­tis­ten verfügen über keine solide Widerlegung des Arguments gegen 31 n.Chr. Aber in Wirklichkeit ist es genau dieses Dilemma, das Licht auf die Funktion des wahren Kalenders Gottes wirft!

Sobald man dies weiß, ist es möglich, das Datum jedes Festtags in jedem Jahr seit der Institution der festlichen Dienste bis weit in die Zukunft genau zu bestimmen. Es gibt nur einen Haken: Während des Fests der ungesäuerten Brote, das im ersten Monat des Jahres stattfand, benötigte man einige frisch gepflückte Gerstenhalme aus der neuen Ernte (das jüdische Jahr begann genau zu der Zeit, als die Gerste zu reifen begann). Das bedeutete, dass sie das neue Jahr nicht beginnen konnten, bevor sie reife Gerste hätten, die in den Passah-Diensten verwendet werden musste! Wenn sie also keine in den Feldern rund um Jerusalem finden konnten, verschoben sie den Jahresanfang bis zum nächsten Neumond, denn dann gäbe es sicher brauchbare Gerste. Dies ist das Äquivalent des Mondkalenders zum Schalttag, den wir alle vier Jahre im Gregorianischen Sonnenkalender hinzufügen.

Aus diesem Grund gibt es immer zwei mögliche Zeiten für jedes Fest in einem bestimmten Jahr und dies bedeutet, dass die heiligen Versammlungen – die als Sabbate deklarierten Feste – ebenfalls auf verschiedene Termine fallen können. Gott gestaltete es so, dass Er in Bezug auf die Zeit immer das letzte Wort haben würde! Erst wenn die Erde in ihrer Bahn um die Sonne die Demarkationslinie des Frühlingspunktes überquert, kann überhaupt das biblische Neujahr beginnen.

An der ersten wachsenden Mondsichel, die diesem Zeitpunkt folgt und wenn Gerste für das Schwingopfer zur Verfügung steht, beginnt der erste Monat und dann erst sind die Wochentage, an denen die Feste stattfinden werden, bestätigt.

Der wahre Große Sabbat

Das Passahfest und die anschließenden Frühlingsfeste wiesen alle auf die Ereignisse bzgl. Jesu ersten Kommens hin. In der Tat lag Jesus im Grab während eines ganz besonderen Tages: Es war nicht nur ein wöchentlicher Sabbat,[69] sondern es war auch ein Großer Sabbat. Johannes macht eine Randbemerkung darüber, als er sagt: “und jener Sabbattag war groß”.[70] Die meisten Christen glauben, dass jede heilige Versammlung der Feste als Großer Tag verstanden wurde, aber die Bibel verwendet diesen Begriff nicht so.

Die Feste des Herrn sind im 3. Mose 23 definiert. Das Kapitel beginnt mit der Definition der wöchentlichen Sabbate. Dann, als ob die Definition wiederholt werden würde, listet es alle jährlichen Feste beginnend mit dem Passahfest auf. Diese eigentümliche Wiederholung sagt uns etwas über die Beziehung zwischen dem wöchentlichen Sabbat und den jährlichen zu Sabbaten erklärten Festen.

Zunächst einmal sind sie getrennt. Der wöchentliche Sabbat befindet sich in seiner eigenen unabhängigen Definition und in der Tat ist er ein Fest des Herrn und eine heilige Versammlung. Aber er ist nicht in der gleichen Klasse wie die jährlichen Festtagssabbate, denn er ist eines der Zehn vom Finger Gottes in Stein geschriebenen Gebote, einer Darstellung sowohl ihrer Dauerhaftigkeit („in Stein gemeißelt”) als auch ihrer engen Beziehung zu Seinem Charakter (mit Seinem eigenen Finger geschrieben, so wie die Handschrift Hinweise auf die Persönlichkeit gibt)! Die Gesetze über die Feste wurden aber nur zu Mose allein gesprochen, der sie damals auf Pergament schrieb und sie den Menschen mitteilte.

Zweitens, auch wenn sie getrennt sind, gelten die beiden Gruppen (die wöchentlichen Siebenten-Tags-Sabbate und die jährlichen Festtags-Sabbate) als Feste des Herrn mit dem gleichen Sprachgebrauch. Dies macht Sinn, wenn man bedenkt, dass das Wort „Feste” auch „bestimmte Zeiten” bedeutet. Der Herr hat eine wöchentliche bestimmte Zeit und bestimmte Zeiten während des Jahres. Und da wir nun zwei Definitionen für die Feste haben, müssen wir sie kombinieren, um ein besseres Verständnis über sie zu erhalten. Deshalb muss es eine Bedeutung für diese bestimmten Zeiten geben, wenn sie Sabbate sind, an denen sowohl der siebte Tag der Woche als auch ein bestimmter Jahressabbat zusammentreffen. Diese werden passenderweise als „große Tage” bezeichnet, weil sie quasi zweifach bestimmte Tage sind.

Das traditionelle Verständnis der meisten Christen in Bezug auf die großen Tage berücksichtigt nicht die vollständige Definition. Sie ignorieren die Tatsache, dass der wöchentliche Sabbat ebenfalls als ein Fest des Herrn in der gleichen Passage enthalten ist. Dies liefert also keinen Grund, den gewöhnlichen Sabbat einen „großen” Sabbat zu nennen. Aus diesem Grund sind die großen Tage am besten nur als die Festtage definiert, die auch auf einen Siebenten-Tags-Sabbat fallen.

Man könnte sich vielleicht fragen, warum dies wichtig ist. Die Antwort liegt in dem stillen Zeugnis, das der Lebensspender gab, als Sein Körper leblos im Grab lag. Sein Herzblut, das diese blasse Leiche zurückließ, wurde als Liebesopfer für dich und mich vergossen, als Sühne für unsere Übertretung Seines Gesetzes. Er konnte das Gesetz nicht beugen, denn es war in Stein gemeißelt worden. Vielmehr war es die einzige Möglichkeit zu unserem Heil, dass Jesus, der König der Herr­lich­keit, Sein Leben geben würde, um ein ewiger Bruder der kleinen Würmer namens Menschheit zu werden. Es war der Charakter des Einen, der gleich dem Vater war – der Eine, der die unendlichen Attribute des Allmächtigen besaß – und sich selbst zum niedrigen Wurm eines Menschen herabwürdigte – nicht allein während Seiner irdischen Lebenszeit, sondern für alle Ewigkeit – für den Sein verwundeter, lebloser Körper an diesem traurigen Großen Sabbat, am 25./26. Mai 31 n.Chr., Zeugnis ablegte.

Bei der Schöpfung ruhte Gott am siebenten Tage und erquickte sich. Nachdem Er dieses Beispiel gegeben hatte, schrieb Er es Seiner Schöpfung zwingend vor, ebenfalls am Sabbat zu ruhen. An diesem Großen Sabbat gab Jesu ruhender Leichnam das Beispiel der kompletten Weihe und unendlichen Liebe, und wie zuvor gebietet Er Seinen Jüngern: „Das ist mein Gebot, daß ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe.”[71]

Die Genetik der Großen Sabbate

Wenn wir ein Freund Jesu sein und Sein Gebot, einander unendlich zu lieben, halten wollen, dann müssen wir die Botschaft, die Gott in die Großen Sabbate gesetzt hat, verstehen, denn in dieser Botschaft sind die Vorkehrungen enthalten, die es ermöglichen, dass Sein Charakter in uns repliziert werden kann. So wie es nur der Schöpfer des Himmels und der Erde und von allem, was in ihnen ist, tun konnte, hat Er in die Großen Sabbate ein wunderschönes Bild eingebaut, das eine Analogie zum Prozess der Charakter-Replikation auf der zellulären Ebene darstellt! Von den gewaltigen Entfernungen im interstellaren Raum bis hin zur atomaren Präzision der Prozesse innerhalb der menschlichen Zelle sehen wir die Handschrift des Schöpfers und die Verkündigung der ewigen Vollkommenheit des Charakters Gottes.

Jede Zelle des Körpers steht in Kontakt mit dem Blut, das ihr den Sauerstoff bringt, den sie braucht, um ihr Leben zu erhalten. Sie sind wie kleine Heiligtümer, wohin der Sauerstoff verteilt und Nahrung verwendet wird. Dort wird Energie erzeugt und Enzyme machen sich an die Arbeit. Innerhalb dieses lebendigen Heiligtums ist ein geschützter innerer Kern, in dem die DNS gespeichert ist. Dies ist der Ort, wo das Gesetz der Zelle geschrieben steht, so wie das Gesetz Gottes im heiligsten Raum des Heiligtums aufbewahrt war. Dieses DNS-Gesetz enthält die Herstellungsanweisungen für jede Protein-Maschine in der Zelle und wird jedes Mal konsultiert, wenn mehr benötigt werden, um eine bestimmte zelluläre Aufgabe zu erfüllen. Die Merkmale, die unsere Kinder erhalten, werden auf sie durch die DNS übertragen. Nicht nur unsere körperlichen Eigenschaften, sondern auch unser Charakter ist ebenfalls in unsere DNS geschrieben, wie man sehen kann, wenn ein Kind Verhaltensweisen zeigt, die eindeutige Ähnlichkeit mit denen seiner Eltern aufweisen, bevor es Gelegenheit hatte, diese durch Beobachtung zu erlernen.

Dieses Prinzip wurde auf die Botschaft der Großen Sabbate übertragen. So wie der Große Sabbat, als Jesus im Grab ruhte, symbolisch Seinen Charakter beschrieb, so sprechen auch die Großen Sabbate im Laufe der Zeit gemeinsam über Seinen Charakter. Wenn man sich die Großen Sabbate als eine Liste wie ein langes „Chromosom” zeitlicher DNS vorstellt, die sich von der Institution der Feste beim Exodus bis zum Ende der Menschheitsgeschichte erstreckt, könnte der Zeitraum der dreifachen En­gels­bot­schaft von Offenbarung 14 mit einem einzigen „Gen” auf diesem Chromosom der Zeit verglichen werden. Es war Gottes Absicht mit der Gerichtsstunde, ein Volk vorzubereiten, das bereit wäre, das Gen des Lebens zu empfangen!

Dieses Charakter-„Gen”, das die 144.000 benötigen, wird von den Großen Sabbaten im Laufe des anti-typischen Ver­söh­nungs­tags im Einzelnen festgelegt. Dies entspricht der Zeitspanne im Gerichtszyklus des Orion, der durch das Hochfest des Jom Kippur vorausgeschattet wurde, an dem alle Sünde Israels symbolisch ausgelöscht wurde.

Denn an diesem Tage wird für euch Sühne erwirkt, euch zu reinigen; von allen euren Sünden sollt ihr vor dem HERRN gereinigt werden. (3. Mose 16,30)

Dies entspricht mehr als nur Vergebung, denn diese wurde auf dem Brandopferaltar erwirkt. Vergebung wurde auf einer täglichen Basis gewährt, aber an diesem besonderen Fest im siebenten Monat, wurde ihnen nicht nur vergeben, sondern sie wurden gereinigt! Es geht darum, rein vor Gott zu sein und den Charakter Jesu in das Herz aufzunehmen. Deshalb ist es gerade diese Zeitspanne, über die dieses „Gen” in den Großen Sabbaten kodiert ist.

Es gibt eine Reihe von allegorischen Zusammenhängen zwischen der biologischen DNS und der Liste der Großen Sabbate.

Biologische DNSGroße-Sabbat-Liste
Besteht aus einer Liste von verschiedenen Basenpaaren ohne inhärente Bedeutung. Besteht aus einer Liste von verschiedenen möglichen Großen Sabbaten ohne inhärente Bedeutung.
Enthält Tripletts von Basenpaaren, die als Bausteine für Proteine interpretiert werden. Enthält Tripletts möglicher Großer Sabbate, die Elemente des Charakters Christi darstellen.
Einige Basenpaar-Tripletts (auch bekannt als Codons) sind Start- oder Stopp-Codons, die den Anfang oder das Ende der Transkription signalisieren. Der Zeitraum, in dem die Botschaften des ersten und zweiten Engels verkündet wurden, war 1841-1843 und die Großen Sabbate dieser Zeit stellen das Start-Codon dar, das in der Sequenz nicht woanders gefunden werden kann.
Die Ribosomen – die zellulären Komponenten, die die Triplett-Codons interpretieren – identifizieren jedes Codon, indem sie es jeweils mit einem internen Muster vergleichen. Die „Stopp-Codons” in der Großen-Sabbat-Liste werden als diejenigen identifiziert, die dem Muster der Großen Sabbate im 1888-1890-Triplett entsprechen, als Jesus die Ge­schich­te mit der 1888-Botschaft hätte beenden können.[72]
Die Codons werden durch die ersten zwei Basenpaare des Tripletts gruppiert, so dass sie, wenn sie gleich sind, im Allgemeinen für den gleichen Baustein stehen.
DNS-Codon-Diagramm
Andere „Stopp-Codons” in der Großen-Sabbat-Liste werden als diejenigen identifiziert, die das gleiche Muster in den ersten zwei Jahren aufweisen.[73]
GSL-Triplett-Diagramm
Während ein einziges Stopp-Codon manchmal nicht wirklich die Transkription beendet, wird die Transkription durch ein Doppel-Stopp-Codon (zwei Stopp-Codons hintereinander) immer beendet. Es treten mehrere „Stopp-Codons” in der Sequenz auf, aber nur am Ende folgen zwei unmittelbar aufeinander und bilden ein „Doppel-Stopp-Codon”, was bedeutet, dass die Ge­schich­te nicht mehr weitergeht, wie es nach 1888 der Fall war.
Die DNS ist doppelsträngig. Die möglichen Großen Sabbate sind in zwei „Stränge” aufgeteilt, je nachdem, ob sie sich von den Frühlings- oder den Herbst-Festen ableiten.
DNA hat eine spiralförmige Struktur. Der Mond ist der Schlüsselfaktor bei der Festlegung der Termine für die Großen Sabbate und er folgt einem spiralförmigen Weg durch den Raum, indem er die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne umkreist.

Wenn diese Analogie nur eine Einbildung wäre, dann könnten auch keine brauchbaren Informationen aus den erhaltenen Codes abgeleitet werden. Die Informationen jedoch, die die Tripletts offenbaren, sind stark strukturiert und korrelieren mit der Orion-Uhr.

GSL-Diagramm

Während dieser Zeit des Gerichts trainierte und siebte Gott Sein Volk, um diejenigen zu herauszufiltern, die die Rolle der 144.000 übernehmen sollten. Er gab ihnen Unterweisung und Zurechtweisung und dies diente als Prüfung für sie. Dies steht für die Ratschläge und Anweisungen, die Er einem jeden von uns gibt. Diejenigen, die am Ende als weise erfunden werden, sind diejenigen, die in Demut Seine Unterweisung und Zurechtweisung bei jedem Schritt des Prozesses empfangen haben werden.

Gehorche dem Rat und nimm die Züchtigung an, damit du endlich weise wirst! (Sprüche 19,20)

Das sind diejenigen, die am Ende leuchten werden und die Erde mit der vierten En­gels­bot­schaft erleuchten.

Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer und ewiglich. (Daniel 12,3)

Die folgende Liste führt einige Informationen auf, die bei der weiteren Analyse zu Tage treten.

  • Das Start-Codon tritt unmittelbar vor dem Jahr 1844, dem Beginn der Orion-Uhr, auf und stellt damit die erste und zweite En­gels­bot­schaft dar.

  • Die Sequenz wird mit den Herbstfesten des Jahres 2015 beendet, exakt zur gleichen Zeit, zu der die Orion-Uhr endet (das letzte Jahr im Orion ist 2014, das von Herbst 2014 bis Herbst 2015 reicht).

  • Das gesamte Doppel-Stopp-Codon überspannt den Zeitraum, in dem die letzte Botschaft der Warnung (die Fülle der vierten En­gels­bot­schaft) an die Welt gegeben wurde.

  • Die genau gleichen Codes des 1888-1890-Tripletts (nicht nur die ersten beiden, sondern alle drei) werden im letzten Triplett von 2013-2015 wiederholt. Sie stehen im Zusammenhang, weil beide Tripletts Zeiten signalisieren, in denen Jesus hätte zurückkehren können.

  • Das 1861-1863-Triplett zeigt auf die formale Organisation der Kirche und die identischen Codes finden sich im 2010-2012-Triplett, was das Ende des Nutzens der Kirchenorganisation anzeigt (die ihr Schicksal wegen der Übertretung mit dem Schöpfungssabbat am Ende des Gerichts an den Toten im Oktober 2012 besiegelt hatte).

  • Das 1915-1917-Triplett zeigt auf den Tod von Ellen White im Jahre 1915 und auf die Ausarbeitung der ersten Erklärung zur Zu­sammen­arbeit mit anderen Konfessionen im Jahre 1917. [74] Die identischen Codes sind in der Dreiergruppe von 1986 bis 1988 wiederholt, als die Kirche offen der öku­me­ni­schen Bewegung als letztem Schritt im Prozess der Vereinigung mit der Eine-Welt-Religion beitrat.

  • Es gibt genau sieben Perioden von etwa 24 Jahren in der Liste, die ein Spiegelbild der 24 Perioden von 7 Jahren in der Orion-Uhr sind, ebenso wie das irdische Heiligtum (auf dem die Große-Sabbat-Liste basiert) ein Spiegelbild des himmlischen Heiligtums im Orion ist.

  • Während dieser gesamten Periode gibt es keine weiteren Tripletts, bei denen die beiden ersten der drei Codes genau die gleichen wären wie beim Referenz-Triplett (1888-1890). Das heißt, es gibt keine unzugehörigen Stopp-Codons.

  • Das 1935-1937-Triplett zeigt auf den Anfang der Theologie der letzten Generation. Während dieser Zeit schrieb und veröffentlichte M.L. Andreasen (für die Kirchenleitung im Jahre 1937[75]) die klassische Studie über Das Heiligtum und seine Dienste, die die Grundlage dieser Theologie legt. Sie legt ebenfalls das Basisfundament für das Verständnis unserer hohen Berufung, zu der uns die vierte En­gels­bot­schaft ruft.

  • Das 1959-1961-Triplett markiert die Anprangerung des M.L. Andreasen durch die Kirche und das Ende des Kampfes gegen ein falsches Verständnis der menschlichen Natur Jesu, dessen Anfang im Orion markiert ist.

Wie zuvor erläutert, identifizieren diese Zeitmarker Schlüssellehren, die notwendig sind, damit das Ziel der 144.000 erreicht werden kann. Sie sind alle vor dem allegorischen Hintergrund der DNA-Transkription als eine Illustration der Replikation des Charakters Jesu in den 144.000 dargestellt, die Sein Wirken auf der Erde vollenden werden, indem sie als vom Ego gereinigte Gefäße für die Benutzung durch den Heiligen Geist vorbereitet sind. Die Botschaft selbst ist von den Großen Sabbaten abgeleitet, die denselben selbstaufopfernden Charakter, den Jesus am Kreuz zeigte, verkörpern.

Wenn du aber glaubst, dass diese Zusammenhänge nur reiner Zufall sind, dann solltest du eine Erklärung dafür haben, warum diese „zufälligen Übereinstimmungen” so absichtlich korreliert erscheinen. Kannst du die thematischen Ähnlichkeiten mit der Orion-Uhr erklären? Allein die Tatsache, dass die Zeit-Marker ein Spiegelbild derjenigen der Orion-Uhr sind und am Ende zur exakt gleichen Jahreszeit enden, sollte Beweis genug sein, alle Zweifel an ihrer Beziehung zueinander zu zerstreuen! Hinzu kommen die thematischen Parallelen zur DNA-Transkription und dem Kreuz Jesu und so gibt es eine Fülle von Beweismitteln. Nur der Eine mit unendlichem Wissen und der Fähigkeit, das Ende von Anfang an zu kennen, konnte die Bewegungen der Sonne und des Mondes auf diese Weise mit der Ge­schich­te auf der Erde harmonisieren. Hörst du die Musik der Sphären? Wenn der Mond die Spur seiner anmutigen, spiralförmigen Bahn um die Sonne zusammen mit der Erde zieht, erklingen ihre harmonischen Saiten-Stränge im himmlischen Orchester. Die stetig sich beschleunigende Perkussion der Zeichen, die das Ende signalisieren, ergänzt die rhythmische Basslinie des Orion, alle im perfekten Takt der Zeit des Schöpfers. Hörst du die Stimme vieler Wasser? Wirst du das das Lied, das die 144.000 singen, erlernen, während sie dieses Wasser trinken und die Zeit mit dem Chor der Sterne bewahren?

Verstehst du jetzt, dass Gott in der Tat die Zeit hütet? Mit jedem Tick Seiner Uhr, hören diejenigen, die die Zeit mit Ihm bewahren, den Herzschlag Seiner reichen Liebe und sind aufgefordert, Seinem Beispiel zu folgen. Hör genau auf diesen Herzschlag und füge deine Stimme dem melodischen Gesang für unsere Freunde im Himmel hinzu.

Die dritte und die vierte Generation

Dieses Schiff der Zeit - die Liste der Großen Sabbate - zeigt uns die Messlatte. Wir müssen das Kreuz durch unser Beispiel erheben, indem wir Gottes Verheißungen ergreifen und lernen, das Selbst zu überwinden und die Gerechtigkeit Jesu durch uns scheinen zu lassen, damit alle zu Ihm gezogen werden. Haben wir unsere Leben entsprechend geordnet? Erinnert ihr euch an den Segen, den Jesus dem klugen Knecht erteilte, der seinem Haushalt Speise zur rechten Zeit gab?[76]

Gott wählte die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten, um sie über Sein Gesinde zu setzen, d.h. um der Welt das Brot des Lebens zu geben.

Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gebe zu rechter Zeit? Selig ist dieser Knecht, welchen sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. (Matthäus 24,45-47)

Ist die Kirche aber treu gewesen, wie der kluge Knecht? Oder folgte sie dem Pfad des bösen Knechts?

Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen [„Er kommt nicht so bald, wie es der Orion anzeigt”], und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken [dem Beispiel der Welt zu folgen]; so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tage kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt [weil er das Wissen um die Zeit abgelehnt hat], und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. (Matthäus 24,48-51)

Der böse Knecht war ein Heuchler, weil er die Finsternis mehr liebte als das Licht, während er vorgab, ein Diener des Herrn zu sein. Das Licht des Vierten Engels begann im Jahr 1888 in die Gemeinde zu kommen, aber wie der böse Knecht liebten die Kirchenleiter ihre Dunkelheit und hassten das Licht.

Darin besteht aber das Gericht, daß das Licht [der Heilige Geist] in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn wer Arges tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gestraft werden. (Johannes 3,19-20)

Durch die Festsetzung von traditionellen Glaubensinhalten als den goldenen Standard der Wahrheit, statt demütig zum Studium der Heiligen Schrift zurückzukehren, um zu verstehen, ob die traditionellen Glaubensinhalte eine Verfeinerung nötig hätten, verrichteten sie ebenso sicher den Götzendienst, als ob sie ein goldenes Bild angebetet hätten! Und was sagt Gott darüber, wenn jemand anderen Göttern huldigt?

Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden [von Generationen[77]], die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20,5-6)

Wie die Ge­schich­te Israels treffend veranschaulicht, überträgt sich die Missetat der Väter auf spätere Generationen, es sei denn, es fände eine entschiedene und konsequente Reform statt. Doch aufgrund des Fehlens der sorgfältigen Bemühungen des Glaubens zur Erreichung dieses Ziels, übernehmen die Kinder die Sünden ihrer Väter und werden mit dem Strafgericht Gottes heimgesucht werden.

Zusammengenommen ist die Familie Gottes durch die Kirche vertreten, so dass die „Väter” nicht einfach eure leiblichen Vater sind, sondern als die geistlichen Väter in der Kirche zu verstehen sind. Sie sind die Leiter, die die Kirche in eine bestimmte Richtung beeinflussen. Zur Zeit der großen Enttäuschung, war die „Kirche” eine heranwachsende Gruppe von jungen Menschen – viele in ihren späten Teenagerjahren oder über zwanzig – und sie studierten ernsthaft die biblischen Prophezeiungen und Lehren miteinander. Sie verstanden die Logik und die Anweisungen der Schrift und konnten Ursache und Wirkung begründen. Sie liebten Jesus und waren begierig, Ihn in ihrem Leben kommen zu sehen, und dies führte sie dazu, sich Ihm ganz zu weihen und die Welt aufzugeben, indem sie bereit waren, was auch immer zu erleiden, was für die Bewegung, mit der sie sich identifizierten, und für ihren Gott, den sie liebten, notwendig war.

Als die Kirche offiziell organisiert wurde, waren viele dieser Menschen jetzt bereits in ihren 30ern und 40ern Jahren und waren diejenigen, die in dieser Entwicklung leitend mitwirkten. Die Bilder, die wir von ihnen haben, wurden aufgenommen, als sie schon älter waren, aber in den frühen Jahren der Kirche waren unsere „Pioniere” bemerkenswert jung! Dennoch hatten sie Erfahrung darin, unpopuläre Lehren zu studieren und zu lehren und kannten ihre Bibeln gut. Durch den Segen Gottes aufgrund ihrer Weihe erreichten sie viel mit ihren wenigen Mitteln und niedrigen Mitgliederzahlen.

Das Schiff der Zeit ist in sieben Perioden von durchschnittlich 24 bis 25 Jahren aufgeteilt, was heute die allgemein akzeptierte Länge einer Generation darstellt.[78] Es führt uns also von Generation zu Generation durch die Ge­schich­te der Gemeinde und weist auf die wichtigsten Prüfungen hin, die das Volk zu bestehen hatte, da jede neue Generation ihren eigenen Charakter und neue Ideen in das Werk einbrachte. Die Prüfung, bei der am meisten auf dem Spiel stand, fand wohl statt, als der Heilige Geist ihnen die wunderschöne Wahrheit der Gerechtigkeit durch den Glauben im Jahre 1888 bringen wollte.

Zu dieser Zeit waren bereits einige der Gründer verstorben und eine neue Generation hatte die primäre Leitung inne, die nicht durch viele der Glaubensprüfungen wie die frühen Pioniere gegangen war. Sie fühlten sich schon wohler mit der Welt, waren Gott weniger unterwürfig und weniger bereit, um der Wahrheit willen zu leiden.[79] Diese unterschwelligen Einflüsse führten sie unbewusst dazu, auf Äußerlichkeiten und Fehler der Boten zu schauen, anstatt ihre Botschaft nach dem Wort Gottes zu beurteilen. Ihr Stolz weigerte sich anzuerkennen, dass großes Licht durch die Hände von solchen Menschen kommen kann und sie lehnten den Heiligen Geist als Folge daraus ab.

Dies war die Missetat und sie die schuldigen Väter, die die Kirche leiteten. Das Ergebnis daraus war, dass sie die Möglichkeit, das Werk zu beenden und in den Himmel zu gehen, verpassten. Darüber hinaus verlor die nächste Leiter-Generation, die ihnen folgte, die prophetische Stimme, die so viel getan hatte, um die Kirche in Einklang zu halten. „Wo keine Weissagung ist, wird das Volk zügellos.” [80] Dadurch wurden sie frei, ihren Kurs des Kompromisses ohne die konsequente Stimme der Zurechtweisung, die sie daran gehindert hätte, zu verfolgen. Sie waren die erste Generation nach den schuldigen Vätern.

Aber so wie Josua und Kaleb treu in Israel waren, gab es immer noch welche, die trotz der vorherrschenden Haltung treu blieben. Unter ihnen war M.L. Andreasen, der als wichtiger Gelehrter der Kirche während dieser Zeit hervorschien und dem der Herr einen weiteren Strahl des Lichtes der Vierten En­gels­bot­schaft für Sein Volk gab. Aber der vorherrschende Geist dieser zweiten Generation hieß dieses Licht nicht mehr willkommen, als ihre Vorväter in der Kirche es im Jahre 1888 getan hatten und sie lehnten ihn und seine Botschaft ab und entzogen ihm schließlich sogar seine kirchliche Zulassung.

Die verschobene Hoffnung

Ein interessantes Detail zu diesem Zeitplan kommt durch den Jubiläums-Zyklus ans Licht. Die Orion-Uhr zeigt auf 1540 v.Chr. als das Jahr, in dem die Israeliten nach Kanaan ins Gelobte Land kamen. Das war das Anfangsjahr für die Jubiläums-Zählung und gibt eine klare Bedeutung für die Jubiläumsjahre als eine Zeitzählung, die im Zusammenhang mit dem Eingang in das himmlische Gelobte Land steht! Das Jubiläumsjahr fand nach jedem siebten Sabbatjahr - also alle 49 Jahre - statt. Wenn wir unsere Zählung im Jahr 1540 v. Chr. beginnen und 70 Jubiläums-Zyklen (3430 Jahre) addieren, bringt uns das genau ins Jahr 1890 n.Chr.! [81]

Dies ist genau das Jahr, von dem Ellen White sagte, dass das himmlische Gelobte Land hätte betreten werden können! Genau zwei Jahre zuvor versuchte der Heilige Geist, die ersten Strahlen des Lichts des Vierten Engels zu bringen. Ein weiterer Jubiläums-Zyklus bringt uns ins Jahr 1939 und das ist wieder genau zwei Jahre, nachdem Andreasen seine Arbeit für die Kirchenleiter, die zusätzliches Licht des Vierten Engels beinhaltete, veröffentlicht hatte! Hätte die Kirche Buße getan und das Licht begrüßt, wäre sie heute in einer besseren Position gewesen, die Wahrheit zu akzeptieren!

Stattdessen versanken sie mit jeder neuen Generation immer weiter im Morast ihrer falschen Vorstellungen und Wege. Diese ungeweihten Leiter führten die Kirche mit all ihrer Macht zur Einheit mit der Welt, neutralisierten die einzigartigen Lehren und traten öffentlich der öku­me­ni­schen Bewegung bei. Dies ist das Zeugnis der dritten und vierten Generation der Kirchenväter, die ihre Gehässigkeit gegenüber Gott im Jahr 1888 zeigten.

Die vierte Generation stieg zur Leiterschaft ungefähr zur Zeit des nächsten Jubiläums im Jahr 1988 auf. Dies ist ebenfalls im Schiff der Zeit markiert, aber diesmal gab es kein Licht mehr. Dort wird es als ein dunkler Fleck angezeigt; als das Ende des Tripletts, als im Jahr 1917 die Samen zur „Zu­sammen­arbeit” mit anderen Religionen gesät wurden, die nun zu einem alten Baumbestand mit seinen ersten bitteren Früchten im Jahr 1986 herangereift waren, als die Kirche öffentlich der öku­me­ni­schen Bewegung, trotz aller Bemühungen des Heiligen Geistes, eine Reformation zu bringen, beitrat. In diesem leeren Jubiläum lehnte die Kirche erneut alle Anstrengungen des Heiligen Geistes der früheren Generationen ab und vervollständigte die Einheit mit der Welt durch ihre staatlichen Maßnahmen zur Durchsetzung ihres Rechtsschutzes im Jahr 1988.[82] Mit anderen Worten bekümmerte die Kirche den Heiligen Geist so sehr, dass Er sie verließ. Das Haus wurde öde gelassen.

Das Schiff der ZeitAbbildung 5 – Die Heimsuchung der Missetat der Väter an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied

Gott hatte damit die zwei oder drei Zeugen, die Er vor der Ausführung des Todesurteils benötigte. Auf dieser Erde wird es keine weiteren Jubiläen mehr geben. Aber es gibt auch etwas, das daraus gelernt werden soll. Das Jubiläumsjahr war immer das Jahr nach einem Sabbatjahr und wenn wir die Sabbatjahre seit dem Sabbatjahr 1987 zählen, so finden wir, dass es genau vier gibt, bei dem das vierte im Herbst 2015[83] beginnt. Die Gesamtzahl der Sabbatjahre seit der Ablehnung der 1888-Botschaft ist 18. Diese 18 Sabbatjahre (die auch in anderen Zeitlinien mit charakteristischer Selbstähnlichkeit auftreten) stellen eine aufgeschobene Hoffnung dar: was zu Beginn hätte geschehen können, wurde um 18 Zyklen verschoben, bis seine eindeutige Erfüllung jetzt kommt.

Langes Harren macht das Herz krank; ein erfüllter Wunsch aber ist ein Baum des Lebens. (Sprüche 13,12)

Die Gabe des Heiligen Geistes ist vor allem mit den Jubiläums-Zyklen verbunden. Jedes Jahr werden sieben buchstäbliche Wochen vom Fest der ungesäuerten Brote bis zum Wochenfest oder Pfingstfest – dem Typus für die Ausgießung des Heiligen Geistes, den die Jünger Jesu an genau diesem Tag erhielten – gezählt. Diese sieben Wochen stellen die sieben Jahrwochen (Sabbatjahre) des Jubiläums dar und es war an diesem ganz besonderen siebzigsten Jubiläum, dass der Heilige Geist Sein Werk der Erleuchtung der ganzen Welt vervollständigt haben würde, wäre Er denn nur willkommen geheißen und geliebt worden!

Für die Dauer von 70 langen Jubiläums-Zyklen – fast dreieinhalb Jahrtausende – hat der Heilige Geist daran gearbeitet, den Typus von Israels Eingang in das Gelobte Land, die Realität des Eingangs in den Himmel werden zu lassen. Aber ebenso wie das alte Israel den treuen Zeugen der Pracht des Gelobten Landes (Josua und Kaleb) widerstand und versuchte, nach Ägypten zurückzukehren, so widerstand auch das geistige Israel (die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten) den treuen Zeugen für die Gerechtigkeit aus dem Glauben (Jones & Waggoner) im Jahr 1888 und versuchte, in die Dunkelheit, aus der Gott sie eben gebracht hatte, zurückzukehren. Als die vierte Generation im 1986-1988-Triplett begann, hatten sie dieses Ziel erreicht.

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Aber zu dieser Zeit hatte die vierte Generation der Leiter gerade erst begonnen und es musste einige Zeit vergehen, damit die Frucht ihrer Führung gesehen werden konnte. Wie die Kinder die Frucht bzw. die Nachkommen der Eltern sind und die Gewohnheiten und die Kultur der Familie erlernen, so lernt die Jugend der Kirche die Gewohnheiten und die Kultur der Kirche und sind die Frucht ihrer Leiter.

Diejenigen, die die Gerechtigkeit Jesu durch den Glauben abgelehnt hatten, waren sich selbst überlassen, die Früchte ihres eigenen Charakters zu produzieren. Aber alle, die die Gerechtigkeit Jesu durch den Glauben empfangen, replizieren Seinen Charakter in ihrem eigenen Leben, indem sie ihren Glauben in Seine Führung durch alle Prüfungspunkte des Schiffes der Zeit hindurch setzen. Diese werden zu den 144.000, wenn sie durch den Heiligen Geist versiegelt sind, um Seinen Charakter zur festgesetzten Zeit vollständig zu offenbaren.

Diese beiden Gruppen gab es schon immer in der Gemeinde: die Treuen, die Kinder Abrahams durch den Glauben sind,[84] und die Untreuen, die Kinder des Teufels durch den Unglauben sind.[85] Und was hat Jesus gesagt? „Ihr tut die Werke eures Vaters.” Jesus sagte, wir könnten die falschen Propheten in der Kirche von den wahren durch ihre Früchte unterscheiden.

Hütet euch aber vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? (Matthäus 7,15-16)

Jetzt, während des Gerichts an den Lebenden, beschaut Gott die Frucht dieser vierten Leitergeneration. Die Früchte ihrer Führung können in unserer Jugend gesehen werden. Und was kommt in der Regel zum Vorschein, wenn wir uns die Früchte der vierten Generation ansehen? Wir sprechen oft vom „Heer der Jugend” und wie bald sie die Botschaft des Evangeliums in die Welt tragen könnten, aber sie müssen „richtig erzogen werden”, um dafür qualifiziert zu sein:

Wir haben heute [1893] ein ganzes Heer von jungen Menschen, die bei gründlicher Anleitung und Ermutigung viel erreichen könnten. Wir möchten, dass unsere Kinder zum Glauben an Jesus Christus kommen und unter dem Segen Gottes stehen. Wir wünschen uns, dass sie an sorgfältig geplanten Vorhaben teilnehmen, um anderen Jugendlichen zu helfen. Sie sollen alle so geschult werden, dass sie die Wahrheit richtig darstellen und den Grund für die Hoffnung nennen können, die in ihnen ist. Siehe 1.Petrus 3,15. In jedem Zweig des Werkes, für den sie qualifiziert sind zu arbeiten, können sie Gott ehren. The General Conference Daily Bulletin, 29. Januar 1893, p. 7. {DC 39.3}[86]

Wie bald könnte mit einem Heer von Mitarbeitern, wie es unsere Jugend bei richtiger Erziehung zu stellen vermag, die Botschaft von einem gekreuzigten, auferstandenen und bald wiederkommenden Heiland der ganzen Welt gebracht werden! {Ez54 249.2}[87]

Aber wir wollen nicht ungerecht richten. Entgegen der landläufigen Meinung hat uns Jesus geboten zu richten, solange wir es in Gerechtigkeit tun:

Richtet nicht nach dem Schein, sondern fället ein gerechtes Urteil. (Johannes 7,24)

Paulus sagt auch ganz klar, wen wir richten sollen, nämlich die innerhalb unserer Glaubensgemeinschaft:

Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen. Denn was habe ich [auch] zu richten, die draußen sind? Ihr, richtet ihr nicht, die drinnen sind? (1. Korinther 5,11-12 Elberfelder)

Was sollten wir also betrachten, wenn wir einsehen, dass wir nicht direkt in das Herz sehen können? Gibt es sichtbare Zeichen, die uns den Charakter im Herzen einer Person zeigen? Natürlich gibt es sie! Von Anfang an traten sie als erste Verbindung mit der Sünde auf. In dem Moment, als Adam die Frucht aß, hatten sie beide eine überraschende Erkenntnis, die für immer in den Geist des Menschen geprägt wurde:

Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren; und sie banden Feigenblätter um und machten sich Schürzen. (1. Mose 3,7)

Warum glaubt ihr, dass sie vorher nicht erkannten, dass sie keine Kleidung anhatten? Wäre das nicht ziemlich offensichtlich gewesen, so wie in den künstlerischen Darstellungen von ihnen? Oder hat vielleicht Gott ihnen „den Mantel der Gerechtigkeit umgetan”[88] und sie wurden erst nackt, als Adam sündigte und sie diese Gerechtigkeit verloren hatten? Die unmittelbare Wirkung der Sünde war der Verlust der Bekleidung und die Schande ihrer Nacktheit wurde aufgedeckt.

Dies ist ein sehr sensibles Thema, weil die Menschen sich sofort „gerichtet” fühlen, wenn man über ihre Kleidung spricht. Aber wenn wir es mit Jesus ernst meinen, dann werden wir das Richtige tun, auch wenn es bedeuten würde, wie ein bunter Hund herumzulaufen.

Ein Mädchen
Warum sollte sie als Erwachsene anders sein?

Durch Ellen White gab Gott der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten viel Rat in Bezug auf die verbundenen Konzepte von Gesundheit und Kleidung und diese werden im Orion sogar durch die Thronlinien Seiner rechten Hand dargestellt.

Wir beurteilen den Charakter eines Menschen durch den Stil seiner Kleidung. Eine bescheidene, gottesfürchtige Frau wird sich auch bescheiden kleiden. Ein verfeinerter und kultivierter Geist wird durch die Wahl einfacher und angemessener Kleidung offenbart. .... Diejenige, die einfach und anspruchslos in ihrer Kleidung und ihren Manieren ist, zeigt, dass sie versteht, dass sich eine wahrhaftige Frau durch ihren moralischen Wert auszeichnet. Wie reizend, wie faszinierend ist die Einfachheit in der Kleidung, die in ihrer Anmut mit den Blumen des Feldes verglichen werden kann. {CG 413.5}[89]

Hängehosen
Kleidung ist eine Form der Identitätsbezeugung und zeigt den Charakter.
Stimmt dies mit der Reinheit des Himmels überein?

In der Tat spricht die Art, wie wir uns kleiden, Bände darüber, wer wir sind und was wir möchten, dass den Menschen an uns auffällt. Die heutige Mode ist selbstzentriert und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Menschen, die sie tragen. Bescheidene Einfachheit in der Kleidung lenkt die Aufmerksamkeit dagegen auf das Gesicht, das mit der Herr­lich­keit Gottes erleuchtet sein sollte! Reinlichkeit, Ordentlichkeit und Sittsamkeit sind der Weg des Himmels und wenn wir dessen Bürger sind, werden wir versuchen, diese Qualitäten in unserer Kleidung und unserem Lebensstil anzunehmen und das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Die süße Unschuld kleiner Mädchen wird oft von Müttern, die sie unabsichtlich unschicklich kleiden, verdunkelt. Aber auch erwachsene Frauen sollten ihre eigene süße Unschuld erhalten!

Jesus machte das Prinzip klar, dass es beim siebten Gebot um mehr geht, als nur um Eheleute, die eine Affäre haben.

Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: «Du sollst nicht ehebrechen!» Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. (Matthäus 5,27-28)

Natürlich gilt das Gebot nicht nur für Männer. Das Prinzip ist, dass jeder ein heiliges „Ehebett” hat, das Gott uns befiehlt, rein zu erhalten. Wenn du verheiratet bist, erhalte es rein durch die Treue zu deinem Ehepartner und die Unterlassung von entwürdigenden Praktiken sogar zwischen euch. Nicht jede sexuelle Praxis ist für eine gesunde und heilige Beziehung akzeptabel. Wenn du Single bist, halte dein Ehebett rein durch die Erhaltung der Reinheit deines Geistes (vor allem Männer) und des Körpers (vor allem Frauen). Dies kann nur durch den Empfang des Charakters Jesu bewerkstelligt werden. Es ist die Gerechtigkeit durch Glauben; die Reinheit durch den Glauben.

Es ist eine Herausforderung für Frauen, angemessene Kleidung bei dem degenerierten Zustand der Welt von heute zu kaufen. Hosen und freizügige oder eng anliegende Kleidung, wie es typisch für die moderne Damenmode ist, lenkt die Aufmerksamkeit auf die sexuellen Merkmale des Körpers, was im Widerspruch zum Ziel der Sittsamkeit steht.

Miniröcke, Shorts, von unten beschnittene Tops, tiefe Ausschnitte oder Spaghetti-Träger oder Kleidungsstücke, die Aufschriften oder Verzierungen über den sexuellen Körperteilen haben, dienen alle dazu, die Aufmerksamkeit auf jene Bereiche zu lenken. Keine dieser Moden zeigt die einfache Sittsamkeit einer Tochter Gottes und sei versichert, dass diese Gewänder keine Ähnlichkeit mit denen haben, die im Himmel getragen werden!

Wohin werden deine Augen gelenkt?
Wohin werden deine Augen gelenkt?

Viele Frauen mögen die Idee haben, sich in einer auffälligen Weise kleiden zu müssen, um sich selbst gut zu fühlen. Damit sind sie auf die Lüge der Medien hereingefallen, dass der Wert einer Frau in ihrem Körper liegt (und die Männer, die ihre Köpfe nach ihr umdrehen, stimmen zu). Aber es ist nicht so. Dein Wert liegt in Jesus, der Sein Alles gab, um dich zurückzukaufen.

Die Augen sind so entworfen, dass sie sich auf kontrastreiche und hervorstechende Elemente konzentrieren. Sie lokalisieren automatisch das Ende von Pfeilspitzen oder die Endpunkte der V-Ausschnitte oder die Treffpunkte der Hosenbeine. Kleidung mit solchen Merkmalen lenkt die Aufmerksamkeit eines wandernden Auges mit Sicherheit auf sich.

Aber ihr solltet euch nicht wegen der alten Lust-Opas eingeschränkt fühlen. Das Prinzip der Sittsamkeit ist nicht - wie es viele irrtümlich darstellen - zu helfen, Männer nicht in Versuchung zu führen, durch lüsterne Gedanken überwältigt zu werden. Das wäre rücksichtsvoll, aber ein frommer Mann hat den Geist Christi und der Anblick von unbescheiden gekleideten, eitlen oder albernen Frauen ist unattraktiv für ihn, auch wenn sie ein gutes Herz haben mögen. Für ihn fehlt ihnen die Einsicht, ihre Nacktheit und Torheit zu bedecken, und es gilt das Sprichwort:

Ein Goldring in der Schweineschnauze

Einer Sau mit einem goldenen Nasenring gleicht ein schönes Weib ohne Anstand. (Sprüche 11,22)

Sittsamkeit und eine anspruchslose Haltung dient eurer eigenen Selbstachtung als Frau und ihr ehrt damit euren Vater im Himmel! Und das ist es, wovon ein frommer Mann sich angezogen fühlt. Eine Frau, die diese Grundsätze versteht, und sich geschmackvoll mit femininen Kleidern und mit Anstand und Einfachheit kleidet, ist ein kostbarer Schatz. Niemand sollte sich von der Kultur überzeugen lassen, dass es okay wäre, Kompromisse durch das Tragen der gleichen (oder auch nur ein wenig besserer) Kleidung, wie alle anderen, oder durch den Glauben, es so machen zu müssen, wie alle anderen, einzugehen. Wenn du ein Kind Gottes bist, dann zeige es auch! Es wird einen positiven Einfluss auf deine Umgebung ausüben!

ebenso, daß die Frauen in sittsamem Gewande mit Schamhaftigkeit und Zucht sich schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung, sondern, wie es sich für Frauen geziemt, welche sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke. (1. Timotheus 2,9-10)

Die Ehe ist eine heilige Einrichtung, die sehr ernst genommen werden sollte und zwar bevor und nachdem man sie eingegangen ist. Das siebte Gebot verlangt, dass die Intimität der Ehebeziehung durch Sittsamkeit bewahrt wird und ausschließlich zwischen dem Mann und seiner Frau stattfindet. Diejenigen, die nicht verheiratet sind, sollten ihre Aufmerksamkeit auf himmlische Dinge lenken und die höhere und reichere Intimität einer Beziehung zu Gott entdecken. Die Prüfung der heutigen Zeit ist das siebte Gebot, egal, ob du verheiratet oder alleinstehend bist.

Junge und Mädchen
Hypothese: Jungen ertragen Hitze besser als Mädchen.

Als zu leicht erfunden

Wenn wir uns die Frucht der aktuellen Generation – unserer Jugend in der Kirche – betrachten und uns fragen, ob sie in rechter Weise geschult wurden, Gott zu fürchten und Ihm die Ehre zu geben, werden wir mit einer schrecklichen Realität konfrontiert. Selbst wenn sie aus den besten Heimen stammen, sind die, die den subtilen Einflüssen der untreuen Leiter ausgesetzt waren, in einem schrecklichen Zustand. Wären sie bereit für die Versiegelung durch den Heiligen Geist? Durchsuchen sie ernsthaft die Heilige Schrift, um die Prophetie und Lehre besser verstehen zu können? Oder sind ihre Leben durch Leichtfertigkeit, Eitelkeit und Genusssucht charakterisiert?

Ist es, „den Grund für die Hoffnung nennen zu können”, Bibel-Ratespiele zu spielen, wie wir es typischerweise in den Programmen der „Advent-Jugend” [Adventist Youth] sehen können, wo man gegen einen Freund antritt, um ein zufälliges Wort in den Seiten der Heiligen Schrift zu finden? Oder der Erste zu sein, der eine belanglose Bibelfrage richtig beantwortet? Ist das die gründliche Anleitung, die sie benötigen? Woher kommt es, dass die meisten nur stillschweigen, wenn man sie fragt, warum sie eine bestimmte Lehre glauben? Da ist ein Schein der Gottseligkeit, aber keine überzeugende Kraft.

In welcher Gruppe aber finden wir die meisten Advent-Jugendlichen heutzutage? Die offizielle, von der Kirche gesponserte Jugend-Gruppe ist der populäre Pfadfinder-Club. Und was findet ihr, wenn ihr einen Blick auf das Internationale Pfadfinderlager dieses Jahres werft? Sicherlich werdet ihr viele Jugendliche mit der weihevollen Hingabe der Jugendlichen von 1844 finden, als sie glaubten, dass Jesus dabei war zu kommen. Auf jeden Fall, wenn ihr einen von ihnen fragtet, würde er sicherlich antworten, dass Jesus sehr bald kommt!

Aber leider sieht die Realität ganz anders aus. Wir finden nicht das geringste Anzeichen dafür, dass eine Bibel überhaupt geöffnet wurde. Aber viele Bilder sind ohne Scham auf der Pfadfinderlager-Website veröffentlicht, die eine schockierende Missachtung für jede Sittsamkeit oder Verhaltensnormen zeigen! Man gewinnt den Eindruck, dass die Unanständigkeit sogar geehrt wurde!

Mädchen in BühnenposeBühnen-Vorstellung der Mädchen. Könnt ihr die Kleiderordnung erkennen? „Nichts länger als 20cm, bitte!”
Das sind unsere süßen Sechzehnjährigen, die ohne Scham vorgezeigt werden! So etwas ist noch nicht einmal in Ninive passiert!

Um ehrlich zu sein, ist es mir peinlich, diese Bilder hier überhaupt zu zeigen, aber es ist wichtig, dass ihr versteht, was Gott jeden Tag ausgesetzt ist! Versteht ihr, wie beleidigend das für Ihn ist? Über viele Jahrzehnte hat Er viel Mühe aufgewendet, um Seine Kinder zu schulen, damit sie wie die duftenden Lilien auf dem Felde sein würden, aber stattdessen ist da ein penetranter Gestank von verwesendem Fleisch, der Ihm in die Nase steigt und Seinen Magen umdreht! Ist es da ein Wunder, dass Er sie bald aus Seinem Munde ausspucken wird, wie der Wal der Themengeschichte des Pfadfinderlagers?

Oben ohne
Anstand gilt sowohl für Männer als auch Frauen!

Ein Foto von den „Wasser-Aktivitäten” ist einfach zu unanständig, dass ich es hier einfügen könnte und dennoch ist es – ohne rot zu werden – auf der offiziellen Website des Pfadfinderlagers[90] veröffentlicht! Haben wir jeden gesunden Menschenverstand verloren, dass wir Jungen und Mädchen im Teenageralter alles erlauben, was sie tragen bzw. nicht tragen wollen?! Haben wir vergessen, dass sie gerade in diesem Alter, der besonderen Fürsorge und des geistlichen Schutzes vor den degenerierenden Einflüssen der Welt bedürfen? Haben wir denn keinerlei Bedenken, dass unsere Kinder das siebte Gebot brechen? Das Prinzip des siebten Gebots ist die Erhaltung der Heiligkeit und Reinheit der Gabe der Intimität für die richtige Zeit, innerhalb der Grenzen einer sanften, liebevollen und verpflichtenden Ehebeziehung zwischen einem Mann und einer Frau. Aber das ganze Lager war voll von jungen Ehebrechern und Ehebrecherinnen, die sich weigern, ihren Körper für die Ehe zu reservieren und stattdessen so viel davon zur Schau stellten, wie es ihnen nur möglich war. Und leider kommt so ziemlich alles aufgrund des völligen Mangels an Grundsätzen bei den Eltern und Gemeindeleitern, ihre Kinder anzuleiten, sich rein und keusch zu erhalten.

TaufchorDer Damenchor singt für die Taufen. Es gibt eindeutig keine Achtung mehr vor der heiligen Zeremonie der Taufe. Werden sie diese Vorstellung vor Gott in der gleichen Kleidung wiederholen?

Eltern müssen ihre Kinder lenken, deren Leidenschaften rügen und bändigen, oder Gott wird die Kinder am Tage seines grimmigen Zorns vernichten; und die Eltern, die ihre Kinder nicht unter Kontrolle gehalten haben, werden nicht schuldlos sein. Ganz besonders sollten die Diener Gottes ihren Familien vorstehen können und sie unter ihrem Einfluss haben. Erst dann werden sie in der Lage sein, in Gemeindeangelegenheiten recht zu urteilen und rechte Entscheidungen treffen zu können [dazu gehören auch gute Normen, nach denen geurteilt werden kann]. Nur wenn ihre häuslichen Angelegenheiten geordnet sind, kann ihr Urteil und ihr Einfluss in der Gemeinde zur Geltung kommen. {Z1 137.3}[91]

Das Thema dieses Pfadfinderlagers war „Überrascht von der Gnade” vor dem Hintergrund von Ninives Buße nach der Warnung Jonas. Es ist ziemlich ironisch, wenn man die Anwendbarkeit der Worte Jesu in Betracht zieht:

Leute von Ninive werden auftreten im Gericht wider dieses Geschlecht und werden es verurteilen; denn sie taten Buße auf die Predigt des Jona hin. Und siehe, hier ist mehr als Jona [der Heilige Geist]! (Matthäus 12,41)

Unabhängig davon, ob du die Frucht bewerten willst oder nicht, Gott tut es; und Er wird die Missetat der Väter an den heute lebenden Generationen heimsuchen, denn sie gingen die gleichen Wege und machten die gleichen Fehler und die Qualität ihrer Nachkommen beweist es. Wirst du die Zeit dieser Heimsuchung kennen?

Selbst der Storch am Himmel weiß seine bestimmten Zeiten; Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein; aber mein Volk kennt die Rechtsordnung des HERRN nicht! Wie dürft ihr denn sagen: «Wir sind weise, und das Gesetz des HERRN ist bei uns!» Wahrlich ja, zur Lüge gemacht hat es der Lügengriffel der Schriftgelehrten! ... Schämen sollten sie sich, weil sie solche Greuel verüben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden, zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen, spricht der HERR. (Jeremias 8,7-8.12)

Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen. (Matthäus 7,18-20)

Die Kirche Gottes wurde lauwarm und kann nicht einmal mehr ihre eigene Nacktheit sehen. Sie steht nicht mehr in der Gunst Gottes und ihre Mitglieder, die nicht über die Lebenskraft verfügen, sich von der verurteilten Organisation zu trennen, werden teilhaftig ihrer Plagen werden.52

So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß! Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geglüht ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du sehest.

Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße! (Offenbarung 3,16-19)

Wie lange wollt ihr Einfältigen die Einfalt lieben und ihr Spötter Lust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen? Kehret um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen Geist sprudeln lassen, euch meine Worte kundtun! Darum, weil ich rufe und ihr mich abweiset, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerfet und meine Zurechtweisung nicht begehret, so werde auch ich eures Unglücks lachen und euer spotten, wenn das, was ihr fürchtet, wie ein Wetter über euch kommt und euer Schicksal euch wie ein Wirbelsturm überraschen wird, wenn euch Angst und Not überfällt.

Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen und nicht finden, darum, daß sie die Erkenntnis gehaßt und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben, daß sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung verschmäht haben. Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen! Denn ihre Verirrung bringt die Einfältigen um, und ihre Sorglosigkeit stürzt die Toren ins Verderben. Wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und kein Unheil fürchten müssen. (Sprüche 1,22-33)

Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel seine Stunde. (Prediger 3,1)

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1.
Subodh K. Pandit, Cross Examination: The Evidence for Belief (Ann Arbor: CAMPUS press, 2011) [Englisch] 
2.
Auf dem englischen Kanal: Creator’s Blessing Channel
3.
Wir empfehlen die Lektionen von Cyberspace Ministry mit den Titeln: Die Stunde der Wahrheit und If I Were Told the Future. (Dieses Missionswerk ist vollkommen unabhängig von unserem LastCountdown-Missionswerk.) 
4.
Shanmuganathan, K., My Search for Truth. College and University Dialogue 9, no. 1 (1997): 26-27. [Englisch] 
5.
Siehe Amazing Facts: Genau zur Zeit! Prophetische Zeitangaben offenbart! Dort findet sich eine genaue Analyse zu dem Thema. 
6.
Siehe Hebräer 8,5; 9,23-24 und 2. Mose 25,40; 26,30 
7.
Eine vierte Referenz findet sich in Jesaja 13,10, wo das gleiche hebräische Wort als „Sternbilder“ übersetzt ist. [Luther übersetzte richtig als „Orion”.] Siehe unsere 10 Gründe, warum die Mondfinsternis vom 20. März prophetisch war 
8.
SkyServer: Die Sterne in Orion Im ersten Absatz heißt es: „Orion besteht aus sieben Hauptsternen”. 
9.
Wikipedia: Plejaden 
10.
Offenbarung 1,20 
12.
Offenbarung 4,5 
13.
Siehe zum Beispiel Matthäus 26,64; Hebräer 1,3; 1. Petrus 3,22 
14.
Er richtet Seine Aufmerksamkeit auf die Erde und bezeichnet Sein Volk sogar als „Seinen Augapfel”. Siehe 5. Mose 32,10 und Sacharja 2,8 
15.
Siehe zum Beispiel: Matthew James, The Original Prophecy (Indianapolis: Dog Ear Publishing, 2011) S. 48 
16.
Offenbarung 12,17. Siehe auch Offenbarung 14,12 
17.
Siehe 4. Mose 14,30 
19.
Der Erste Weltkrieg begann am 28. Juli 1914 
22.
Siehe Offenbarung 5,1 
23.
Der Traum und wie er zum Datum der Schöpfung führte, ist im Artikel Weihnacht 2.0 beschrieben. 
24.
Bible History Daily: Science Helps Establish Bible Chronology (2011) [Englisch] 
25.
Dies erfolgte gemäß der einfachen Chronologie der Abstammung Noahs im 1. Mose 5 und seinem Alter bei der Flut, das im 1. Mose 7,6.11 angegeben ist. 
26.
Im Wyatt-Museum kann man mehr über die Entdeckung der Wagenräder im Roten Meer erfahren. [Englisch] 
27.
Der Zeitraum von 168 Jahren ergibt sich aus der Symbolik der Schwur-Szene, wie es in der Orion-Präsentation auf den Folien 61-74 erklärt ist. 
28.
Das Verbot des Zeit­fest­set­zens von Offenbarung 10,6 gilt nur für diejenigen unter der 168-Jahres-Periode während des Gerichts an den Toten. Siehe den Artikel Die Macht des Vaters für weitere Informationen. 
29.
Der Engel aus Offenbarung 10 hebt nur eine Hand, was anzeigt, dass der Schwur nur auf eine Gruppe anzuwenden ist. Siehe vorherige Fußnote. 
31.
Wenn wir das Tag-für-Jahr-Prinzip verwenden, ergeben 360 buchstäbliche Tage = 24 prophetische Stunden und die Division ergibt 15 Tage = 1 prophetische Stunde. Eine halbe Stunde wären also 7,5 Tage und da sie mit „etwa” qualifiziert wird, können wir davon ausgehen, dass es 7 Tage sind. 
32.
Siehe Folien 92-94 der Orion-Präsentation 
34.
Spectrum Magazine, Sandra Roberts Becomes First Woman President [Englisch] 
35.
Office of Archives, Statistics, and Research, About the Theology of Ordination Study Committee (TOSC) [Englisch] 
36.
C. Mervyn Maxwell, Adventists Affirm, How Money Got Us Into Trouble (1998) [Englisch] 
37.
Siehe Epheser 5,24 
38.
Siehe Folie 2 von Opinions About Ordination of Women [Englisch] der südkalifornischen Konferenz 
43.
Das Datum der Abstimmung war der 14. Oktober, aber die Zeitmarke zeigte auf die gesamte Sitzung in Verbindung mit der katholischen außerordentlichen Synode, die beide ihre Halbzeit am 12. Oktober hatten. Mehr Details dazu in: Babylon ist gefallen! - Teil I
44.
46.
Adventist Review, Your Guide to the GC Session Agenda [Englisch] 
48.
Offenbarung 2,21 
49.
1. Mose 21,23.31 
52.
53.
Folgt dem Link und beachtet, dass die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten in Deutschland ein assoziiertes Mitglied der öku­me­ni­schen Organisation ACK ist. 
55.
56.
Ellen G. White, Erfahrungen und Gesichte, S. 255, Abs. 2-3 - S. 256, Abs.1 [Übersetzung im letzten Nebensatz korrigiert] 
57.
Offenbarung 13,3 
59.
In Zeichen des Endes werden Ellen Whites zwei Visionen dieses Ereignisses im Kapitel mit der Überschrift „Es könnte bald zu spät sein” zitiert. 
60.
1. Johannes 4,18 
63.
Johannes 8,11 
64.
Hiob 13,15 Elberfelder 
65.
Lukas 22,42 
66.
Das ist der letzte Schritt im Rettungsplan, denn der Mensch wurde in Gottes Bild geschaffen. (1. Mose 1,27) 
67.
„Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich mitten unter ihnen wohne!” (2. Mose 25,8) 
68.
Johannes 1,14 und siehe auch Hebräer 10,20 
69.
Matthäus gibt an, dass Jesus über den Sabbat im Grab lag und früh am ersten Tag der Woche auferstand. (Matthäus 28,1) 
70.
Johannes 19,31 
71.
Johannes 15,12 
72.
Ältester Haskell, ein treuer Mann und enger Freund von Ellen White, schrieb ihr eine Aussage zu, in der sie feststellte, dass sie bereits innerhalb von zwei Jahren im Himmel hätten sein können, wenn die 1888-Botschaft der Gerechtigkeit durch Glauben akzeptiert worden wäre. Siehe Folien 34-36 des Schiffes der Zeit
73.
Dieses Verfahren der Identifizierung wurde eigentlich entdeckt, als andere Ähnlichkeiten mit der DNS darauf hinwiesen, dass hier ebenfalls Übereinstimmungen vorliegen könnten. Tatsächlich ergibt sich daraus ein gut organisiertes Muster als Ergebnis. 
74.
Siehe Der Charakter der 144.000 für mehr Informationen. 
75.
Details zum Erscheinungsdatum können im Artikel Der Schlüssel Davids gefunden werden. 
76.
Matthäus 24,45-46; Lukas 12,42-43 
77.
Siehe 2. Mose 34,7 
79.
Ellen White stellte diesen Trend bereits im Jahre 1856 in Zeugnisse für die Gemeinde, Bd. 1, S. 128, Abs. 3 [Englisch] fest. 
80.
Sprüche 29,18 
81.
Wenn man inklusiv von Herbst zu Herbst zählt. 
83.
Beachtet, dass sich dieses Sabbatjahr (oder Schmittah) auf Jesu Verkündigung des Jubiläums im Frühling 29 n.Chr. gründet, die in Lukas 4:18-19 (ein Jahr nach dem Sabbatjahr) aufgezeichnet wurde. Die populäre rabbinische Berechnung, die Jesus nicht berücksichtigt, führt zum Herbst 2015 als das Ende des Schmittah-Jahres. Der STA-Bibelkommentar steht dagegen in Übereinstimmung mit der Berechnung, die wir hier präsentieren. 
84.
Siehe Galater 3,7 
85.
Siehe Johannes 8,39-44 
87.
88.
Jesaja 61,10 Elberfelder 
89.
Ellen G. White, Child Guidance, p. 413, par. 5 [Übersetzt] 
90.
Wir empfehlen die Lektüre des Buchs Schleichender Kompromiss von Joe Crews, das die Probleme mit dem Gemeinschaftsbaden im Detail anspricht, unter vielen anderen wertvollen Unterweisungen zur Kleidung. 
91.
Ellen G. White, Zeugnisse für die Gemeinde, Band 1, S.137, Abs. 3 (Englischer Online-Link: 1T 119.2