Der letzte Countdown

Erstveröffentlichung: Samstag 27. Dezember 2014 in englischer Sprache auf www.lastcountdown.org.

Wenn man die Zeichen der Endzeit erwähnt, kommen den meisten Menschen - auch wenn sie nur vage mit der Bibel vertraut sind – die Zeichen an Sonne, Mond und Sternen in den Sinn. Und diese Vorstellung ist sogar goldrichtig. Gott hatte sie nämlich nicht nur erschaffen, um den Tag und die Nacht voneinander zu scheiden, sondern Er sagte auch: „sie seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren.”[1] In der Offenbarung können wir lesen, dass sie tatsächlich auf diese Weise ihre Anwendung finden:

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut. Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Winde geschüttelt wird. (Offenbarung 6,12-13)

Die Zeichen an Sonne, Mond und Sternen sind Vorboten dafür, dass das Ende der Welt nahe ist. Wo sind aber diese Zeichen, wenn wir wirklich am Ende angelangt sind? Würden wir es nicht wissen, wenn sie schon geschehen wären? Und wenn sie noch nicht geschehen wären, zu welchem Zeitpunkt sollten wir sie dann erwarten?

Die Ge­schich­te wiederholt sich

Eine der Methoden, die Gott gebraucht, um uns zu unterweisen, ist durch die Ge­schich­te. Wir sagen oft, dass sich die Ge­schich­te wiederholt. Aber für diejenigen, die dem Gott, der das Ende von Anfang an kennt, dienen, hat das noch einen viel größeren und tieferen Sinn. Betrachtet zum Beispiel die biblische Ge­schich­te des Auszugs aus Ägypten. Israel zog zu der Zeit nach Ägypten, als das Volk gerade zu wachsen begonnen hatte und es wohnte dort, bis einige Generationen vergangen waren. Während dieser Zeit fingen die Ägypter mit der heimlichen Versklavung der Israeliten an, bis sie sie völlig unter ihre Herrschaft gebracht hatten. Aber Gott erweckte Moses, um sie aus Ägyptenland und durch das Rote Meer zu führen, und sorgte für Nahrung, Wasser und die Befreiung aus ihrer Knechtschaft. Dies war eine historische Erfahrung, aber da sie von Gott geführt worden waren, stellt es auch ein Symbol für zukünftige Ereignisse dar.

Die Kinder Israels waren das Volk Gottes. Er hatte sie aus allen Völkern der Erde ausgewählt, um Seinen Charakter der Welt zu zeigen. Das heutige Volk Gottes hat die gleiche Mission und deshalb können wir von unseren alten Vorläufern lernen. So wie Sein altes vorher freies Volk sich - ohne es anfänglich zu bemerken - als Sklaven wiederfand, so geschieht es auch heute mit Seinem modernen Volk, das sich unwissentlich in Sklaverei befindet. Es mag sein, dass wir heutzutage nicht Menschen gehorchen müssen, die uns ihre Befehle mit Peitschen eintrimmen, dennoch sind wir Sklaven der Sünde. Der Effekt ist der Gleiche; obwohl wir frei sein wollen, geht unser Sklaventreiber hart mit uns um und wir können ihm nicht entrinnen. Aber so wie Gott Moses erweckte, um sie von ihren ägyptischen Herren zu befreien, so haben auch wir einen Befreier von der Sünde und das ist der Mensch Jesus. Durch Sein Opfer machte Er uns von unseren Sklaventreibern frei und so wie Er Sein altes Volk in der Wüste lehrte, so lehrt Er uns heute über sich selbst und verwandelt damit unsere Leben.

Aber das ist noch nicht das Ende der Ge­schich­te. Jesus sagte, Er würde wiederkommen, damit wir bei Ihm sein könnten, wo Er ist.

Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin. (Johannes 14,3)

Auch dies hat sein Gegenstück in der antiken Ge­schich­te. Nachdem Er sie ausgebildet und über sich selbst gelehrt hatte, erfüllte Gott Seine alte Verheißung an Abraham, seinen Nachkommen den Platz zu geben, den Er für sie bereitet hatte. Als sie in das Land kamen, das Gott ihnen gegeben hatte, mussten sie zuerst ihre Feinde vertreiben. Die erste Stadt, die zerstört werden sollte, war Jericho und Gott gab ihnen besondere Anweisungen, wie ihre Bollwerke überwunden werden müssten. Erst wenn sie diese Stadt eingenommen hätten, könnten sie wahrhaftig behaupten, das Gelobte Land empfangen zu haben. Das ist ein Muster für uns, die wir uns darauf vorbereiten, den himmlischen Ort, den uns Gott verheißen hat, zu erhalten.

Das Buch mit sieben SiegelnIn der Artikelserie Die Ge­schich­te wiederholt sich wird detailliert erläutert, wie dieses Muster auf uns heute anzuwenden ist und der Leser ist aufgefordert, es zu studieren. Kurz gesagt, wurde den israelitischen Männern befohlen, die Stadt zu umrunden, während die Priester die Lade des Bundes mit Gott trugen und sieben Posaunen vor ihr her bliesen. Dies wiederholte sich sechs Tage lang. Jeden Tag umkreisten sie die Stadt einmal. Aber am siebenten Tage, umkreisten sie die Stadt sieben Male, und als sie schrien, fielen die Mauern der Stadt und sie konnten beginnen, ihr Erbe in Empfang zu nehmen.

Die Bundeslade enthielt die Zehn Gebote, die Gott mit eigenem Finger in Stein geschrieben hatte. Das Umrunden der Stadt mit der Bundeslade war eine visuelle Darstellung des Umwickelns einer Schriftrolle mit einem Siegel. Ein Siegel wurde verwendet, um den Urheber eines Schriftstücks oder einen Zeugen dafür zu identifizieren, so wie wir heute Unterschriften verwenden. Die bevollmächtigende Person drückte ihr Signet in das weiche Material des Siegels und befestigte es so, dass das Dokument nicht ohne Beschädigung des Siegels geöffnet werden konnte. Das Gesetz Gottes wurde von Gott mit Seinem eigenen Finger auf Steintafeln geschrieben und enthält Sein Signet. Es ist das Sabbatgebot, das die spezifischen Informationen enthält, die erforderlich sind, um Seine Autorität zu identifizieren: Seinen Namen, Seinen Titel und Sein Hoheitsgebiet.

Die wiederholte Ge­schich­te in der Offenbarung

In der Offenbarung war Johannes ein Buch (eine Buchrolle) versiegelt mit sieben Siegeln gezeigt worden. Jesus, das Lamm, war der Einzige, der als würdig empfunden wurde, die Siegel zu öffnen und als Er das tat, sah Johannes einige symbolische Ereignisse geschehen. Dieses Buch mit sieben Siegeln steht für die Ge­schich­te des Volkes Gottes. Als das erste Siegel geöffnet wurde, ging die kleine christliche „Sekte” der ersten Jünger Jesu aus, um auf einem weißen Pferd zu erobern. Bei jeder Öffnung eines Siegels entfaltete sich die christliche Ge­schich­te in Harmonie mit den Symbolen der Offenbarung.

Wenn wir uns an die Eroberung Jerichos erinnern, können wir eine Ähnlichkeit entdecken. Jeden Tag umrundeten sie die Stadt einmal, was einem Siegel des Buches in der Offenbarung entspricht. Aber am siebten Tag vollführten sie sieben Umrundungen, was darauf hinweist, dass sich die Ge­schich­te der Siegel wiederholen sollte! Nachdem die ersten sechs Siegel, die sechs Perioden der Kirchengeschichte entsprachen, gebrochen waren, sollte sich eine ähnliche Ge­schich­te wiederholen, bevor das letzte Siegel geöffnet würde.

Und tatsächlich! Wenn wir dem Verlauf der christlichen Ge­schich­te folgen, entdecken wir, dass es eine Wiederholung der jungen Gruppe von Nachfolgern Jesu gab, die als Eroberer auf einem weißen (die Reinheit der Lehre symbolisierenden) Pferd ausgingen. Nach vielen Kompromissen und nachdem zahlreiche unreine Lehren in die Kirche eingedrungen waren, stellte Gott eine neue Gruppe auf, die sich aus ein paar jungen Gläubigen aus verschiedenen Konfessionen zusammensetze. Sie legten ihre Vorurteile ab und studierten aufrichtig, bis die Reinheit der ersten Gemeinde wieder zum Vorschein kam. Das fand während der Großen Erweckungsbewegung der 1830er und 40er Jahre statt und führte zur Bildung der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten. Sie wurden die Überbringer der Botschaften Gottes der Barmherzigkeit und der Warnung in den letzten Tagen. Aber leider geschah mit ihnen das Gleiche wie mit der frühen Kirche. Nach einer Phase der Verfolgung und des Martyriums während der Weltkriege - einer Zeit, über die man kaum mehr spricht - korrumpierten Kompromiss und Verunreinigung das Volk abermals. All das ist in unserer Flaggschiff-Präsentation Die Uhr Gottes dargelegt.

Die Wiederholung folgt in allen Einzelheiten dem gleichen Muster wie in den ersten sechs Perioden der Ge­schich­te, nur innerhalb eines viel kürzeren Zeitraums. Am Anfang dieses Artikels wurden die Verse der Offenbarung zitiert, die von den Zeichen an Sonne, Mond und Sternen sprechen. Diese Dinge geschahen, nachdem das sechste Siegel geöffnet worden war. Nach dem Modell der Eroberung Jerichos müssten wir aber nicht nur eine sondern zwei Erfüllungen dieser Prophezeiung erwarten. Eine Erfüllung hätte vor 1844, als die Große Erweckungsbewegung in ihrer Reifephase angelangt war, stattgefunden haben müssen. Aber es sollte eine weitere Erfüllung bei der Wiederholung dieses Siegels zu irgendeinem späteren Zeitpunkt geben. Kann die Ge­schich­te dies belegen? Wir wollen dies nun untersuchen!

Das große Erdbeben

Das erste Zeichen bei der Öffnung des Siegels ist, dass „ein großes Erdbeben entstand”. Natürlich gab es viele große Erdbeben in der Ge­schich­te. Wie können wir also die Auswahlmöglichkeiten eingrenzen? Unter Berücksichtigung der anderen verwandten biblischen Prophezeiungen muss der Zeitraum, in dem wir das Erdbeben erwarten sollten, innerhalb der Jahre 1600 bis 1800 liegen. Die Zeiten vor diesem Geschichtszeitraum sind eindeutig mit den vorangegangenen Siegeln verbunden.

Ein bemerkenswertes Erdbeben in dieser Zeit war der Große Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755. Aber der wichtigste Faktor, der das Erdbeben von Lissabon von allen anderen abhebt, ist nicht etwa wie stark es war oder wie viele Menschenleben es forderte, sondern wie einflussreich es in seiner Wirkung auf globaler Ebene war. Wenn wir z.B. das tödlichste Beben der Geschichtsschreibung, bei dem mehr als 800.000 Menschen umkamen, betrachten, finden wir nicht eine einzige signifikante globale Auswirkung. Es geschah in China im Jahre 1556, aber wie viele andere Beben ist es vor allem auf Einträge in den Enzyklopädien bzw. Listen von Naturkatastrophen herabgewürdigt worden. Außerhalb von China hatte es wenig Einfluss.

Das Erdbeben von Lissabon war dagegen die größte Naturkatastrophe[2], die jemals in Europa registriert wurde und konnte physisch über ein Gebiet von rund 10 Millionen Quadrat-Kilometern in ganz Europa und Nordafrika, wo es viel Zerstörung vor allem in Marokko und Algerien verursachte, wo ganze Städte zerstört wurden, gefühlt werden. „Die Das Erdbeben von LissabonUrsache des Erdbebens blieb ein Rätsel, weil die tektonische Aktivität der Region nicht genau geklärt ist. Die Plattengrenze ... ist ebenfalls nicht klar definiert.” [3]

In Lissabon, der wohlhabenden Hauptstadt von Portugal, wo die Schäden besonders schwer waren, taten sich große Risse von rund 5 Metern Breite auf, die sich durch das Zentrum der Stadt erstreckten. Ahnungslose, die Zuflucht vor den einstürzenden Gebäuden suchten, rannten zu den Lichtungen nahe dem Fluss Tejo, nur um dort bald ihrem Schicksal zu begegnen, als riesige Tsunami-Wellen durch die Stadt und flussaufwärts rasten und die Paläste des Königs, Bibliotheken, Museen und die kulturellen Attraktionen zerstörten und die Flüchtlinge ertränkten. In einer Zeit der Kerzen und Holzöfen brachen schnell zahlreiche kleine Brände in den von den Tsunamis nicht betroffenen Regionen aus, breiteten sich rasch aus und verschlangen viel von dem übrigen Teil der Stadt und beendeten das Leben vieler, die unter den Trümmern gefangen waren und brannten für mehrere Tage. Etwa 85% der Gebäude der Stadt wurden zerstört, darunter praktisch alle Kirchen, die an diesem Tag wegen eines kirchlichen Feiertages gefüllt waren. „Das Erdbeben von 1755 wurde manchmal mit dem Holocaust als eine so gewaltige Katastrophe verglichen, dass sie einen ähnlich verändernden Einfluss auf die europäische Kultur und Philosophie ausübte.”[4]

Im Hinblick auf seine globalen Auswirkungen ist das Erdbeben von Lissabon unerreicht; nicht nur wegen der Entfernungen, über die es gefühlt werden konnte, sondern auch wegen der Qualität der Aufzeichnungen, die von ihm erhalten sind. Kurz nach dem Beben wurden Informationen durch Umfragen gesammelt und Zeugen gaben Berichte über ihre Beobachtungen in Bezug auf bestimmte Aspekte der Umstände des Ereignisses ab, die dokumentiert und analysiert wurden. Dadurch war es das erste wissenschaftlich untersuchte Erdbeben und wird allgemein als der erste Anreiz zur Entwicklung der modernen Seismologie gewürdigt. Auch heute brüten Wissenschaftler noch immer über den Datensammlungen im Zusammenhang mit diesem Erdbeben und veröffentlichen weiterhin ihre Forschungen zu einem Ereignis, das vor fast 260 Jahren stattfand!

Ein Gott der Liebe?

Indem wir für einen Augenblick zur Ge­schich­te von Jericho zurückkehren, sollten wir uns fragen, was wir über Gott aus diesen Dingen lernen können. Bevor Jericho zerstört wurde, waren seine Einwohner aus Angst vor Israel wie versteinert gewesen, weil sie Ge­schich­ten über das, was Gott für Sein Volk getan hatte, gehört hatten und sie erkannten, dass sie in großer Gefahr waren. Aber Gott ist der Schöpfer und Er liebt die Menschen, ob sie nun gut oder schlecht sind. Ihr könnt die Sehnsucht Seines Herzens durch die Botschaft, die Er einstmals Seinem irrenden Volk gab, nachempfinden:

Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran, daß der Gottlose sich abwende von seinem Wege und lebe! Wendet euch ab, wendet euch ab von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, Haus Israel? (Hesekiel 33,11)

Gott hasst nicht etwa Seine Feinde! Er liebt sie und möchte das, was sie von Ihm entfremdet, entfernen, so dass sie wieder wie am Anfang mit Ihm sein können, als Er mit ihnen „wandelte beim Wehen des Abendwindes”.[5] Wenn wir aber an der Sünde festhalten, weiß Gott genau, dass es unseren Untergang bedeutet und so bittet Er uns, sie fahren zu lassen.

Nach dem Auszug aus Ägypten, bevor sie das gelobte Land betreten durften, sagte Gott: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich mitten unter ihnen wohne!” [6] In den Zeremonien dieses Heiligtums stellte Gott Seinen Plan dar, wie Er die Sünde von ihnen zu entfernen gedachte, so dass Er wieder unter ihnen wohnen könnte. Israel hatte eine wertvolle Botschaft für den Rest der Welt und diese war auch an Jericho gerichtet: Gott ist gnädig und immer bereit, Sünde zu verzeihen, egal wie ungeheuerlich oder schlimm sie auch sein mag. Leider glauben nur wenige, dass Gott wirklich bereit ist, ihnen zu vergeben. Stattdessen halten Sie an falschen Vorstellungen fest, dass Er sie hassen würde und sie nur bestrafen möchte, um sich für Dinge zu rächen, die sie taten und die Er nicht mag. Aber als Jericho voller Angst seinen Untergang erwartete, gab es jemanden, der von der Stadtmauer herunter auf das Lager Israels blickte und Seine Liebe gesehen hatte. Als Prostituierte war sie sich ihrer Unwürdigkeit bewusst, vertraute aber mit ihrem ganzen Glauben auf den Gott Israels, dass Er sie trotz ihres erbärmlichen Zustandes liebte. Sie antwortete auf Seinen Wunsch, mit Seiner Schöpfung wohnen zu wollen und unterstellte sich selbst Seiner Gnade. Dies entging Gottes Aufmerksamkeit nicht. Obwohl die ganze Stadt niedergerissen und geplündert wurde, ordnete Gott an, dass diese Hure und ihre ganze Familie verschont bleiben sollten.

Es war ein ähnliches Szenario, als die Kinder Israels aus Ägypten auszogen. Die letzte Plage, die Ägypten heimsuchen sollte, war der Tod aller männlichen Erstgeborenen, sei es Mensch oder Tier. Die einzigen, die von dieser bitteren Plage verschont blieben, waren die Kinder Israels, die Unterweisung in Bezug auf das erste Passahfest erhalten hatten. Sie bestrichen die Tür ihrer Häuser mit dem Blut eines Lammes, sodass der Todesengel an ihrem Haushalt vorüber gehen würde, ohne sein Urteil zu vollstrecken.

Das Volk neigte sich und betete. Es war dankbar für dieses bemerkenswerte Denkmal, das gegeben worden war, um ihren Kindern die Erinnerung an Gottes Fürsorge zu bewahren. Es gab eine ganze Reihe von Ägyptern, die durch die Erscheinungen der Zeichen und Wunder in Ägypten dazu gebracht worden waren anzuerkennen, dass die Götter, die sie angebetet hatten, kein Wissen und keine Macht - weder zu retten noch zu zerstören - hatten und dass der Gott der Hebräer der einzig wahre Gott war. Sie baten um Erlaubnis, in die Häuser der Israeliten mit ihren Familien in dieser furchtbaren Nacht, in der der Engel Gottes die Erstgeborenen der Ägypter töten sollte, kommen zu dürfen. Die Hebräer hießen diese gläubigen Ägypter in ihren Häusern willkommen und letztere verpflichteten sich, von nun an den Gott Israels als ihren Gott zu erwählen und Ägypten zu verlassen und mit den Israeliten den Herrn anzubeten. {ST 25. März 1880, Par. 4}[7]

Manche haben Schwierigkeiten, einen liebenden Gott mit der Auslöschung einer ganzen Stadt in Einklang zu bringen. Aber auch wenn Er diese Schmutzarbeit verrichtet, hat Er doch keine Freude daran und hätte es viel lieber, dass sie alle bereuen würden und Er somit dieses Werk erst gar nicht ausführen müsse. Er hat Seine Bereitschaft, in jeder Größenordnung zu verzeihen, hinreichend demonstriert. Es ist und bleibt Sein erklärtes Ziel, den Menschen von der Sünde zu reinigen.

Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. (Matthäus 1,21)

Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der HERR: Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Purpur, sollen sie wie Wolle werden. (Jesaja 1,18)

Was Gott dazu bringt, die Erde zu erschüttern, ist Sein Zorn gegen die Sünde. Als das erste Siegel sich öffnet, gibt es noch Reinheit in der Gemeinde. Die Glieder sind nicht ohne Fehl und Er rät ihnen entsprechend, aber die Lehre, die Er ihnen überließ, bleibt noch rein. Das ist das ewige Evangelium - die gute Nachricht - dass Er uns in der Tat Befreiung von der Sünde gibt, damit wir nicht mehr als Sklaven in Sünde verharren müssen. Als sich aber die folgenden Siegel öffnen, sieht Er Sein Volk, wie es sich immer mehr mit der Sünde korrumpiert und eine unreine Lehre lehrt. Deshalb wird Sein Rat immer strenger und strenger, bis Er schließlich die Erde, in dem Bemühen, Sein Volk für die nötige Reform aufzuwecken, erbeben lässt.

Jesus erklärte, dass wir nicht glauben sollen, dass Menschen, die von Katastrophen heimgesucht werden, schlimmere Sünder wären als andere, aber Er rät uns auch, so etwas als eine Warnung, dass wir immer eine reuige Haltung gegenüber unseren Sünden haben müssen, zu sehen, damit wir nicht ebenfalls verloren gehen.

Oder jene achtzehn, auf welche der Turm in Siloa fiel und sie erschlug, meinet ihr, daß sie schuldiger gewesen seien als alle andern Leute, die zu Jerusalem wohnen? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen! (Lukas 13,4-5)

Daher sollten wir uns vor der Vorstellung hüten, dass Lissabon von den Gerichten Gottes heimgesucht worden war, weil es eine böse Stadt gewesen wäre.

Das soll aber nicht heißen, dass Gott keine Gerichte über böse Städte bringen würde! Aber wenn Er es tut, geschieht es nicht durch puren Zufall. Sodom und Gomorra waren Beispiele von Gottes Zorn, der auf reuelose Sünder ausgegossen wird. Jesus stellt diesen Punkt mit einem kleinen Gleichnis über einen unfruchtbaren Feigenbaum klar:

Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich komme nun schon drei Jahre und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! Was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe. Vielleicht bringt er noch Frucht; wenn nicht, so haue ihn darnach ab! (Lukas 13,6-9)

Der Feigenbaum war eine Darstellung der Nation Israel. Er hatte an ihr ausgiebig gearbeitet, dass sie gute Frucht - die Frucht des Geistes - hervorbringen möge. Aber sie hatte sich geweigert, Ihn zu akzeptieren und damit konnte sie Seinen Geist nicht empfangen und auch keine Früchte produzieren. Trotz all Seiner Bemühungen musste Er sich schließlich entscheiden, sie abzuhauen. Bevor Zornesgerichte zur Ausführung gelangen, gibt Gott immer Warnungen. Es ist unsere Pflicht, diese Warnungen zu erkennen und zu beachten, indem wir unsere Leben in Demut und Buße reformieren. Jesus erklärte, dass der fallende Turm kein Gericht gegen die Sünde war, sondern eine Warnung an alle, Buße zu tun. Es gab jedoch keinen Zweifel bei der Zerstörung Jerusalems, dass dies ein Gericht Gottes war.

Werdet ihr euch aber abwenden und meine Satzungen und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und anderen Göttern dienen und sie anbeten, so werde ich sie aus meinem Lande ausrotten, das ich ihnen gegeben habe; und dieses Haus, welches ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und es zum Sprichwort setzen und zum Spott unter allen Völkern, daß jedermann, der an diesem Hause, welches das höchste gewesen ist, vorübergeht, sich entsetzen und sagen wird: Warum ist der HERR mit diesem Lande und diesem Hause also verfahren? So wird man sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, der sie aus Ägyptenland geführt hat, verlassen und sich an andere Götter gehängt und sie angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dieses Unglück über sie gebracht! (2. Chronik 7,19-22)

Gott ist immer bereit, in uns zu wirken, wenn wir Ihn nur lassen. Am Kreuz nahm Er unsere scharlachroten Sünden auf sich und gab im Gegenzug Sein eigenes Leben, das in Seinem Blut enthalten ist, damit die weiße Reinheit Seines Lebens uns angerechnet würde. Wenn wir bereit sind, sie zu empfangen, können wir gehorsam sein, so wie Er es war, denn Er hatte keine Vorteile gegenüber uns, sondern kam „in der Gestalt des sündigen Fleisches.” [8] Wenn wir uns aber weigern, Seinen Geist Seinen Willen in unseren Leben hervorzubringen zu lassen, kann Er uns nicht reinigen und wenn wir in dieser Rebellion verharren, wird Er uns letztlich verlassen, damit wir mit unserer Sünde zerstört werden, denn es ist das Blut Jesu Christi, das uns von aller Sünde reinigt.[9]

Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der HERR: Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Purpur, sollen sie wie Wolle werden. Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gut des Landes essen; weigert ihr euch aber und seid widerspenstig, so sollt ihr vom Schwerte gefressen werden! Ja, der Mund des HERRN hat es gesprochen. (Jesaja 1,18-20)

Dank Jesus, ist es unsere eigene Entscheidung. Wie wirst Du entscheiden?

Die Vorberei­tung eines Volkes

Das Erdbeben von Lissabon war ein Zeichen dafür, dass der Tag des Gerichts nahe war. Als Gott Seine schlafenden Jungfrauen weckte, gab Er ihnen auch das Verständnis in Bezug auf die Heilige Schrift. Aber das war nicht das einzige Zeichen, das Er gab, damit es ganz klar sein würde, dass es in der Tat das prophezeite Zeichen war.

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut. (Offenbarung 6,12)

Nach dem großen Erdbeben würde es also mehr Zeichen geben und zwar dieses Mal am Himmel. In den Jahrzehnten nach dem Erdbeben von Lissabon gab es in Neuengland ein großes Interesse an spirituellen Dingen. Es erhielt später den Spitznamen „der verbrannte Bezirk” aufgrund der zahlreichen „Feuer-und-Schwefel”-Erweckungsveranstaltungen und neuen religiösen Bewegungen, die dort entstanden waren. Die Menschen waren begierig, mehr über die Heilige Schrift zu lernen. Obwohl es eine relativ kleine Fläche umspannt, war es doch dafür ausersehen, der Ort für die nächsten Zeichen zu sein. „Der dunkle Tag von Neuengland” ereignete sich am 19. Mai 1780 und erstreckte sich von Maine bis New Jersey. Mitten am Vormittag bedeckte sich der Himmel mit einem rötlichen Farbton und wurde dunkler und dunkler, bis er zur Mittagszeit so dunkel war, dass Kerzen notwendig waren, um irgendwelche Arbeiten fortzusetzen. Es gab keine bekannte Ursache für das Ereignis. Ein bemerkenswerter Vorfall erzählt von dem unmittelbaren Gedanken der Menschen, dass der Tag des Gerichts gekommen wäre. Abraham Davenport, ein Parlamentsmitglied aus Connecticut, beantwortete einen Antrag auf Vertagung mit den folgenden Worten:

Ich bin gegen die Vertagung. Entweder der Tag des Gerichts nähert sich oder eben nicht. Wenn nicht, dann gibt es keinen Grund für eine Vertagung. Wenn es aber so ist, dann möchte ich meine Pflicht ausübend vorgefunden werden. Ich wünsche daher, dass Kerzen gebracht werden.[10]

Die religiöse Bevölkerung dieser Zone sah schnell, dass dieses einzigartige Ereignis in Bezug zum kommenden Gericht stand. Zwei-und-ein-Viertel Jahrhunderte blieb es ein ungelöstes Rätsel, aber mit der neueren wissenschaftlichen Forschung[11] wurde festgestellt, dass es zu dieser Zeit einen großen Waldbrand in Kanada gegeben hatte und dass der Rauch aus dem Feuer so hoch stieg, dass es nur wenig oder gar keine Spuren von Brandgeruch über die Region verteilt gab. In Kombination mit einem dichten Nebel wurde das Sonnenlicht vollständig blockiert, als der Rauch über die große Fläche zog. Es war Gottes Rauchsignal, das zu ihnen gesandt worden war, um zu warnen, dass der Tag des Gerichts wirklich nahe war.

Dies war nicht der erste noch der letzte dunkle Tag, der beobachtet wurde, aber „Obwohl es in der Vergangenheit andere ‚dunkle Tage’ gab, war die Dunkelheit dieses Tages intensiver und weitreichender als die Menschen es je erlebt hatten, was zu viel Hysterie und Überreaktion führte.”[12] Wie das Erdbeben von Lissabon zuvor, stach dieser dunkle Tag aus allen anderen seiner Art hervor.

Als er ihnen noch frisch im Gedächtnis war und viele in dieser Nacht den Himmel nach einem Zeichen des vertrauten Funkelns der Sterne oder den Vollmond absuchten, begann die Dunkelheit zu verwehen. Als aber der Mond erschien, hatte er eine rötliche Farbe wie Blut, obwohl es in dieser Nacht keine Mondfinsternis gab. So erfüllten sich auf einmal sogar zwei Elemente der Prophezeiung unmittelbar hintereinander. Viele Menschen konnten sich noch an die Nachricht vom großen Erdbeben von Lissabon 25 Jahre zuvor erinnern und begannen, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass Gott der Erde eine Warnung vor dem kommenden Tag des Gerichts sandte.

Die einzigartigen und geheimnisvollen Aspekte dieser Ereignisse und ihre Ausbreitung auf ein so großes Gebiet verweisen auf ihren Zweck als Zeichen. Einige scheinen zu glauben, dass, weil ein Großteil der Rätsel um diese Ereignisse seither wissenschaftlich verstanden worden sind, sie nicht mehr als Zeichen in Frage kommen würden. Aber obwohl kein Geheimnis darin liegt, eine rote Leuchtkugel von einem Schiff abzufeuern, so stellt sie doch eine ganz bestimmte Nachricht dar. Und so ist es auch mit Gottes Zeichen; es braucht kein großes Geheimnis um sie, damit sie als Zeichen Gottes gültig sind.

William MillerIn den folgenden Jahren begannen mit dem Heiligen Geist erfüllte Männer die Prophezeiungen der Bibel zu studieren und ihnen wurden Wahrheiten dargelegt, die offenbarten, dass sie sich einer folgenschweren Zeit in der Ge­schich­te näherten. Im Licht der Offenbarung wurde das "kleine Buch" Daniels auf eine Weise verstanden, wie es noch nie zuvor der Fall gewesen war. Nach Jahren des Studierens überzeugte Gott einen Bauern und fleißigen Bibelstudenten mit dem Namen William Miller, sein Studium zu teilen und in den frühen 1830er Jahren begannen die Menschen, auf ihn aufmerksam zu werden. Besonders sein Studium der 2300 Tage von Daniel 8,14 führte ihn zu dem Schluss, dass Jesus um das Jahr 1843 wiederkommen würde. Später nachdem er einen einfachen, fast offensichtlichen Fehler in seinen Berechnungen erkannt hatte, wurde das Datum auf 1844 korrigiert.

Die fallenden SterneAls ob jemand der Bewegung Dampf machen wollte, erschien ein weiteres Zeichen am Himmel ganz in der Nähe der Zeit, als Miller zu predigen begann. Es war das nächste in der im sechsten Siegel aufgeführten Reihenfolge: „Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Winde geschüttelt wird.” [13] Dieses Zeichen erschien in der Neuen Welt und war überall östlich der Rocky Mountains zu sehen. Der Meteorschauer der Leoniden ist dafür bekannt, eine großartige Show abzuliefern. In einem Spitzenjahr eines „Meteorsturms” kann man eine Rate von ein paar tausend Meteoren pro Stunde messen (was etwa einem Meteoriten alle ein oder zwei Sekunden entspricht). Im Jahr 1833 war die Show jedoch wirklich spektakulär, denn es wurde ein Vielfaches dieser Spitzenrate erreicht. Ein Artikel im Salt River Journal of Bowling Green, Missouri, behauptete: „Der perfekte Meister der Sprache würde scheitern, anderen ein vollständiges Bild dieser außergewöhnlichen und ungewöhnlichen Erfahrung zu schildern.”[14] An einigen Orten wurden so viele Meteoriten gesichtet, dass keine Schätzung möglich war, bis sich ihre Frequenz zu verlangsamen begann. Man verglich es mit dem Zählen von Regentropfen.

Viele Menschen wurden durch das Licht aus dem Schlaf geweckt und einige fürchten, ein Feuer wäre ausgebrochen. Richter James Flanagan aus Clark County, Kentucky, stellte fest: „Die Menschen wurden von großer Angst erfasst und große Bestürzung überfiel sie.” [15] Wie bei vielen ungewöhnlichen oder katastrophalen Ereignissen glaubte man, dass der Tag des Gerichts gekommen wäre. Sie hatten Angst und warfen sich um Vergebung bittend nieder. Wie viel besser wäre es gewesen, wenn sie das schillernde Spektakel mit Freude hätten genießen können, weil sie sich zuvor vorbereitet hatten?

Heute geben sich viele so genannte „Preppers” große Mühe, Nahrung, Taschenlampen und andere nützliche Gegenstände für den Fall eines katastrophalen Notfalls vorzubereiten. Diese Vorberei­tungen sind tatsächlich hilfreich und weise, denn „Ein Kluger sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen aber tappen hinein und müssen es büßen.” [16] Aber wenn dies bereits das ganze Ausmaß deiner Vorberei­tung ist, wirst du bald selbst mit Schrecken feststellen, dass dir die Fähigkeit fehlt, eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes emotional und spirituell zu bewältigen. Die Vorberei­tung von primärer Bedeutung ist die Vorberei­tung des Herzens. Wenn die Menschen bereits Angst wegen den bloßen Vorzeichen für den Tag des Gerichts haben, wie viel mehr werden sie sich fürchten, wenn die wirklichen Gerichte zu fallen beginnen? Gott lädt alle ein: „Suchet den, der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, und den Todesschatten in Morgen verwandelt und den Tag zur Nacht verfinstert...” [17] Wäre es nicht besser, geistlich vorbereitet zu sein, um denjenigen um uns herum, die in Panik geraten, zu helfen, während die Gnadentüre noch in der Zeit offen ist, vor der diese Zeichen warnten? „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.” [18]

Da jetzt mehrere Zeichen, und diese sogar in der richtigen Reihenfolge, erkennbar waren, begannen die Menschen in Neuengland aufzuwachen und William Millers Auslegung, dass Jesus im Jahr 1844 zurückkehren würde, ernst zu nehmen. Der nächste Vers nach den fallenden Sternen schildert das katastrophale Chaos, das im Zusammenhang mit „dem Zorn des Lammes” steht.

Und der Himmel entwich wie ein Buch, das zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden aus ihren Stellen gerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Heerführer und die Reichen und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in die Klüfte und in die Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallet auf uns und verberget uns vor dem Angesichte dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen? (Offenbarung 6,14-17)

Samuel SnowAls sich das vorhergesagte Jahr näherte und sich eine ganze Bewegung entwickelt hatte, erreichten Millers Studien einen Skeptiker namens Samuel Snow. Nachdem in ihm jedoch ein Werk der Überzeugung vollbracht worden war, wurde er Christ und gab später ein Zeugnis seiner Erfahrung:

Ich sah die perfekte Harmonie zwischen Daniel, der Offenbarung und der Ge­schich­te, die eine vollkommene Erfüllung dieser Offenbarungen ist. Ich fragte mich allen Ernstes, wie konnte diese große Erkenntnis erlangt werden, es sei denn, sie wäre von Gott eingegeben worden. Dann sah ich, dass die Bibel, die ich so lange zurückgewiesen hatte, das Wort Gottes war und wurde durch es erweicht.[19]

Nachdem er also ein weiches Herz bekommen hatte, wurde er bereit, dem Heiligen Geist zu erlauben, ihn zu benutzen.

Das jüdische Jom-Kippur-Fest, das auch als der Tag der Versöhnung bekannt ist, war ein Tag, an dem ganz Israel zum Gericht versammelt wurde. Sie demütigten sich und warteten in feierlicher Ernsthaftigkeit, während sie den Priestern bei der Durchführung ihres symbolischen Dienstes im Heiligtum zusahen. Deren Aufgabe war die Reinigung des Heiligtums von den Sünden, die Israel das ganze Jahr über begangen hatte. Wenn ein Israelit gesündigt hatte, ging er mit einem Lamm zu dem Priester und bekannte seine Sünde, die symbolisch auf das unschuldige Tier überging. Das Blut der vielen Lämmer und anderen Opfertiere repräsentierte das große Opfer Jesu Christi, den Gott obwohl Er „von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.” [20] Das Blut wurde auf den Vorhang im Tempel gesprengt und befleckte ihn so mit den Sünden der Menschen das ganze Jahr über. Am Ver­söh­nungs­tag wurde das Heiligtum von diesen Aufzeichnungen der Sünde, die auf das Blut übertragen worden waren, feierlich gereinigt.

Dieser Festtag ist eine passende Parallele zur der Reinigung des Heiligtums, von der Daniel unterrichtet wurde: „Bis daß es zweitausend und dreihundertmal Abend und Morgen geworden ist; dann wird das Heiligtum in Ordnung gebracht werden! [21] Durch seine Studien des jüdischen Kalenders entdeckte Samuel Snow, dass dieses besondere Fest im Jahr 1844 und zwar am 22. Oktober stattfinden würde. Miller und andere lehrten, dass die Reinigung des Heiligtums die Reinigung der Erde durch das Feuer des Kommens Jesu versinnbildliche. Für diejenigen, die den Herrn liebten, wurde diese Botschaft wie Honig wegen seiner Süße begrüßt, da sie freudig den Einen erwarteten, der sie so sehr liebte, dass Er sich selbst für sie gab „als wir noch Sünder waren.” [22] Diese Erfahrung wurde durch die folgenden Worte in der Offenbarung perfekt ausgedrückt:

Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! [Daniels Prophezeiung] Und er spricht zu mir: Nimm und verschlinge es; und es wird dir im Bauche Bitterkeit verursachen, in deinem Munde aber wird es süß sein wie Honig! (Offenbarung 10,9)

Nachdem der Herr die Miller-Bewegung so lange klar geführt hatte und viele Menschen zusammengekommen waren, um sich im aufrichtigen Studium Seines Wortes zu vereinen, kam Jesus nicht an dem bestimmten Tage und - wie der Engel es Johannes prophezeit hatte - war es eine bittere Erfahrung für die Gläubigen, die die Verspottung durch die ungläubigen Freunde und Nächsten zu ertragen hatten.

Die Zeit der Erwartung ging vorüber, und Christus erschien nicht, um sein Volk zu befreien. Alle, die mit aufrichtigem Glauben und herzlicher Liebe auf ihren Heiland gewartet hatten, zeigten sich bitter enttäuscht. Doch Gottes Absicht wurde erreicht; er prüfte die Herzen derer, die vorgaben, auf seine Erscheinung zu warten. Es waren unter ihnen viele, die aus keinem höheren Beweggrund getrieben worden waren als aus Furcht. Ihr Glaube hatte weder ihre Herzen noch ihren Lebenswandel beeinflußt. Als das erwartete Ereignis ausblieb, erklärten diese Menschen, daß sie nicht enttäuscht seien; sie hätten nie geglaubt, daß Christus kommen werde; und sie gehörten zu den ersten, die den Schmerz der wahrhaft Gläubigen verspotteten. {GK 376.3; GC.374.1} [23]

Aber diejenigen, die einfach und demütig die Wahrheit in der Schrift gesucht hatten, gingen wieder zur Quelle zurück und waren entschlossen zu verstehen, wo ihre Fehler gelegen haben könnten. Der Herr belohnte ihren Glauben, denn wie die Schrift sagt, wenn „du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, ja wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.” [24] Die technischen Feinheiten der Berechnungen waren alle vor der Ankunft des Tages bereits bereinigt und nachgeprüft worden und ihre Anwendung war klar. Ihre Schwäche lag in einem Missverständnis des Heiligtums, aber bei einer weiteren Studie, erstrahlte das Licht, das sie so weit geführt hatte, sogar mit noch mehr Glanz.

Der Dienst des Ver­söh­nungs­tages war die einzige Zeit des Jahres, zu der der Hohepriester in diejenige Abteilung des Heiligtums ging, wo die Gegenwart Gottes als ein helles Licht über dem Gnadenstuhl erschien. In diesem schimmernden Raum, der komplett mit Gold ausgelegt war, ruhte die Bundeslade mit den Zehn Geboten, die mit dem Finger Gottes in Stein geschrieben waren. Draußen wartete ganz Israel auf das Wiedererscheinen des Priesters, von dem sie wussten, dass er dabei war, einen besonderen Dienst für sie in diesem Allerheiligsten zu verrichten.

Zu genau dem Zeitpunkt, auf den ihre Berechnungen gewiesen hatten, begann Jesus, unser Hohepriester, den speziellen Dienst für die Menschen in der „wahrhaftigen Stiftshütte, welche der Herr errichtet hat, und nicht ein Mensch.” [25] Der himmlische Tag des Gerichts hatte begonnen und auf ihn hatte Gott Sein Volk in der Zeit des sechsten Siegels vorbereitet.

Du sollst abermals weissagen

Nachdem die Erfahrung der bitteren Enttäuschung der Advent-Gläubigen dem Offenbarer dargestellt worden war, sagte der Engel: Du sollst abermals weissagen über viele Völker und Nationen und Zungen und Könige.” [26] Auf die Prophezeiung der sieben Siegel in der Offenbarung folgt die Prophezeiung der sieben Posaunen. Dieser Befehl des abermaligen Weissagens wird gegeben, nachdem die sechste Posaune ertönte. Da die Posaunen jedes Mal geblasen wurden, während das Volk die Stadt mit seinen symbolischen Märschen rund um Jericho versiegelte, verstehen wir, dass die Posaunen tragenden Engel der Offenbarung in der entsprechenden Entsiegelung ebenfalls bliesen.

Dies deutet darauf hin, dass nach der Öffnung des sechsten Siegels die sechste Posaune erklingen müsste. Die Prophezeiung der sechsten Posaune beginnt mit einer besonders genauen Zeit-Prophezeiung, die von Josiah Litch dahingehend interpretiert wurde, dass sie sich am 11. August 1840 erfüllen würde. Die Einzelheiten der Erfüllung seiner Auslegung und ihre anschließende Wiederholung können im vorherigen Artikel Ein letzter Aufruf nachgelesen werden. Es war innerhalb ebendieser Prophezeiung der sechsten Posaune, dass der Befehl, abermals zu prophezeien, gegeben wurde. Damit wurde die Wiederholung der vorigen Prophezeiungen eingeleitet. Wie wir zuvor gesehen haben, muss deshalb die Runde der sechs Siegel (mit ihren entsprechenden Posaunen) eine doppelte Anwendung haben und ihre Wiederholung muss nach dem besonderen Licht von 1844 stattfinden.

Die unorganisierte Handvoll Menschen aus verschiedenen Konfessionen, die den Bewegungen Christi in das himmlische Heiligtum durch den Glauben gefolgt war, wurde von Gott als Sein Volk, das die letzte Botschaft der Barmherzigkeit der Welt verkünden sollte, erwählt und es sollte vorbereitet werden, am großen Tag des Herrn zu bestehen. Obwohl sie kein großes Volk waren, achtete Er auf sie, als wären sie Sein Augapfel.

Denn des HERRN Teil ist sein Volk. Jakob ist das Los seines Erbteils. Er hat ihn in der Wüste gefunden, im einsamen, öden Jammertal. Er beschützte ihn, gab acht auf ihn und behütete ihn wie seinen Augapfel, (5. Mose 32,9-10)

Er behütete diese kleine Gruppe von Menschen und gab ihnen Führung und Anleitung auf ihrer Reise. Unter ihnen waren James White und Ellen Harmon, die später heirateten und gemeinsam ihr Leben der Hilfe bei der Verbreitung der wunderschönen Botschaft, die Gott ihnen gegeben hatte, widmeten. Bald nach der Enttäuschung begann Gott, Ellen Harmon Träume und Visionen, die die kleine Gruppe in ihren Studien bestätigen würden, zu geben. Obwohl alle aufrichtige Studenten des Wortes waren, waren nicht alle bereit zu akzeptieren, dass dies wirklich Gottes Anweisungen waren, die sie erhielt. Der Artikel 17 Monde und ein weißes Pferd erzählt die Ge­schich­te einer bemerkenswerten Erfahrung, in der ein bodenständiger Gläubiger unter ihnen mit dem Namen Joseph Bates schließlich von ihrer prophetischen Gabe überzeugt wurde. Gott kannte ihre Bedenken und gab ihnen genügend Beweise, die sie benötigten. Aber Er beseitigte nicht alle Gelegenheit zu Zweifel, damit sie noch immer in der Lage wären, Glauben auszuüben.

Und Er hat gegeben etliche zu Aposteln, etliche zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, um die Heiligen zuzurüsten für das Werk des Dienstes, zur Erbauung des Leibes Christi, bis daß wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Manne werden, zum Maße der vollen Größe Christi; (Epheser 4,11-13)

Diese Gaben waren in der frühen Kirche weit verbreitet, als der Frühregen des Heiligen Geistes noch frisch war. Aber mit der Zeit, als Sein Volk seine erste Liebe verloren hatte und nicht mehr so eifrig war, auf die Stimme des Heiligen Geist in allen Dingen zu achten, traten die Gaben immer seltener in Erscheinung. Als Er aber begann, Sein Volk zu erwecken und sie zusammenkamen, um wieder mit dem Heiligen Geist zu studieren und sie Ihm wieder ernsthaft nachfolgten, war Er abermals in der Lage, mehr von Seinen Gaben zu manifestieren.

Für den Rest ihres Lebens sorgte der Dienst Ellen Whites für viel Ermutigung, Anleitung, Zurechtweisung und prophetische Einsicht für die heranwachsende Gemeinde. Es war eine unschätzbare Gabe, weil durch sie während des Wachstums der Bewegung zusätzliche Unterstützung und Bestätigung gegeben wurde. Obwohl sie formal nur eine Schulbildung bis zum dritten Grad hatte und körperlich sehr gebrechlich war, machte Gott Seine Kraft perfekt in ihrer Schwäche und sie wurde während ihres Lebens durch die Beachtung Seines Rates immer stärker und besser gerüstet, um den Anforderungen ihres Dienstes nachzukommen. Noch heute gibt es viel bedeutendes Licht, das durch die fast 100.000 von ihr geschriebenen Seiten scheint.

Die Zeichen, dass das Ende nahe war, verfehlten ihre Wirkung nicht und die große Erweckung war die Folge gewesen. Gott hatte Sein schlafendes Volk erweckt, damit es für die von Ihm angestoßene Bewegung bereit sei. Die Zeit war für Ihn gekommen, das weiße Pferd wieder zu reiten und mit den nun wachen Menschen war Er auch in der Lage dazu. Aber als sich Siegel für Siegel zum zweiten Mal öffnete, wurde die gleiche Ge­schich­te wiederholt. Ihr anfänglich starker Eifer begann bald zu schwinden und das führte schließlich zu Apathie und tiefem Glaubensabfall auf den höchsten Ebenen der Kirche, die von dieser kleinen Schar der ersten Gläubigen organisiert worden war. Als sich das vierte Siegel öffnete, wurde das schöne weiße Pferd der ersten Jahre nun in fahlen Tönen dargestellt. Es war nicht mehr der Lebensspender Jesus sondern der Tod, der die Bewegung ritt und die Hölle folgte ihm nach. Was könnte diesem todkranken Volk wieder Lebenskraft einhauchen?

Als Christen sind wir aufgerufen, eine Offenbarung Jesu Christi in der Welt zu sein. Aber das ist unmöglich, ohne Seinen Geist empfangen zu haben.

und laßt uns erkennen, ja, eifrig trachten nach dem Erkennen des HERRN! Sein Erscheinen ist so sicher wie das Aufgehen der Morgenröte, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguß, wie ein Spätregen, der das Land benetzt! (Hosea 6,3)

Als nach der Himmelfahrt Jesu Pfingsten gekommen war, erhielten Seine Jünger die Ausgießung des Heiligen Geistes. Diese erste Beregnung war nötig, um die gepflanzten Samen der Wahrheit keimen zu lassen, damit sie gedeihen und Früchte tragen konnten. Um die Früchte aber zur Reife zu bringen, wurde ein weiterer Regen benötigt. Der Spätregen symbolisiert die Ausgießung des Heiligen Geistes kurz vor der großen Ernte der Erde, um die zusätzliche Nachfrage der sich entwickelnden Frucht zu befriedigen. Für die sterbende Kirche des fahlen Pferdes öffnet Jesus das fünfte Siegel und bringt erneuertes Leben und Energie, um die Frucht Seines Geistes ausreifen zu lassen. Die Welt muss Ihn erkennen und an Ihm teilhaben.

Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen? (Offenbarung 6,9-10)

Bei dem an dieser Stelle genannten Altar handelt es sich um den Opferaltar. Beachtet bitte, dass die Seelen unter dem Altar riefen. Es muss dort furchtbar beengt gewesen sein! Nein, das ist offensichtlich bildhafte Sprache und wir können sie verstehen, wenn wir darüber nachdenken, was unter dem Altar war.

Und du sollst von des Farren Blut nehmen und mit deinem Finger auf die Hörner des Altars tun, alles übrige Blut aber an den Fuß des Altars schütten. (2. Mose 29,12)

Das Blut der Opfer wurde neben den Altar gegossen. Diese Seelen, die wegen des Wortes Gottes und wegen ihres Zeugnisses getötet wurden, werden durch ihr Blut, das sich unter dem Altar ansammelte, repräsentiert. Das Blut des ersten Märtyrers, Abel, ist darunter und so wie es damals bei seinem Tod zu Gott schrie [27], so schreit es erneut in unserer Zeit.

Es gibt eine letzte Generation und all das gerechte Blut jener Märtyrer wird über jene letzte Generation kommen. Hört die Worte Jesu:

Ihr Schlangen! Ihr Otterngezüchte! Wie wollt ihr dem Gerichte der Hölle entgehen? Darum, siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur andern; auf daß über euch komme alles gerechte Blut, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blute Abels, des Gerechten, an bis auf das Blut Zacharias, des Sohnes Barachias, welchen ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt. Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen. (Matthäus 23,33-36)

Im Jahr 2010 wurde eine Studie veröffentlicht, die das Sternbild des Orion (der Jäger, der bereit ist, den Kopf der Schlange zu zertreten) durch das in Offenbarung 4 und 5 angegebene Muster mit dem himmlischen Heiligtum in Verbindung bringt. In dieser Studie wird gezeigt, dass die wiederholten Siegel mit historischen Ereignissen innerhalb der kleinen Gruppe von Advent-Gläubigen, die sich später als die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten organisierten, übereinstimmen. Die sieben Sterne des Orion bilden eine Uhr, die einige sehr wichtige Ereignisse in der Ge­schich­te dieses Volkes anzeigt.

In der Ge­schich­te von Hiob spricht Gott zu ihm aus dem Wetter. Eine der Fragen, die Er ihm stellt, gibt uns hilfreiche Informationen über diese Konstellation. Gott fragt: „Hast du die Bande des Siebengestirns geknüpft, oder kannst du die Fesseln des Orion lösen?” [28] Gott weist darauf hin, dass Orion über Fesseln verfügt, die Hiob aber nicht lösen kann. Kommt euch das bekannt vor? Richtig - das ist ein Hinweis auf die Siegel der Offenbarung, welche zu lösen nur das Lamm (Jesus) als würdig empfunden wurde. Diese Siegel sind mit dem Orion in dieser Verspassage verbunden. Darüber hinaus bedeutet das Wort, das als Siebengestirn oder auch als Plejaden übersetzt wird, wörtlich einfach sieben Sterne. So lautet der Vers in einer wörtlichen Übersetzung: „Hast du die Bande der sieben Sterne geknüpft...?” Wir sehen hier ein Beispiel für einen Parallelismus in der hebräischen Poesie. In der hebräischen Poesie wiederholt oft die zweite Hälfte einer Zeile den Gedanken der ersten mit einer kleinen Änderung. Dies ist auch hier der Fall. Im ersten Teil werden die sieben Sterne genannt, während sie im zweiten Teil Orion heißen. Beide Ausdrücke verweisen auf die gleiche Konstellation und Gott sagt uns auch, dass wir in den sieben Sternen des Orion eine Botschaft mit Banden finden werden, die wir an uns binden sollen. Diese Bande kommen aus Gottes Gesetz:

Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. Binde sie an deine Finger; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. (Sprüche 7,2-3)

Die Orion-Botschaft handelt in Wahrheit von der Verwandlung des Charakters, die durch den Heiligen Geist geschieht. Eine weitere mögliche Übersetzung des Wortes „Bande” ist nämlich „sanfte Einflüsse”:

Nicht immer überzeugt und bekehrt die gelehrteste Darbietung der Wahrheit Gottes die Seele. Die Herzen der Menschen werden auch nicht durch Beredsamkeit oder Logik erreicht, sondern durch den sanften Einfluß des Heiligen Geistes, der ruhig und sicher an der Umwandlung und Entwicklung des Charakters arbeitet. Gerade das stille sanfte Sausen des Geistes Gottes vermag die Herzen umzuwandeln. {PK 118.3}[29]

Ein weiterer Hinweis auf den Orion in der Bibel zeigt uns, dass er in der Tat mit der Ausgießung des Heiligen Geistes zu tun hat:

Er aber macht das Siebengestirn [sieben Sterne] und den Orion und verwandelt den Todesschatten in den Morgen, den Tag aber in finstere Nacht; er ruft den Meereswassern und gießt sie auf den Erdboden: HERR ist sein Name. (Amos 5,8)

Mit den sieben Sternen und dem Orion ist eine solch enorme Ausgießung des Regens verbunden, dass sie so beschrieben wird, als nähme Gott die Wasser aller Meere und schütte sie über der Erde aus! Dies ist im Gleichklang mit dem Engel aus Offenbarung 18,1, der aus dem Himmel herabsteigt und die ganze Erde mit seiner Herr­lich­keit erleuchtet. Diese Verse beschreiben die große Macht, die die letzte Botschaft begleiten wird. Gott sendet Sein Licht auf diese dunkle Welt und „verwandelt den Todesschatten in den Morgen”. Der Regen hat bereits im Jahr 2010 begonnen zu fallen und wird täglich an Intensität zunehmen.

Die Zeichen wiederholen sich

Die Öffnung des sechsten Siegels, in dem die Zeichen des Endes aufgezeichnet sind, muss nach der Öffnung des fünften Siegels im Jahr 2010, als der Vater die Orion-Botschaft an die Welt gab, stattfinden. Wie wir bereits gesehen haben, ist das erste Zeichen des sechsten Siegels ein großes Erdbeben. Könnt ihr euch an irgendein bemerkenswertes Erdbeben nach 2010 erinnern, das der biblischen Beschreibung entspricht?

Es war am Freitagnachmittag, den 11. März 2011, als das Beben begann und es dauerte mehrere Minuten. Bald darauf begann sich eine massive, 6 Meter hohe Wasserwelle landeinwärts zu schieben und überschwemmte einen erheblichen Teil der japanischen Tsunami-Evakuierungsorte, weil sie nicht dafür ausgelegt waren, einem solch riesigen Tsunami standzuhalten. Die Küstenlinie war verwüstet; 1,2 Millionen Gebäude wurden beschädigt oder ganz zerstört und 15 - 20.000 Menschen verloren ihr Leben. Weitere 452.000 mussten unerwartet mit einem Leben in überfüllten Notunterkünften fertig werden.

Es war eines der stärksten jemals verzeichneten Erdbeben und verschob die Erdachse um mehrere Zentimeter. Was dieses Erdbeben jedoch beispiellos in seiner globalen Auswirkung macht, ist die Tatsache, dass an der Küste ein Sechs-Reaktor-Kernkraftwerk an drei seiner Reaktoren schwer beschädigt wurde.

Ein Kernkraftwerk arbeitet mit der Wärme von radioaktiven Stoffen zur Erzeugung von Dampf, der dann eine stromerzeugende Turbine antreibt. Die nuklearen Wärmequellen benötigen Wasser, um sie vor Überhitzung zu schützen. Habt ihr schon einmal beobachtet, wie ein trockener Topf auf dem Herd so heiß wird, dass sich sogar sein Metall aufgrund der Hitze verfärbt? Das geschieht aber nicht mit einem Topf, in dem Wasser ist. Dasselbe Prinzip gilt in einem Kernreaktor. Die konzentrierten Mengen an hochradioaktivem Material, die im Reaktorkern verwendet werden, erzeugen eine unglaubliche Menge an Wärme und genau wie der Topf auf dem Herd benötigt man Wasser, um die Hitze zu absorbieren (und sie abzutransportieren) oder es kommt zu einer Überhitzung. Während man die Hitze auf dem Herd leicht kontrollieren kann, gibt es nichts, was getan werden kann, um die wärmeerzeugende Radioaktivität der Reaktorkerne „abzuschalten”. Die einzige Art, wie sie reguliert werden kann, ist die Verwendung von so genannten „Steuerstäben”, die etwas von dieser Strahlung absorbieren. Aber obwohl dies eine gewisse Kontrolle der Wassererwärmungsrate ermöglicht, ist es ohne Kühlwasser unwirksam. Von ihrer Inbetriebnahme bis zu ihrer „Stilllegung” müssen Reaktorkerne ständig gekühlt werden.

Wenn sich ein ungekühlter Reaktorkern erwärmt, kann er sehr heiß werden, bevor etwas passiert, aber bei etwa 1500°C (2700°F) beginnen die Steuerstäbe zu schmelzen. Das bedeutet, dass dann jede wie auch immer geartete „Kontrolle”, die von ihnen zur Verfügung gestellt wurde, wegfällt und die Temperatur weiter ansteigt. Bei 1800°C (3300°F) beginnt die äußere Hülle des Kernbrennstoffs zu schmelzen und die Temperatur steigt weiter an. Innerhalb von Stunden ohne Kühlwasser kann die Temperatur auf 2400°C (4400°F) oder noch höher ansteigen und ab diesem Punkt schmilzt der Reaktorkern selbst und bildet eine Pfütze auf dem Boden des Reaktorbehälters.

Es gibt jedoch nicht viele Materialien, die diese Temperaturen aushalten können. Die heiße Pfütze beginnt dann, den Sicherheitsbehälter aufzufressen und setzt ihren Abwärtspfad fort, indem sie alles, was sich in ihrem Weg befindet, zersetzt oder schmilzt, bis sie sich mit genügend anderem Material vermischt hat, dass sie sich abkühlt, bis sie wieder erstarrt.

Aufbewahrungsbehälter für radioaktives WasserDas ist genau das, was in drei der Reaktoren der Fukushima-Dai'ichi-Anlage geschah. Durch die überwältigende Größe der Tsunamis war der Strom ausgefallen und die Notstrom-Aggregate funktionierten auch nicht. Aber noch schlimmer war, dass sie nicht einmal den Status der geschmolzenen Kerne bestimmen konnten, da die Strahlenbelastung zu hoch war, um irgendwelche Beobachtungen zu machen. So wusste niemand, wie tief die Schmelze gelangt oder wie der Zustand der Hülle war. Auch Roboter konnten nicht eingesetzt werden, weil die hohe Strahlung die Elektronik beeinträchtigt hätte und sie ausgefallen wären. Alles was man tun konnte, war, viel Wasser hineinzupumpen und zu hoffen, dass es einen abkühlenden Effekt haben würde. Seitdem hat die Tatsache, dass hoch-radioaktive „schwarze Erde” auf den Straßen der Gegend gefunden worden ist, große Sorge ausgelöst. Die Analyse des Materials zeigt, dass es wahrscheinlich Reste der Reaktorkerne sind, deren Zustand man nicht bestimmen konnte. Es gibt unterschiedliche Theorien, wie sie an die Umwelt gelangen konnten, aber die Auflösung und Verstreuung der Brennstäbe ist ein bekanntes Phänomen und könnte die mysteriöse „schwarze Erde” erklären.

In den fast drei Jahren seit dem Erdbeben fließen täglich etwa 300 Tonnen Grundwasser in die verseuchte Anlage und werden auf ihrem Weg in den Ozean radioaktiv belastet (wenn auch relativ wenig). Weitere 100 Tonnen pro Tag werden in dem Bemühen, die Überreste der Reaktoren zu kühlen, überaus radioaktiv verseucht. Dieses Wasser wird in großen oberirdischen Lagertanks gespeichert. Derzeit ist fast eine halbe Million Tonnen hochradioaktives Wasser in den Tanks gelagert. Aber rund ein Drittel der Tanks (über 300) sind von schlechter Qualität und einige haben erhebliche Probleme aufgrund von Lecks.

Tsunami-Abfall im OzeanDie Schilddrüsenkrebs-Rate bei Kindern ist in der Region bereits stark angestiegen. Obwohl eine Bestätigung, ob dies auf die erhöhte Radioaktivität zurückzuführen ist oder nicht, noch ausstehend ist, kann man dies zumindest stark annehmen! Man könnte noch lange fortfahren, alle im Zusammenhang mit der Katastrophe verbundenen Gefährdungen zu schildern, aber aufgrund der Tatsache, dass dieses Kraftwerk direkt am weltgrößten Ozean liegt, kann man mit weltweiten Auswirkungen rechnen. Es gibt eine riesige Ansammlung von Tsunami-Trümmern, die im Meer treiben, und mit ihnen ca. 165 nicht heimische Arten von Meerestieren. Dies hat das Potenzial, Chaos in allen Ökosystemen, wohin der Müll schließlich gelangen wird, auszulösen. So ist es bereits in Guam geschehen, wo nicht-heimische Schlangen sich dramatisch vermehrt haben.Tod der Tiere Und es wurden verschiedene Arten von Meerestieren, die auf mysteriöse Weise in Massen verendeten, auf der ganzen Welt aufgefunden.

Seit dem Beginn der Geschichtsschreibung gibt es wirklich keine andere Katastrophe, die solch negative globale Auswirkungen wie dieses verletzte und blutende Kernkraftwerk hatte und auch weiterhin haben wird. Das ist es, was ein Zeichen von apokalyptischen Ausmaßen ausmacht und es ist die Erfüllung des prophezeiten Erdbebens des wiederholten sechsten Siegels.

Ein Omen in der Sonne

Die Prophezeiung lautet, dass nach dem Erdbeben Zeichen an der Sonne und dem Mond geschehen werden. Der dunkle Tag von 1780 wurde durch Effekte auf der Erde verursacht, aber in unseren Tagen ist es die Sonne selbst, die dunkel wird. Analog zu der Atmosphäre der Erde gibt es eine Hülle aus super-heißem Plasma um die Sonne, die so genannte Korona. Unter normalen Umständen hält das Magnetfeld der Sonne die Korona an ihrer Oberfläche fest. Aber manchmal gibt es kleinere Bereiche mit Brüchen im Magnetfeld und dadurch wird in diesen Bereichen Korona-Material mit einer hohen Geschwindigkeit freigesetzt. Im Sommer des Jahres 2013 hatten wir das ruhigsteEin gigantisches Loch in der Sonne solare Maximum, das seit Anfang der 1900er Jahre beobachtet wurde und es war eine Zeit, zu der Löcher nicht üblich sind. Dennoch erzeugte ein massiver Bruch ein Loch in der Sonne, das etwa ein Viertel ihrer Oberfläche aufdeckte! Das machte Schlagzeilen rund um den Globus.

Zwar gab es für das menschliche Auge keinen sichtbaren Unterschied in ihrem Erscheinungsbild, wenn man aber eine Abbildung im Hochfrequenzlicht betrachtet, wird eindeutig ein großes schwarzes Loch sichtbar. Die Wissenschaftler sind sich nicht sicher, was diese Art von Phänomen bewirkt, haben aber beobachtet, dass Löcher in der Regel auftreten, wenn die Sonne sich in der Nähe ihres Aktivitätsmaximums befindet und das kann bis zu mehrere Wochen oder sogar Monate dauern. Diese Verfinsterung der Sonne dagegen war besonders langlebig und war während sechs Umdrehungen der Sonne von Mai bis Oktober sichtbar. Es traten auch einige Störungen der Kommunikationssignale während dieser Zeit auf. Viele haben dieses Ereignis bereits mit der sich verdunkelnden Sonne des sechsten Siegels verbunden.

Aber es gibt etwas im Zusammenhang mit diesem Zeichen, was ihm noch größere Bedeutung verleiht. Die Zeichen sind genau das - Zeichen, dass etwas in der Zukunft geschehen wird. Sie sind Vorboten des weltweiten Tumults, der der Wieder­kunft Christi vorausgehen wird. Eine allgegenwärtige Eigenschaft aller heidnischen Nationen war immer schon die Vorherrschaft des Sonnengottes. Seine Namen sind vielfältig, aber immer wird die Sonne verehrt. Der Sonnengott ist natürlich Luzifer, der Licht-Träger und Morgenstern, der zum Teufel wurde. Die alten Ägypter verehrten verschiedene Götter einschließlich der Sonne und Gott sandte ihnen Plagen, um zu zeigen, dass Er der Schöpfer und der Meister über alle anderen Götter einschließlich der Sonne war.

Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, daß es im Ägyptenland so finster werde, daß man die Finsternis greifen kann! Da streckte Mose seine Hand gen Himmel. Und es ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland, drei Tage lang, daß während drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren Wohnungen. (2. Mose 10,21-23)

Heute könnte man denken, dass Sonnenanbeter lediglich bestimmte seltsame Götzendiener in abgelegenen Dörfern in den Ländern der Dritten Welt seien. Aber überall in unserem Umfeld gibt es Beweise, dass es auch mitten unter uns versteckte Sonnenanbeter gibt. Wenn man nur einen Blick auf die Dollarnote wirft, sticht dort sofort das luziferische All-Sehende-Auge an der Spitze der Pyramide heraus. Hat man dieses Zeichen nur verwendet, weil es so schön aussieht? Oder könnte es eher ein Hinweis darauf sein, dass die Führung dieser Nation Verbindungen zur Anbetung Luzifers bzw. zur damit symbolisierten Sonnenanbetung hat? Viele politische, wirtschaftliche, finanzielle und sogar Kirchenführer sind - hinter verschlossenen Türen - Sonnenanbeter. Die Bibel äußert sich dahingehend auch im Hinblick auf Gottes Volk. Gott spricht zwar das alte Israel an, aber in Bezug auf die Leiter ihrer Kirche befindet sich Gottes Volk heute genau in der gleichen Situation und zwar fast ausnahmslos. Gott führte Hesekiel Schritt-für-Schritt näher an die Leiterschaft des Tempels heran und zeigte ihm alle Gräuel, die auf jeder Ebene begangen wurden. Das ist es, was er sah:

Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Hauses Jahwes; und siehe, am Eingang des Tempels Jahwes, zwischen der Halle und dem Altar, waren fünfundzwanzig Männer, ihre Rücken gegen den Tempel Jahwes und ihre Angesichter gegen Osten gerichtet; und sie bückten sich gegen Osten hin vor der Sonne. (Hesekiel 8,16)

Dies waren die religiösen Leiter des Volkes Gottes, die mit dem Rücken gegen den Tempel die Sonne anbeteten! Und genauso ist es heute und wir sehen Beweise dafür in der Symbolik, die in ihren Logos und Medien verwendet wird. Seit dem Scheitern des Baus des Turms zu Babel und der Verwirrung der Sprachen hat der Mensch versucht, sich mit Hilfe einer einheitlichen Symbolsprache von diesem Schlag zu erholen und unter der Anleitung des Teufels, eine einheitliche Weltregierung zu schaffen. Aber es ist nicht das Ziel dieses Artikels, gründliche Beweise dafür zu liefern. Es sei hier nur erwähnt, um dem Leser bewusst zu machen - falls er es nicht bereits weiß - dass es viele götzendienerische Sonnenanbeter in allen Schichten der Gesellschaft, insbesondere in den Führungspositionen, gibt. Aber auch viele unter der normalen Bevölkerung  verehren unwissentlich ebenfalls die Sonne, indem sie den Sonntag anstatt des biblischen Sabbats heiligen.

Unwissentliche Sonnen-AnbetungGott weiß natürlich von diesem Götzendienst und wird diese Rebellen nach ihren Werken richten. Aber Er möchte lieber, dass der Götzendienst aufgegeben würde und sie ihre Energien besser investieren würden. Wir leben in einer Welt, in der jeder gegen jeden kämpft. Das ist eine Auswirkung der selbstsüchtigen Rebellenregierung Satans. Aber mit Christus erhält man alle Dinge kostenlos und noch dazu in einer offenen und fröhlichen Atmosphäre. Es muss kein Aufwand betrieben werden, um dunkle Geheimnisse vor anderen zu verbergen, denn in Christus gibt es nur Klarheit wie Kristall. Er wird alle, die sich entscheiden, die Reihen der Dunkelheit zu verlassen, schützen. Dabei spielt es keine Rolle, wie engagiert sie einmal waren.

Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. (Johannes 10,28-29)

Der Teufel mag großen Reichtum und Freuden auf Erden versprechen, aber am Ende (das sehr nahe ist) gibt es ewigen Verlust. Christus dagegen verspricht Sicherheit vor den Angriffen des Teufels und eine Ewigkeit des Lebens mit Ihm, der uns unendlich liebt. Luzifer selbst wird zu Asche werden, zusammen mit den Kindern des Stolzes, die seinem bösen Geist nachfolgen. „Da ließ ich Feuer von dir ausgehen, welches dich verzehrte, und ich habe dich auf Erden zu Asche gemacht vor den Augen aller, die dich sahen.” [30] Und das Zeichen für seine Zerstörung wurde bereits Jahrtausende zuvor durch die drei dunklen Tage in Ägypten gegeben. So gibt auch heute die Sonne ein Vorzeichen als Warnung für alle, die dem falschen Licht des Sonnengottes, Luzifer, folgen, sei es direkt oder indem sie seinen Geist des Stolzes und der Selbsterhöhung teilen.

Gott plagte die Ägypter drei Tage lang durch eine Verdunkelung des Sonnenlichts und Er wird die Bösen beim Jüngsten Gericht mit der Hitze der Sonne plagen:

Und der vierte goß seine Schale aus auf die Sonne; und ihr wurde gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuerglut. (Offenbarung 16,8)

Die Schwärzung der Sonne ist eine Folge des Verlusts eines Teils ihrer Atmosphäre, der Korona. Wir sind immer noch in der Gnadenzeit, deshalb ist dies nur ein kleiner Hinweis auf das, was in der Zukunft geschehen wird. Der Sonne wird so viel Energie zugeführt werden, dass ihre heißen äußeren Schichten so stark expandieren, dass die Menschen mit großer Hitze versengt werden. Diese Expansion der äußeren Schichten ist die erste Phase beim Tod eines Sterns wie unserer Sonne. Die Sonne wird allgemein als Erhalterin des Lebens auf der Erde angesehen, aber in Wahrheit ist unser Schöpfer und Erlöser der wahre Lebensspender und Erhalter. Und diejenigen, die ihr Herz gegen Seine Liebe verhärten, erhalten schließlich den Lohn ihrer „Lebensspenderin”, der sterbenden Sonne.

Die Schätzungen der Wissenschaftler mögen der Sonne noch weitere Milliarden von Jahren als Lebensdauer geben, aber sie haben nicht alles Wissen. Sie wissen nicht einmal, was bewirkt, dass sich die koronaren Löcher bilden! Die Physik der Sonne ist unglaublich komplex und es gibt viel Spielraum für Überraschungen.

Der einzige andere Ort in der Schrift, wo das Wort „verbrannt” [G2739] vorkommt, ist im Gleichnis Jesu vom Sämann. Als der Sämann seine Samen säte, fielen einige auf die Steine. Diese stellen diejenigen dar, die ihr Herz verhärtet haben. Der gute Same ist die wunderbare Botschaft eines liebenden Gottes, der - für einen unendlichen Preis - Seinen Sohn sandte, um uns von der Last unserer Schuld zu befreien und uns zu befähigen, im Einklang mit Seinem Geist zu leben. Wenn diese Botschaft aber auf steinerne Herzen trifft, die nicht bereit sind, ihr in Demut nachzugeben, erhalten sie letztendlich diese Plage:

Anderes [Samen] aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging alsbald auf, weil es nicht tiefe Erde hatte; als aber die Sonne aufging, ward es verbrannt; und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. (Mat 13:5-6)

Zuerst gehen sie in freudiger Reaktion auf das Evangelium auf, aber ihre steinernen Herzen können das Wachstum nicht unterstützen. Da sie niemals auf dem Felsen, Jesus, zerbrochen sind, enden diese Hartherzigen in der vierten Plage versengt von der Sonne.

Lasst uns unsere Herzen Gott geben, denn uns bleibt nur noch wenig Zeit. Wir leben in den letzten Tagen. Überall sind die Zeichen des Endes. Das Leben wird immer ungewisser. Wir hören von zahlreichen Unfällen und anderen Katastrophen. Wir hören von vielen, die in einem Augenblick ohne jegliche Vorwarnung getötet werden. Wir wollen uns jetzt entscheiden, nicht mehr auf einen günstigeren Zeitpunkt zu warten, bevor wir uns vorbereiten, dem Herrn in Frieden zu begegnen, wenn er kommt. Wir wollen uns ihm ganz geben, um dann für die Rettung anderer Seelen zu arbeiten, von Haus zu Haus und wo immer wir auch sein mögen. {RH June 14, 1906, par. 22}[31]

Wenn Du, lieber Leser, erkennen solltest, dass Du ein unbeugsames und gegenüber den Bemühungen des Geistes unnachgiebiges Herz aus Stein hast, verliere bitte keine Zeit, um zu Jesus zu kommen und an Ihm zu brechen. Ja, es wird schmerzhaft werden, aber weniger als die sengende Hitze der sterbenden Sonne. Er wird Dich in Frieden empfangen und Du kannst von Deinem Widerstand ausruhen. Wenn Du jetzt, während es noch Gnade gibt, nicht umkehrst, wird die sengende Sonne Dein Herz nur noch mehr verhärten:

Und die Menschen wurden versengt von großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, ihm die Ehre zu geben. (Offenbarung 16,9)

Die Blutmonde

Ein BlutmondVor kurzem erlangte ein weiteres planetarisches Phänomen weit verbreitetes Interesse vor allem in den religiösen Gemeinschaften: die Blutmond-Tetrade. Eine Tetrade ist eine Serie von insgesamt vier totalen Mondfinsternissen in Folge (ohne dazwischenliegende Teil- Mondfinsternisse). Im Durchschnitt ist ca. eine in vier Mondfinsternissen eine totale Mondfinsternis, die man auch als Blutmond bezeichnet. Das liegt an der blutroten Erscheinung, die sich über den Mond schiebt, wenn er vollständig in den Kernschatten der Erde eintritt. In einem typischen Jahr gibt es zwei Mondfinsternisse und deshalb erstreckt sich eine Tetrade über zwei Jahre. Die Tetraden sind seltene Ereignisse und es treten nur 2-3 im Durchschnitt in einem Jahrhundert auf. Noch seltener sind solche Tetraden, die auf die jüdischen Festzeiten fallen. In den Jahren 2014 und 2015 sind wir mitten in einer solchen Tetrade. Jeder der vier Blutmonde der Tetrade findet während der jüdischen Festzeiten im Frühjahr und im Herbst in diesen Jahren statt.

2014/2015 Die Blutmond-TetradeDer letzte der vier Blutmonde der aktuellen Tetrade wird auch als „Supermond” bezeichnet, da der Mond etwas größer erscheint, wenn er sich in seiner erdnächsten Position befindet. Während dies mit einem Anstieg bestimmter physikalischer Einflüsse (wie größere Gezeiten, etc.) verbunden ist, betont er als ein Zeichen besonders die Herbstfeste 2015. Wäre es nicht gut für uns, darüber nachzudenken, was die Botschaft der Feste ist, auf die diese Blutmonde zeigen?

Viele schauen vorschnell nach Israel, in Erwartung dessen, was diese Zeichen bedeuten sollen. Aber wo ist Israel wirklich? „Erkennet denn: die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne. [32] Freunde, seit die Nation Israel ihren Retter ablehnte und Seinen Diener Stephanus steinigte, wurde sie von ihrem eigenen Baum abgeschnitten. Diejenigen, die durch den Glauben Christus und Seinen Geist annehmen, stellen das heutige Israel dar. Der Teufel versucht, aller Aufmerksamkeit auf das buchstäbliche Israel zu lenken, weil er nicht will, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Was auch immer im Staat Israel geschehen mag, wir können sicher sein, dass es sich nicht um die wahre Erfüllung der Prophezeiung handeln kann, da die Prophezeiungen nun für das geistliche Israel erfüllt werden müssen.

Die Feste, die Gott Israel gab, sind an beiden Extremen der landwirtschaftlichen Saison angesiedelt. Dies ist repräsentativ für das Werk Gottes mit dem Menschen. Wir sind das Getreide, das Gott ernten will. Die Frühlingsfeste stellen Sein erstes Kommen im Fleisch dar, als Er kam, um Seinen guten Samen zu säen. Die Herbstfeste dagegen handeln von Seinem zweiten Kommen, wenn Er zur Ernte kommen wird. Das Wochenfest bzw. Pfingsten ist mit den Frühlingsfesten verbunden und stellt die Ausgießung des Heiligen Geistes als Regen zur Unterstützung und Entwicklung des Getreides dar.

Es sind viele Schätze in diesen Festen vergraben. Die Artikelserie Schatten der Heilig­tums­opfer erklärt einen Teil der Bedeutung dieser Feste für unsere Zeit. Sie enthalten eine spezifische Warnung und das ist es auch, was die Blutmonde signalisieren. Der jüdische Kalender basierte in erster Linie auf dem Mond und ihrem Getreide. Indem Gott die Blutmonde verwendet, um auf die jüdischen Feste zu weisen, zeigt Er gleichzeitig auch auf ihren Kalender. Aber der in Gebrauch befindliche moderne jüdische Kalender entspricht nicht dem biblischen Bericht. Wir können keinem von Menschen gemachten Kalender vertrauen, wenn wir genaue Informationen zu den Prophezeiungen Gottes erhalten möchten! Nein, wir müssen sicherstellen, dass wir Gottes ursprünglichen Kalender haben und dann werden wir auch etwas in Seiner Uhr erkennen. Im Mittelpunkt der Studien, die die Funktionsweise von Gottes Kalender aufklären, steht das Kreuz von Jesus Christus. In den Artikeln Vollmond in Geth­se­ma­ne werden bestimmte Details von Gottes Kalender erarbeitet, die nur durch das Studium der Kreuzigung Christi erkannt werden können. Die Blutmonde der Tetraden, die während des Passahs auftreten, sind deshalb ein Zeichen, welches die Welt auf diese grundlegende Studie aufmerksam machen möchte. Die Ereignisse rund um das erste Kommen Christi spielten sich in kompletter Übereinstimmung mit diesem Kalender ab. Und nach dem gleichen Kalender werden die Ereignisse um Sein zweites Kommen in Erfüllung gehen. Dabei zeigen die Blutmonde der Herbstfeste darauf, dass jetzt der Zeitraum der Wieder­kunft gekommen ist.

Es ist kein Zufall, dass es sich um eine Tetrade handelt, die dieses spezielle Zeichen bildet. Die Zahl Vier stellt die Gesamtheit der Schöpfung dar. Es gibt vier Himmelsrichtungen (Norden, Süden, Osten und Westen), vier Jahreszeiten, vier Aggregatzustände (fest, flüssig, gasförmig und Plasma), vier Dimensionen (Breite, Länge, Tiefe und Zeit), etc. Das alles gilt für das gesamte Reich der Menschen. Die Tetrade mit ihren vier Blutmonden ist folglich eine Botschaft, die an die ganze Welt geht. Allerdings besteht sie aus zwei Paaren: das erste im Frühjahr und Herbst des Jahres 2014 und das zweite in den gleichen Jahreszeiten im Jahr 2015. Warum? Das erste Paar stellt eine besondere Warnung dar, die für eine bestimmte kleine Gruppe gegeben wurde.

Die Orion-Botschaft als Ganzes ist diese Warnung, die zuerst an die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten gegeben wurde. Sie kamen aus der ursprünglichen Gruppe von Gläubigen, die Jesus durch den Glauben in die zweite Abteilung des himmlischen Heiligtums im Jahr 1844 gefolgt waren. Sie sind das moderne Gegenstück zum alten Israel. Also gilt das Gleichnis, in dem Jesus zu Seiner Zeit über die Juden sprach, auch heute noch:

Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich komme nun schon drei Jahre und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! Was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe. Vielleicht bringt er noch Frucht; wenn nicht, so haue ihn darnach ab! (Lukas 13,6-9)

Die Herbstfeste sind ein treffendes Symbol für die Orion-Botschaft, denn sie hat einiges mit Jom Kippur zu tun. Sie ist die Uhr der Stunde des Gerichts und beginnt und endet an einem Ver­söh­nungs­tag. Als diese Botschaft erstmals im Jahr 2010 veröffentlicht wurde, war sie an die Siebenten-Tags-Adven­tis­ten gerichtet. Jesus (der im Orion sichtbar wurde) kam zu Seinem Volk in diesem Jahr und suchte Frucht an Seinem Feigenbaum, fand aber keine. Der Jahresbeginn von Gottes Kalender liegt im Herbst, sodass das Jahr 2010 im Herbst 2011 endete. Das zweite Jahr, von 2011 bis 2012, kam und ging, aber es gab keine Frucht. Auch im dritten Jahr, 2012 bis 2013, gab es immer noch keine Frucht. Aber in Seiner Barmherzigkeit bat der Heilige Geist, dass sie noch ein weiteres Jahr erhalten würden, damit Er noch „um sie graben und Dünger legen” könne. Allerdings kam auch das vierte Jahr und ging wieder, ohne dass die gewünschte Frucht erbracht worden wäre. Und so wurde im Herbst 2014, nach vier Jahren der Gelegenheiten, die traurige Entscheidung getroffen: „Hau ihn ab!” Die ersten beiden Blutmonde für die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten sind vergangen und nun bekommen die Menschen außerhalb Jerusalemsihre Gelegenheit während der restlichen Blutmonde, die allein für sie gelten.

Der letzte der Blutmonde - der Super-Mond - kommt ebenfalls während der Herbstfeste. Es ist ein Mond mit sehr kurzer Distanz, weil er eine spezielle Warnung ist. Der Ver­söh­nungs­tag im Jahr 2015 nach dem Kalender Gottes ist der letzte Tag, bevor die letzten sieben Plagen beginnen. Jeder wird seine Entscheidung getroffen haben. Auch die Märtyrer werden ihr letztes Zeugnis gegeben haben. Das Gericht an den Lebenden ist beendet und für Jesus gibt es keine Notwendigkeit mehr, für die Menschheit Fürbitte zu tun. Der Zeitpunkt für die feierliche Proklamation ist gekommen:

Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter. (Offenbarung 22,11)

Die Gerechten werden in der Arche der Sicherheit wie Noah und seine Familie eingeschlossen sein und nachdem sie sieben Tage gewartet haben, wird der Regen von Gottes Gerichten unvermischt mit Gnade zu fallen beginnen. Es ist der große Tag des Zornes Gottes und nur diejenigen, die mit dem Siegel Gottes versiegelt sind, werden vom Zorn, der überall um sie herum ausgegossen wird, verschont bleiben.

Er wird dich mit seinem Fittich decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor den Schrecken der Nacht, vor den Pfeilen, die bei Tage fliegen; vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, dir naht sie nicht; nur mit deinen Augen wirst du zusehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn du sprichst : Der HERR ist meine Zuflucht! Den Höchsten hast du zu deiner Schutzwehr gemacht; es wird dir kein Unglück zustoßen und keine Plage zu deinem Zelte sich nahen; (Psalm 91,4-10)

Dies ist die letzte Warnung, dass der große Tag des Zorns uns dicht auf den Fersen ist. Vor Tausenden von Jahren gab die Bibel die Zeichen, die wir heute an den Himmelskörpern beobachten, denn Gott wusste von Anfang an, wann sie eintreffen würden:

Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn da kommt der große und schreckliche Tag des HERRN. (Joel 2,31)

Die Zeichen des sechsten Siegels aus dem ersten Zyklus der Siegel waren im Vergleich mit ihrer Wiederholung relativ mild. Während das Erdbeben von Lissabon zwar weltweite Auswirkungen hatte, war es nichts im Vergleich zu den weltweiten Verwüstungen, mit denen das Erdbeben in Japan nun den ganzen Planeten bedroht. Der dahintreibende Ruß von einem Waldbrand ist weit gutartiger als die ersten unheilvollen Anzeichen dafür, dass unsere Sonne in Vorberei­tung auf das Ende der Schöpfung begonnen hat, sich abzuschalten. Der einzelne Blutmond, der sichtbar wurde, als sich der Rauch des Dunklen Tages verzogen hatte, hatte nicht einmal eine himmlische Ursache, wohingegen die Blutmond-Tetrade nicht nur himmlisch ist, sondern uns auch sehr präzise darauf hinweist, dass wir uns näher mit den jüdischen Festen beschäftigen sollen, um zu erkennen, wie sie für uns in den letzten Tagen der Ge­schich­te der Erde anzuwenden sind. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, dass wir unsere Gewissen beruhigen, denn es gibt einige offene Fragen. Handelt im Glauben!

Heute gibt es viele Menschen, die ihre Augen vor den Zeichen verschließen, mit denen Jesus sie warnend auf sein Kommen hinweisen wollte. Sie versuchen alle Befürchtungen zu beschwichtigen, während sich gleichzeitig die Zeichen des Endes rasch erfüllen und die Welt dem Tag entgegeneilt, da des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels erscheinen soll. Paulus bezeichnet es als eine Sünde, sich gleichgültig den Zeichen gegenüber zu verhalten, die der Wieder­kunft Christi vorausgehen sollen. Alle, die sich dieser Mißachtung schuldig machen, nennt er Kinder der Nacht und der Finsternis. Die Einsichtigen und Wachsamen dagegen ermutigt er mit den Worten: „Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß der Tag wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein.“ 1.Thessalonicher 5,4-6. {WA 260.1} [33]

Es könnte bald zu spät sein

Die Sternschnuppen im Jahre 1833 waren zwar blendend in ihrer Schönheit und ein Alarmsignal für die Unvorbereiteten, dennoch stellten sie nur ein Zeichen dar. Das eine noch übrige Zeichen, bevor der Tag des Zornes Gottes kommt, ist die Wiederholung der fallenden Sterne. Von all den Zeichen ist dies sicherlich das intensivste, denn die fallenden Sterne in der Wiederholung werden nicht auf den Himmel beschränkt sein, sondern Chaos auf der Erde anrichten wie keine andere Katastrophe je zuvor.

Meteorschauer entstehen dadurch, dass die Erde eine Spur von Partikeln der Größe von Sandkörnern oder kleinen Steinen, die von einem Kometen hinterlassen wurden, durchquert. Sobald die Partikel in die Atmosphäre gelangen, werden sie sehr heiß und beginnen hell zu strahlen, während sie verdampfen. Meistens verbrennen sie aufgrund ihrer geringen Größe vollständig, lange bevor sie die Erdoberfläche erreichen könnten. Von Zeit zu Zeit erreichen jedoch einige Meteore die Oberfläche (und werden dann als Meteoriten bezeichnet).

Die Wiederholung der Sternschnuppen könnte also einfach eine Erweiterung der wundersamen Show aus dem Jahr 1833 sein, mit der Ausnahme, dass es diesmal große Steine statt kleine Sandkörner wären. In der Bibel gibt es einige Beispiele von Zerstörungen, die durch herabfallende Objekte aus dem Weltraum verursacht wurden. Eine der Plagen Ägyptens war der Hagel vermengt mit Feuer:

Und es kam Hagel, und Feuer, mitten im Hagel sich ineinander schlingend, sehr schwer, desgleichen im ganzen Lande Ägypten nicht gewesen war, seitdem es eine Nation geworden ist. (2. Mose 9,24; Elberfelder)

Dieser brennende Hagel war offensichtlich nicht der Hagel, den wir von schlimmen Gewittern her kennen, weil Eis nicht brennen kann. Vielmehr muss dieser Hagel aus brennenden Steinen bestanden haben, die sich aufgrund der intensiven Hitze beim Eintritt in die Erdatmosphäre entzündet haben. Eine weiteres interessantes biblisches Beispiel ist das von Sodom und Gomorra–zwei Städten, auf die es Feuer und Schwefel herabregnete, was zu ihrer Zerstörung führte. Es ist bekannt, dass Meteoriten und Kometenmaterial reich an Schwefel sind, so dass sie mögliche Kandidaten für dieses Ereignis darstellen.

Gott zeigte dem Hiob eindeutig, dass Er eine ähnliche Form des Gerichts in der Zeit der Trübsal verwenden würde:

Bist du gewesen, da der Schnee her kommt, oder hast du gesehen, wo der Hagel her kommt, die ich habe aufbehalten bis auf die Zeit der Trübsal und auf den Tag des Streites und Krieges? (Hiob 38,22-23; Luther)

In der Tat umfasst die Darstellung der Sternschnuppen nach dem biblischen Text mehr als nur eine schillernde nächtliche Show.

Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Winde geschüttelt wird. (Offenbarung 6,13)

Sie werden nicht nur im übertragenen Sinne fallen, sondern der Text sagt ausdrücklich, dass sie „auf die Erde” fielen. Das bedeutet, dass eine vollständige Erfüllung Auswirkungen auf der Oberfläche der Erde beinhalten muss. Und das ist genau das, was in der Wiederholung geschehen wird.

Zwei Träume von Ellen White sind in diesem Zusammenhang wichtig, damit man eine bessere Vorstellung von der Größe dieses zu erwartenden Wunders bekommt.

Vergangenen Freitagmorgen wurde mir kurz vor dem Erwachen eine sehr beeindruckende Szene vor Augen geführt. Ich schien vom Schlaf zu erwachen, war aber nicht zu Hause. Von den Fenstern aus konnte ich eine schreckliche Feuersbrunst sehen. Große Feuerkugeln fielen auf die Häuser, und von diesen Kugeln flogen feurige Pfeile in jede Richtung. Es war unmöglich, die Feuer, die entfacht wurden, unter Kontrolle zu halten, und viele Stätten wurden zerstört. Der Schrecken der Menschen war unbeschreiblich. Nach einer Zeit wachte ich auf und fand mich zu Hause. Evangelism 29 (1906). {CKB 19.6} [34]

In Nachtgesichten zog eine sehr eindrucksvolle Szene an mir vorüber. Ich sah einen riesigen Feuerball zwischen herrliche Wohnhäuser fallen und sie augenblicklich vernichten. Jemand sagte: "Wir wußten, daß Gottes Gerichte über die Erde kommen sollten, jedoch nicht, daß dies so bald sein würde." Andere erwiderten mit angstvoller Stimme: "Ihr wußtet es? Warum habt ihr es uns dann nicht mitgeteilt? Wir haben nichts davon gewußt!" Von allen Seiten hörte ich ähnlich vorwurfsvolle Worte. Z9.31.2 (9T.28.1) Absatz: 28/34 [35]

Habt ihr bemerkt, wie sie ausdrücklich diejenigen erwähnt, die nicht wussten, wann die Gerichte kommen würden? Dies sind die unreifen Feigen des Textes. Sie sind unreif, weil sie außerhalb der Jahreszeit sind. Da sie die Zeit ihrer Heimsuchung nicht wussten, haben sie auch nicht die Jahreszeit erkannt und wurden als unvorbereitet erfunden, dem dem Sturm standzuhalten. Sie werden durch den gewaltigen Wind herausgeschüttelt werden und sind nicht in der Lage, der Berufung, die Gott ihnen aufgetragen hatte, nachzukommen.

Die fallenden Sterne im wiederholten sechsten Siegel sind kein Zeichen, auf das man warten sollte, bevor man sich für Gott entscheidet. Viele werden ihr Leben bei diesem Ereignis verlieren. Nicht alle werden vorbereitet gewesen sein. Jetzt ist die Gelegenheit dazu. Lernt jetzt, studiert jetzt und sucht den Verwundeten, der im Orion dargestellt ist, jetzt, damit ihr die Zeit eurer Heimsuchung kennen möget! Glaubt die vielen kleinen Beweise, anstatt zu warten, bis der unausweichliche Beweis kommt. Jesus sucht nach Glauben und dieser muss von Seinem Volk gezeigt werden. „Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?” [36] Wird Er ihn in Dir finden?

Die letzte Generation der Lebenden

Während die ersten Zeichen den kommenden Tag des Gerichts ankündigten, kündigen die wiederholten Zeichen den kommenden Tag des Zorns an. In beiden Fällen sind es Warnungen. Unser Gott ist ein liebender Gott. Er kommt sehr bald und braucht ein Volk, das zur vollen Größe Christi herangereift ist und Ihn während der Zeit, in der Er Seinen Zorn ohne Erbarmen auf die Gottlosen ausschüttet, repräsentieren wird. Nachdem die Zeichen des sechsten Siegels gegeben sein werden, wird schnell der große Tag Seines Zorns gekommen sein und eine Frage gestellt werden:

Denn gekommen ist der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen? (Offenbarung 6,17)

Das gesamte Kapitel 7 ist die Antwort auf diese Frage. Bevor die vier Winde, die für die Zeit des Unfriedens kurz vor dem Beginn der letzten Plagen stehen, gelöst werden, kommt ein Engel mit einem Siegel und spricht: „Schädiget die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unsres Gottes auf ihren Stirnen versiegelt haben!”[37] Die Diener Gottes, deren Gesinnung und Denken versiegelt wurde, sind diejenigen, die am Tag Seines Zorns bestehen werden. Dies ist die letzte Generation der Gerechten, von denen David schrieb, als er den Psalm beendete, den Jesus am Kreuz zu zitieren begann. Als Er dort an unserer statt hing, rief Jesus aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” [38] Als Er alles gegeben hatte und die Hunde Ihn umringten, sah er „die Mühsal seiner Seele” [39] und wurde getröstet:

Ein Same wird ihm dienen, wird dem HERRN als Geschlecht [Generation] zugezählt werden. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, daß er es vollbracht hat. (Psalm 22,30-31)

In der letzten Generation, werden diejenigen, die durch den  Engel - wie in Offenbarung 7 beschrieben - versiegelt sind, ihren Glauben und ihre Bereitschaft, alles für Jesus zu geben, gezeigt haben. David sah, dass es Diener geben würde, die als eine Generation zählen würden, die die Gerechtigkeit Gottes ihren Zeitgenossen („dem Volk, das geboren wird”) predigen würden. Die Zeit, in der wir leben, ist eine bemerkenswerte Zeit in der Ge­schich­te. Es ist eine Zeit des Gerichts und die Bewohner der Erde werden durch ihre Entscheidungen aufgespalten. Es ist nun, wie es in den Tagen Noahs war, als Gott davor warnte, dass Sein Geist nicht für ewiglich mit dem Menschen rechten würde.[40] Der Geist Gottes rechtet zwar noch immer mit dem Menschen, aber Er wird zurückgezogen werden, weil die Welt Ihm standhaft widersteht. Und sehr bald wird Er aufhören zu rechten und nur noch mit denen sein, die gelernt haben, Ihm nicht zu widerstehen.

Wir sollten zu Gott beten: "Schaffe in mir ein reines Herz"; denn in einer gereinigten, geweihten Seele kann Christus wohnen, und aus dem Überfluß des Herzens quillt das Leben. Der menschliche Wille muß Christus übergeben werden. Anstatt das Herz in selbstsüchtiger Weise verschlossen zu halten, ist es notwendig, das Herz dem wohltuenden Einfluß des Geistes Gottes zu öffnen. Praktische Religion verbreitet überall ihren Wohlgeruch. Sie ist ein Geruch des Lebens zum Leben (Brief 31a, 1894). {BK.166.1 (3BC.1157.7)} [41]

In dieser Erklärung Seiner Gerechtigkeit, die nur gemacht werden kann, wenn man mit der ganzen Fülle Gottes erfüllt ist,[42] ist das Heil des Menschen bestätigt: dort steht eine Generation, die von der Sünde gerettet ist und Jesus allein durch ihren Charakter offenbart. „Das sind die, welche aus der großen Trübsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen und hell gemacht im Blute des Lammes.” [43]

Die Zeichen des sechsten Siegels werden für die Zubereitung dieser Generation gegeben. Es war immer Gottes Absicht gewesen, dass es Menschen gäbe, in denen Er sich frei manifestieren könne. Indem Er Sein Gesetz auf die Tafeln unseres Herzens schreibt, gibt Er uns gleichzeitig die Verheißung:

Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen: und ich will unter euch wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. (3. Mose 26,11-12)

Dies ist die Wiederherstellung, die Gott sucht. So wie Er mit Adam und Eva in der Kühle des Gartens Eden wandelte, möchte Er das auch mit uns tun. Er hat Sein Heiligtum unter uns gesetzt, damit Er unsere Sünde, die Seine Seele verabscheut, hinwegnehmen kann. Dann werden wir Sein Volk sein, das durch die Offenbarung Seines Charakters in einer Zeit großer Verfolgung und Bedrängnis erklärt, dass Er unser Gott ist. Dies ist der ganze Zweck der Orion-Botschaft.

Deshalb öffnet sich das siebente Siegel zum Zeitpunkt des Gerichts an den Lebenden. Dies ist die Zeit, in der die letzte Generation - die Lebenden - gefunden und die Gerechten mit dem Heiligen Geist gefüllt und versiegelt werden müssen, um vollständig die Kraft der Erlösung Christi zu offenbaren, indem wir Seine makellose Gerechtigkeit in unserem schwachen, sündigen Fleische verkünden.

Und als es das siebente Siegel öffnete, entstand eine Stille im Himmel, von etwa einer halben Stunde. (Offenbarung 8,1)

In der Uhr Gottes im Orion (im Himmel) entspricht eine Stunde sieben Erdenjahren.[44] Daher bedeutet der Zeitraum von einer halben Stunde im Himmel drei-ein-halb Jahre auf der Erde. Das entspricht der Dauer des Gerichts an den Lebenden und ist in perfekter Harmonie mit dem zwölften Kapitel Daniels, in dem der gleiche Zeitrahmen mit den Begriffen „eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit” [45] angegeben wird. (Eine "Zeit" in der Bibel bedeutet ein Jahr, also sind 1 Jahr + 2 Jahre + ½ Jahr = 3 ½ Jahre.) Die Uhr Gottes gibt uns das Enddatum an: Jom Kippur 2015. In den Tagen Noahs wurden die Gerechten in der Arche eingeschlossen bzw. versiegelt und die Gottlosen außerhalb der Arche. Dann, nach sieben Tagen des Wartens, begannen die gnadenlosen Regenfälle auf alle, die ohne Zuflucht in der Arche waren, zu fallen. Jesus sagte, dass es am Ende wie in den Tagen Noahs wäre.[46] Das gibt uns zu verstehen, dass die Gerechten sieben Tage zuvor als Passagiere der Arche versiegelt werden. Zählen wir vom Jom Kippur (24. Oktober 2015) diese 7 Tage und drei-ein-halb buchstäbliche Jahre (1260 Tage) zurück, kommen wir zum 6. Mai 2012 als dem Beginn des Gerichts an den Lebenden. Dies war der Zeitpunkt, zu dem sich das siebente Siegel öffnete!

Nach Ablauf dieser Frist werden alle ihre Entscheidungen getroffen haben und in Gerechtigkeit versiegelt oder in Selbstsucht gekennzeichnet sein, was wiederum das Signal darstellt, dass die Zeit gekommen ist, die letzten, gnadenlosen Gerichte über die Gottlosen unter Bewahrung der Diener Gottes auszuschütten. Es bleibt uns jetzt weniger als ein Jahr, bis die Zeit der Gnade schließlich in die Zeit ohne Gnade übergeht. Es ist zu diesem Zeitpunkt, dass die Offenbarung des Geheimnisses Gottes abgeschlossen sein wird. Die sieben Siegel sind dann vollständig geöffnet, die sieben Posaunen wurden geblasen und Gottes Diener spiegeln vollständig Christus wieder, der in ihnen wohnt.

Der scharfsinnige Student wird bemerkt haben, dass zum Zeitpunkt der Öffnung des siebenten Siegels nur das erste Zeichen des sechsten Siegels (das Erdbeben von Japan) stattgefunden hatte. Es ist das gleiche mit dem fünften Siegel, das von den Märtyrern handelt, die warten sollen, bis ihre Zahl vollständig geworden ist. Sobald der letzte Märtyrer sein Zeugnis gegeben haben wird, sind die Siegel vollständig geöffnet. Es ist fast, als ob Jesus es nicht erwarten könnte, die Schriftrolle zu öffnen! Zuerst öffnet Er jedes Siegel vollständig vor dem Öffnen des nächsten, aber mit den letzten Siegeln beginnen die schnellen Schlussereignisse und Er bricht ein Siegel nach dem anderen in so rascher Folge, dass bevor es gänzlich offen ist, bereits das nächste gebrochen wird. Die Zeit ist jetzt sehr knapp. Es gibt keine Siegel mehr, die noch gebrochen werden könnten. Die letzten drei Siegel finden ihr gemeinsames Ende mit der Beendigung der Fürsprache Jesu im Himmel, wenn am Jom Kippur im Herbst 2015 jedes Zeugnis gegeben und jede Entscheidung getroffen sein wird.

Aus himmlischer Sicht

Wir täten gut daran zu verstehen, warum das Gericht an den Lebenden eine Zeit der Stille im Himmel ist. Dazu braucht man die wichtige Erkenntnis, dass die Bewohner des Himmels sehr genau beobachten, was auf dieser Erde geschieht, „denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt, sowohl Engeln als Menschen.”[47] Stellt euch jetzt bitte einmal die Situation aus himmlischer Sicht vor.

Luzifer war vom Himmel gefallen und begann, die menschliche Rasse zu versuchen und zu täuschen. „Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern [H1966 = Luzifer], Sohn der Morgenröte!” [48] Die Offenbarung enthüllt uns darüber hinaus, dass es erst zum Zeitpunkt der Kreuzigung war, dass Satan seinen Zugang zum Himmel endgültig verlor:

Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Auch der Drache und seine Engel kämpften; aber sie siegten nicht, und es wurde für sie kein Platz mehr gefunden im Himmel. So wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Gesalbten gekommen! Denn gestürzt wurde der Verkläger unsrer Brüder, der sie vor unsrem Gott verklagte Tag und Nacht. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod! (Offenbarung 12,7-11)

Der Krieg begann im Himmel, wo Satan vor seiner Rebellion wohnte, aber die Zeit, dass er zusammen mit seinen Engeln gänzlich aus dem Himmel verbannt würde, war noch nicht gekommen, bis er vor den ungefallenen Welten durch das Kreuz vollständig entlarvt war. Es war zu diesem Zeitpunkt, dass das Endergebnis seiner Rebellenregierung klar sichtbar wurde. Gleichzeitig konnten sie den Kontrast mit dem wohlwollenden, selbstlosen Charakter ihres eigenen Meisters sehen. Und Satan mit seiner giftigen Wut, versuchte den Sohn Gottes dazu zu bringen, auch nur den kleinsten Fehler zu begehen. Schon die kleinste Sünde in einem Moment extremen Drucks würde den gesamten Heilsplan wirkungslos gemacht haben, denn dann wäre Jesus für Seine eigene Sünde gestorben. Nur ein sündloses Opfer konnte für das übertretene Gesetz sühnen.

Das Gesetz Gottes ist die Verfassung Seiner Regierung. Es stellt dar, wie Er alle Sachverhalte einschätzt und ist der Wegweiser auf dem Weg des Lebens, denn Er ist die Quelle des Lebens. „Und ich gab ihnen meine Satzungen und tat ihnen meine Rechte kund, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut.” [49] So wie die Klassenzimmer-Regeln die Natur und den Charakter des Lehrers wiederspiegeln, so spiegelt das Gesetz Gottes Seine Natur bzw. Seinen Charakter wieder. Gottes Charakter ändert sich nicht und somit auch nicht Sein Gesetz. „Denn ich, der HERR, verändere mich nicht...” [50] Wenn Sein Gesetz geändert werden könnte, hätte Jesus auch nicht sterben müssen. Was verurteilte also den Menschen? Es war das Gesetz. Jesus nahm die Verurteilung des Menschen auf sich, weil es keine andere Möglichkeit gab, sie aufzuheben, als dass der Mensch das Geschenk von Gottes eigenem Gehorsam gegenüber dem Gesetz akzeptierte und Gott selbst die Verurteilung des Menschen auf sich nahm. Weder die Entfernung noch die Änderung des Gesetzes befreit uns von seiner Verurteilung, sondern seine perfekte Befolgung, die Jesus in Seiner Menschlichkeit zeigte und die uns durch Seinen Geist, der in uns wohnt, überhaupt erst ermöglicht wird.

Im Himmel aber dachte Luzifer, dass seine Vorstellungen der Regierung besser wären. Er begann zu zweifeln, dass Gott das Beste für ihn wollte und dachte, dass es ihm besser gehen würde, wenn er seine eigenen Regeln aufstellen könnte. Diese Haltung wird noch heute in seinen Nachfolgern zum Ausdruck gebracht. Heutzutage verfolgen viele nur ihre eigenen egoistischen Interessen, weil sie denken, dass es sie glücklicher machen würde, als Gott zu folgen. Sie denken das, weil sie getäuscht wurden, zu glauben, dass Gott nicht das Beste für sie wolle. Sobald man beginnt, seine eigenen Interessen zu suchen, beginnt sich auch die Täuschung zu manifestieren, weil man, wenn man seine wahren Absichten verbirgt und sich selbst in einem günstigeren Licht darstellt, leichter die Unterstützung anderer gewinnen kann. Aber Gottes Gesetz verbietet solche Unehrlichkeit. Er hat es nicht nötig, Seine Motive zu verbergen, denn es gibt nichts Eigennütziges in ihnen. In ihnen ist nichts, was nicht von Natur aus fördernd für andere wäre, ob sie es erkennen oder nicht. Reine, selbstlose Liebe benötigt keine Verschleierung.

Dies ist der Kontrast, den das Kreuz uns schildert. Die Täuschung und Geheimhaltung Satans machte es schwierig, seine Motive auf den ersten Blick zu erkennen, aber am Kreuz wurde alles für das beobachtende Universum aufgeklärt. Sie sahen seine bösen Absichten gegen den Sohn Gottes und letztlich gegen Gott selbst, Seite an Seite mit der völligen Demut und Selbstlosigkeit Jesu, der bereit war, die Form der Menschlichkeit dauerhaft anzunehmen und sich selbst sogar der Schande des Kreuzes auszusetzen, weil Er die Menschen liebte und es nötig war, damit sie Leben haben könnten. Er erachtete den unendlichen Preis als nicht zu hoch, denn Er sorgte sich nicht im Geringsten um sich selbst. Er sah nur das Gute, was Sein Opfer für die Menschheit bewirken würde.

Engel waren im Gerichtssaal anwesend und als Christus mit den grausamen Riemen gegeißelt wurde, konnten sie den Anblick kaum ertragen. Engel des Himmels waren auch bei Seinem Tode anwesend. Die Dunkelheit, die die Erde bei Seiner Kreuzigung bedeckte, verbarg die Gruppe der machtvollen Himmelstruppe, aber die Erde bebte unter den Schritten der himmlischen Schar. Die Felsen spalteten sich und drei Stunden lang war die Erde in undurchdringliches Dunkel gehüllt. Die Natur mit ihren dunklen Gewändern verhüllte die Leiden des Sohnes Gottes. {5MR 353,1} [51]

Durch diesen Kontrast verloren Satans ehemalige Gefährten jegliche Sympathie für ihn. Da es nun keinen Platz mehr für ihn in ihren Herzen gab, wurde er aus dem Himmel ausgestoßen. Obwohl dort nicht mehr seine Wohnstatt gewesen war, hatte er bis zu diesem Zeitpunkt immer noch gelegentlichen Zugang gehabt, wie uns die ersten zwei Kapitel des Buches Hiob deutlich machen.

Stellt euch die Engel vor, wie sie diese Szenen intensivsten Kampfes beobachteten. Würde es dem Teufel durch seine bösartigen Angriffe gelingen, ihren geliebten König in Seiner Schwäche als gebrechlicher Mensch zu Fall zu bringen? Mit welch ungeheurem Interesse haben sie wohl zugesehen, als Ihn diejenigen, für die Er Sein Leben gab, geißelten, Ihm ins Gesicht spuckten, Seinen Bart ausrissen, Ihn nackt auszogen, an ein Kreuz nagelten und dann auch noch aufforderten, Seine Gottheit zu beweisen, indem Er auf egoistische Weise sich selbst statt die Menschen rettete! Mit angehaltenem Atem beobachteten sie diese Szenen, die sich vor ihnen abspielten und verpassten sicherlich kein einziges Detail. Zu dieser Zeit war Stille im Himmel und zwar wegen der Größe dessen, was auf dem Spiel stand und der großen Gefahr des Scheiterns.

Die zweite Hälfte der Rettung

Der Kontrast, der den ungefallenen Wesen gezeigt wurde, konnte von den Erdbewohnern nur undeutlich wahrgenommen werden. Satans Täuschungen wurden nicht als das gesehen, was sie waren. Jesus hat es am Kreuz für uns möglich gemacht, das Gute zu wählen und das Böse zu lassen. Aber bis die Welt ebenfalls sieht, was die himmlischen Heerscharen am Kreuz sahen, haben sie kein klares Bild der Realität, das nötig ist, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Jesus ist das Herzstück des Rettungsplans. Sein beispielhaftes Leben und Opfertod inmitten der heftigen Versuchungen des Feindes der Seelen bewiesen den Engeln und ungefallenen Welten, dass das Gesetz Seiner Regierung wirklich „heilig, und das Gebot ... heilig, gerecht und gut” [52] war. Zur gleichen Zeit wurden des Teufels wahrer Charakter und die Natur seiner Rebellenregierung vollständig entlarvt.

Um diesen Kontrast auch der Menschheit mit ihrer eingeschränkten Sicht deutlich zu machen, müssen sich die Szenen des Kreuzes erneut abspielen; aber diesmal müssen alle Akteure sichtbare Menschen sein. Die Menschen konnten den Einfluss Satans auf das Leben Jesu nicht erkennen, weil das ihrer Wahrnehmung verborgen war. Aber sobald Satan seine menschlichen Vertreter einsetzt, um zu verfolgen und diejenigen zu versuchen, die Gott dienen wollen und die sich Ihm ganz übergeben haben, um mit Seinem Geist gefüllt zu werden, dann wird der Kontrast in der Menschheit für die Menschheit sichtbar. Der heilige Charakter des Gesetzes Gottes wird in die Herzen Seines Volkes geschrieben und sie werden mit dem Heiligen Geist versiegelt werden. Für jene, die demütige Herzen haben und deren Stolz auf dem Felsen zerbrach, werden die Feuerproben der intensiven Verfolgung nur dazu dienen, sie weiter zu läutern und der Charakter Christi in ihnen wird immer glänzender erstrahlen. Dieses ist „die Offenbarung Jesu Christi” [53], die den Plan der Rettung vollenden wird.

Der größte Teil der Christenheit hat nicht erkannt, dass die drei-ein-halb Jahre des Wirkens Jesu nur die Hälfte des Prozesses waren. Als Jesus ausrief: „Es ist vollbracht”, erklärte Er lediglich, dass Er das Werk, das Gott Ihm aufgetragen hatte, im Fleisch zu tun, abgeschlossen hatte. Aber es gab noch einen Rest zu tun, wie es in der Dauer Seines Dienstes symbolisiert ist. Die Zahl der Fertigstellung ist die Sieben. Das Wirken Jesu war die Hälfte davon und daher noch unvollständig! Für die ungefallenen Wesen war das ausreichend, denn sie konnten sehen, was für uns unsichtbar ist. Aber für die Menschheit würde eine zweite Hälfte Seines Dienstes notwendig sein, bevor der Plan vollständig abgeschlossen werden könnte. Die zweite Hälfte muss ebenfalls eine Dauer von drei-und-ein-halb Jahren haben, um ein vollständiges siebenjähriges Wirken Christi auf der Erde zu erhalten. Die erste Hälfte wurde im Fleisch von Jesus vollbracht, aber die zweite Hälfte muss im Fleisch der Menschheit getan werden. Dazu müssen die Auserwählten mit Seinem Geist erfüllt und ihres Selbst entleert sein. Dies ist die hohe Berufung der 144.000.

Dann und erst dann wird der Plan der Rettung abgeschlossen sein, so dass sowohl die unsichtbaren, nicht gefallenen Wesen als auch die sichtbare Menschheit Gelegenheit hatten, den Kontrast zwischen den Prinzipien der Regierung Gottes (Seinem Gesetz) und den Grundsätzen der Regierung Satans zu sehen. Das Gesetz Gottes wird in die Herzen des Volkes Gottes geschrieben sein und der Charakter Satans in die Herzen der Leugner der Gnade Gottes. Die selbstlose Liebe Jesu wird in denen, die Ihm dienen, offenbart werden und dies wird im sichtbaren Kontrast mit dem giftigen Hass derer stehen, die ihre eigene Erhöhung suchen. Dann wird man deutlich sehen, denn alles wird im sichtbaren Bereich der Menschheit vollbracht werden und alle werden in der Lage sein, eine fundierte Wahl, wessen Regierung sie als am besten erachten, zu treffen.

Der Rettungsplan umfasst viel mehr als nur unsere Befreiung von den Prüfungen auf der Erde! Er umfasst sogar mehr als die Erlösung des Menschen von der Sünde, auch wenn dies natürlich ein wichtiger Bestandteil ist. Aber die Fülle des Heilsplans liegt in der Rechtfertigung des Gesetzes Gottes. Es muss erklärt werden, dass das Gesetz Gottes perfekt ist und zwar so wie es steht und dass es auch nicht verändert werden darf. „Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht” [54], aber diejenigen, die die Gnade Jesu annahmen und dadurch eine Wiederherstellung ihrer Wahlfreiheit erfuhren, sind keine Sklaven mehr, sondern frei und damit auch qualifiziert, Mitglieder der Jury sein. Und ihre Leben werden das Urteil sprechen.

Diese sind es, die als Antwort auf die Frage „Wer kann bestehen?” beschrieben werden. Diese Diener Gottes sind an ihren Stirnen versiegelt. Sie werden durch die „sanften Einflüsse der sieben Sterne” gebunden und durch Einprägen des Signets Seines heiligen Gesetzes - desselben unveränderlichen Gesetzes, das mit dem Finger Gottes am Sinai geschrieben wurde - in ihre nachgiebigen Herzen versiegelt der Heilige Geist Sein Volk.

Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: Hundertvierundvierzigtausend Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israel. (Offenbarung 7,4)

Diese sind die Mitglieder der Jury, die Jesus im Orion sehen und deren Tempel nicht von Seiner Gegenwart verlassen ist. Da sie der Geist Gottes erfüllt und sie ihren Dienst für die Welt ausüben, werden noch viele zu Jesus in Reue geführt. Sie sehen die Reinheit und Liebe Gottes in ihnen und sie sehen den Kontrast mit denen, die einen Deckmantel der Frömmigkeit tragen, aber innerlich nur sich selbst dienen.

Wie schon zuvor als Jesus im Fleisch diente, so herrscht nun auch Stille im Himmel, weil seine Bewohner aufmerksam beobachten, wie sich die letzten Ereignisse der Ge­schich­te entfalten. Der Einsatz ist hoch. Die Jury ist noch nicht vollständig versammelt, aber ihre Zahl muss komplettiert werden, um das Quorum zu erreichen. Ihr geliebter Meister, unser Vater, steht vor Gericht. Werden wir, die Jury, davon überzeugt werden, dass Sein Charakter - Sein Gesetz - nicht verbessert werden kann und dies durch unsere Abstimmung zu Gunsten des Gehorsams zeigen? Oder werden wir unsere Stimme Satan geben, indem wir seinen Versuchungen nachgeben und Gott ungehorsam werden. Erinnert euch an die Worte Jesu: „Wird euch nun der Sohn frei machen, so seid ihr wirklich frei.” [55] Wer das wirklich glaubt, kann nicht behaupten, dass er zum Ungehorsam gezwungen wurde. Jesus überwand, als Er in der Gestalt des sündigen Fleisches war und hat uns Sein Beispiel gegeben, damit wir das Gleiche tun sollen.

In dieser drei-ein-halb Jahre dauernden Phase des Gerichts an den Lebenden, in der wir unsere Stimme abgeben, wird es genauso sein, wie es zur Zeit Jesu war:

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Darin besteht aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. (Johannes 3,18-19)

Wie wirst Du abstimmen? Wirst Du zum Licht kommen und von Deiner Sünde gereinigt werden? Wirst Du den Teufel aus seinem Platz in Deinem Herzen und Leben verbannen oder wirst Du an Deinem Schmutz festhalten und einen dunklen Ort aufsuchen, damit er nicht gesehen wird? Wir alle werden eines Tages vor Gott, der das Licht ist, gebracht werden und der Charakter, den wir wählen, wird in diesem Licht deutlich gemacht werden. Wird Dein Gewand die Schönheit Seiner Gegenwart wiederspiegeln oder wird es verschmutzt und beschämend sein? Dank Jesus hast Du die Wahl. Wie wirst Du wählen?

 

Nachtrag zu Zeichen des Endes

Geschrieben von Robert Dickinson
Veröffentlicht: Sabbat, 27. August 2016

Mit der Veröffentlichung von Verankert in der Zeit sind wir der Spur des Glaubens bis zum Ende gefolgt und Gott gab uns deshalb ein vollständiges Verständnis der Prophezeiungen. Das „Geheimnis der sieben Sterne” (die Offenbarung) ist nun in der Tat vollständig offenbart. Der Orion ermöglichte es uns, das ganze Buch der Offenbarung zu harmonisieren und die Harmonie von Kapitel 14 zeugt davon, wie wir es in Es ist der Herr! erklärt haben. Das zeigt, dass Gott uns wegen unseres festen Glaubens in die ganze Wahrheit geleitet hat, was gleichbedeutend damit ist, dass Jesus tatsächlich am 24. Oktober 2016 kommen wird.

Diesem Gedanken folgend, sollten wir auch in der Lage sein, das sechste Siegel vollständig zu harmonisieren, das wir nie völlig verstanden hatten. Wenn unser Glaube wirklich ganz bis zum Ende reicht, dann müssen wir auch in der Lage sein, das sechste Siegel zu lösen. Wenn wir es nicht lösen können, dann bedeutet dies, dass wir noch einen Grund zum Zweifeln haben und somit unser Glaube nicht so vollkommen ist, wie der von Jesus.

Wie ihr wisst, ist das „Buch” mit den sieben Siegeln innen und außen beschrieben. Die Außenseiten des Buches berichten von den Ereignissen der frühen Gemeinde bis zum Beginn der Gerichtszeit. Während dieser Zeit wurden sechs Siegel geöffnet und es gab kein siebtes Siegel, das geöffnet werden konnte, weil sich die Siegel nach dem Muster der Märsche um Jericho wiederholen mussten. Und zwar deshalb, weil die Menschen das erste, einfachere Modell ablehnten, wie wir es im Nachtrag zu Die Ge­schich­te wiederholt sich – Teil II erläutert haben. Nachdem das sechste klassische Siegel endete und der Tag des Gerichts – der große Ver­söh­nungs­tag im Jahre 1844 – begann, gab es anstelle des siebten Siegels eine komplett neue Reihe von sieben Siegeln, entsprechend den sieben Märschen am siebten Tag (anstatt nur einem Marsch, wie an den ersten sechs Tagen) um Jericho. Diese neue Reihe von sieben Siegeln entspricht dem, was im Inneren des Buches geschrieben ist und was durch die Orion­botschaft aufgedeckt wurde.

Im Hinblick auf die Gerichtszeit und die Orion­botschaft hat das wiederholte sechste Siegel die folgende Bedeutung (in Klammern), gemäß unserer Erkenntnis, wie wir es oben veröffentlicht haben (ich zitiere den gesamten Siegeltext mit Versnummern für eine spätere Bezugnahme):

V. 12: Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand [11. März 2011 – Fukushima Erdbeben], und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack [Sommer 2013] und der Mond wurde wie Blut [Blutmond-Tetrade vom 15. April 2014 – 28. September 2015];

V. 13: und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde [hier sind wir steckengeblieben...], wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird.

V. 14: Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt.

V. 15: Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge,

V. 16: und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!

V. 17: Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?

Zu der Zeit, als wir diesen Artikel schrieben, sahen wir noch keine Erfüllung von Vers 13; deswegen hatten wir einfach angenommen, dass es die Feuerkugeln sein müssen, die noch kommen sollten. Jetzt sind wir aber über das Ende des sechsten Siegels hinaus, weil wir uns bereits in der Plagenzeit befinden und der „große Tag Seines Zorns gekommen ist” (V. 17). Die Prophetie wurde zu dem Zweck gegeben, dass wir sie verstehen werden, wenn es geschieht – und das bedeutet, dass wenn wir uns wirklich, wie wir glauben, in der Plagenzeit befinden, wir auch in der Lage sein sollten, das gesamte sechste Siegel zu verstehen, zumal es vor Beginn der Plagen endete. Lasst mich noch einmal betonen, dass wenn wir dies nicht harmonisieren können, es immer noch Zweifel darüber geben könnte, dass die Plagenzeit wirklich begonnen hat und unser Glaube nicht perfekt wäre. Wir müssen also in der Lage sein, das zu erklären.

Wir haben hier verschiedene Arten von Zeichen: Zeichen auf der Erde und Zeichen am Himmel. Die Zeichen am Himmelsgewölbe finden dort oben statt und sind nicht fühlbar. Die Zeichen auf der Erde sind jedoch zu spüren. Beispielsweise hat das Erdbeben die Menschen wirklich betroffen, aber die Verfinsterung von Sonne und Mond hingegen nicht, weil es nur Zeichen am Himmel waren. Was ist nun aber mit dem „Sternenregen”? Johannes sagt, dass die Sterne „des Himmels” auf „die Erde” fallen, was bedeutet, dass sie nicht nur am Himmel sichtbar sein sollten, sondern dass auch etwas zu spüren sein müsste.

Tscheljabinsk MeteorTatsächlich waren die Medien in den letzten Jahren voll von Berichten über „Feuerball”-Ereignisse! Die meisten von ihnen waren nur am Himmel sichtbar, aber ein Feuerball hatte in dramatischer Weise verheerende Auswirkungen auf der Erde verursacht: der Tscheljabinsk-Meteor vom 15. Februar 2013. Es gab zwar viele „Sternschnuppen” (Feuerkugeln), aber dieser hier verursachte große Schäden und verletzte etwa 1500 Menschen. Von den Auswirkungen waren sechs Städte (Quelle) betroffen, sodass wir sagen können, dass damit das Zeichen erfüllt wurde und es das Datum markiert, an dem die Feuerkugeln „auf die Erde fielen”. Es ist gut möglich, dass dies das „Ein-Feuerball-Ereignis” war, welches Ellen White im Traum gesehen hatte. An zahlreichen Gebäuden wurden die Glasfassaden völlig zerstört, wodurch viele Menschen durch herumfliegende Glassplitter verletzt wurden. Schaut euch die Schockwelle in dieser Film-Aufnahme an, etwa ab der Mitte des Videos!

Allerdings spricht die Prophetie über etwas anderes als Feuerkugeln. Es geht um den geistlichen Krieg, in dem wir mit zwei Parteien konfrontiert werden und der „gefallene Stern”, Luzifer oder Satan, repräsentiert eine Seite in dieser Schlacht. Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. wurde kurz vor dem Tscheljabinsk-Meteor angekündigt und dies öffnete natürlich die Tür für die Wahl von Papst Franziskus, dem gefallenen Stern selbst. Nur wenige Stunden nach dem Rücktritt des Papstes schlug sogar ein Blitz im Petersdom ein, als ob der Blitz den Ort zu bestätigen schien, wohin der „Stern” gefallen war!

Blitz schlug in Petersdom ein

Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie ein Blitz. (Lukas 10,18)

Die andere Seite des Krieges wird durch die „Sterne” Gottes, die Sterne der Orion­botschaft, die auch ihr Licht auf die Erde werfen, repräsentiert. Johannes sagt, dass die Sterne des Himmels auf die Erde fallen, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, „wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird”. Welcher „starke Wind” verursachte an dem „Feigenbaum” solch ein „Schütteln”, dass „unreife Feigen” herabfielen? Dieser „starke Wind” ist ein Hinweis auf das Brausen des gewaltigen Windes zu Pfingsten, dem Frühregen, und damit auch auf die Gabe des Heiligen Geistes durch die Ausgießung des Spätregens. Die Spätregenbotschaft – die Orion­botschaft – wurde speziell für die STA-Kirche (für den Feigenbaum) gegeben, und sie schüttelte (das Sichten) sie vor allem dann durch, als sie durch sichtbare Ereignisse begleitet wurde, was ihre „unreifen Feigen” (die Anti-Zeit-Festsetzer) zu Fall brachte.

Der wichtigste Grund für die Gabe von Gottes Prophezeiungen war, besonders auf die Ereignisse – in diesem Fall die päpstlichen Ereignisse und die Orion-Botschaft – hinzuweisen. Das ist die tiefere Erfüllung des Textes, aber Gott gab auch freizügig physische Zeichen, um uns zu helfen, die Ereignisse mit den Prophezeiungen zu verknüpfen. Wer kümmerte sich denn wirklich um den Tscheljabinsk-Meteor!? Aber wir kümmern uns sehr um die päpstlichen Bewegungen! Dieses Prinzip eines Zeichens mit einer geistlichen Erfüllung ist wichtig, um den Rest des sechsten Siegels zu entschlüsseln.

Der Himmel entwich wie eine BuchrolleAls nächstes entwich der Himmel, „wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird.” Welche Buchrolle wurde am Himmel als Signal-Ereignis zusammengerollt, um das Ende des sechsten Siegels und den Tag des Zorns zu markieren? Hier wird über den Beginn des Endes der Welt gesprochen. Die Hurrikane, die in diesen Jahren schlimmer und schlimmer wurden, waren das Zeichen, bis am 30. August 2015 zum ersten Mal überhaupt drei Hurrikane gleichzeitig über dem Pazifik registriert wurden, was ein wichtiges religiös/politisches Ereignis im September vorausschattete, das in diesem entscheidenden Monat der Erdgeschichte kommen sollte. Hurrikane schauen von der Seite wie Schriftrollen aus, die zusammengerollt werden. Davon hatten wir gleich drei! Die drei Teile der Vierten En­gels­bot­schaft.

Alles wurde nur noch schlimmer, bis zu dem alle Rekorde brechenden Hurrikan Patricia am Ende des sechsten Siegels – oder besser am Ende des siebten Siegels und dem Beginn der ersten Plage am 25. Oktober 2015. (Erinnert euch: beide, das sechste und siebente Siegel, endeten gemeinsam!) Aber das waren auch wieder nur Zeichen! Das Zeichen ist nur eine Hilfe, damit wir die geistlichen Ereignisse sehen können. Der Himmel entweicht, als würde man sagen, die himmlische Botschaft vom Orion entweicht, weil der Heilige Geist im Begriff war, sich zurückzuziehen. Das wird mit einer „Schriftrolle” oder einem Buch verglichen, welche „zusammengerollt” oder geschlossen wird. Ein Buch wird geschlossen – was bedeutet, dass das Gericht (und deshalb die Gnadentüre) dabei war, geschlossen zu werden. Alle sieben Siegel waren letztlich beendet und wurden geschlossen: Wenn du das Licht des Heiligen Geistes jetzt zurückweist, dann wird es für dich kein Zurück mehr geben. Es war ein Test der Zeit, um das Herz zu prüfen, genauso wie es 1843 gewesen ist (siehe Nachtrag zu Die Ge­schich­te wiederholt sich – Teil II).

Hurrikan Patricia Der Bibeltext führt jetzt noch Näheres über die letzten Ereignisse aus und sagt, dass „jeder Berg und jede Insel von ihrem Ort weggerückt wurde.” Das passierte buchstäblich als die großen und tiefen Erdbeben der letzten Zeit die gesamte Erdkruste um einige Zentimeter verschoben. Jeder Berg und jede Insel wurden buchstäblich von ihrem Ort gerückt. 2015 gab es ein Rekord-Erdbeben, das uns bis auf den heutigen Tag in Erinnerung blieb: Das große Erdbeben von Nepal am 15. April 2015 erschütterte die Himalaya-Region (die höchsten Berge der Erde) und verursachte Lawinen am Mt. Everest und in anderen Regionen, wobei das Verrücken der Hauptstadt Katmandu um 10 Fuß nur eine Angelegenheit von 30 Sekunden war! Das hatte solch verheerende Auswirkungen zur Folge, dass Pressemeldungen von Verwüstungen in Landkarten und Bildern berichteten. Der Mt. Everest selbst wurde durch das Beben um bedeutsame 3 cm in südwestliche Richtung verschoben. Weiterhin wurde festgestellt, dass das vorherige große Erdbeben von Japan die komplette Insel bewegte und die Erdachse veränderte. Also kann wirklich davon gesprochen werden, dass „alle” Berge und „alle” Inseln von ihren Örtern gerückt wurden. Demnach war 2015 von sichtbaren, physischen Ereignissen gezeichnet, die ein wichtiges geistliches Ereignis vorausschatteten.

Die Verse 15-17 sind alle verbunden und bringen zum Ausdruck, dass die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien – in anderen Worten ausgedrückt, also praktisch so gut wie jeder durch seinen sozialen oder wirtschaftlichen Rang mit eingeschlossen – „sich in den Klüften und in den Felsen der Berge verbargen” und zu den Felsen und den Bergen sagten: „Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der große Tag Seines Zorns. Und wer vermag zu bestehen?”

500 Tage bis zum KlimachaosLasst uns Schritt für Schritt vorgehen. Im Grunde klingt das alles nach dem Ende der Welt. Es hört sich so an, als ob jeder – durch seinen Rang beschrieben – erkennt, dass das Ende der Welt gekommen ist. Hat sich das erfüllt? Von welchem Weltende haben die Führer der Welt gegen Ende des sechsten Siegels kurz vor dem Ende des Schließens der Gnadentüre im Jahr 2015 geredet? Tatsächlich hatte der französische Außenminister „500 Tage zur Vermeidung des Klimachaos!” vorgegeben, die an einem besonderen Tag endeten, wie wir bald sehen werden. Ist der französische Außenminister ein „großer” Mann oder ein „Heerführer”? Er sagte auch: „Und ich weiß, dass Präsident Obama und John Kerry selbst sich dieser Angelegenheit verpflichtet fühlen, und ich bin sicher, dass es mit ihnen und einer Menge anderer Freunde möglich sein wird, in dieser sehr wichtigen Sache erfolgreich zu sein.” Deshalb sprachen die „Könige der Erde”, die „großen Männer”, wegen der globalen Klimaerwärmung alle vom Ende der Welt, solange nichts dagegen unternommen würde, diese zu stoppen – was sie auch aktiv versuchten.

Der Gott, den unsere Väter nicht kanntenWohin gingen sie also, um sich vor dem Ende der Welt zu „verstecken”? Die Schrift sagt, sie gingen in die Klüfte (bzw. Höhlen) und in die Felsen der Berge. Welche „Wesenheit” wird in Höhlen oder Felsnischen verehrt? Maria, die symbolisch für Satan steht! Maria wird in Höhlen oder Felsnischen der Berge verehrt. Normalerweise spricht eine Person nicht mit Felsen und Bergen, aber sie sprechen zu Maria, die in den Felsen und Bergen verehrt wird! Und beachtet, wie der französische Außenminister in dem obigen Foto das marianische Handzeichen zeigt, als er am 13. Mai, dem Tag der Frau von Fatima (Maria), sprach! Er appellierte an Maria, um die Welt zu retten!

Am Rande sei bemerkt, dass Papst Franziskus solch eine Höhle kürzlich in Polen besuchte, und dort bekräftigte er die Gotteslästerung, dass Maria „die Himmelsleiter bzw. Jakobsleiter” (anstelle Christus) sei, Maria, der Spiegel oder das Bild Gottes (anstelle Christus), etc. Maria steht für Satan, also hob der Papst grundsätzlich Maria oder Satan an die Stelle Christi, sogar bis hinauf in den Orion! Die drei Thronsterne werden manchmal als „Jakobsleiter” bezeichnet. Im Spanischen werden sie oft als die „drei Marien” bezeichnet, offensichtlich durch katholischen Einfluss. Im buchstäblichen Sinne „versteckt” also Maria das Angesicht „dessen, der auf dem Thron sitzt”. Das waren nun aktuelle Neuigkeiten, aber es zeigt einige der Konzepte, die auf die Schließung des sechsten Siegels in 2015 anwendbar sind. Durch die Heiligsprechung von Johannes Paul II, versprach Papst Franziskus, das Werk zu vollenden, das jener begann – und das große Werk von Johannes Paul II war es, die totale Marienverehrung auf der Erde zu verwirklichen. Der Besuch des polnischen Schreins durch Papst Franziskus symbolisiert das ebenso, weil Johannes Paul II diesen Schrein oft besuchte und dieser außerdem die blutgetränkte Schärpe des Mordversuchs gegen ihn enthält – natürlich wieder von einem 13. Mai im Jahr 1981! Das ist der Gott, den unsere Vorväter nicht kannten, welcher der Gott der Festungen oder Höhlen in den Felsen ist:

Die Könige und die Reichen der Erde

Statt dessen wird er den Gott der Festungen verehren; diesen Gott [H4581: Gott der Festungen oder „Felsen” = Maria], den seine Väter nicht kannten, wird er verehren mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und Kleinodien. (Daniel 11,38)

Die Menschen in der Welt rufen nach Klimasanktionen, um das Ende der Welt zu verhindern. Sie wollen nicht, dass Jesus kommt! Sie beten – direkt oder indirekt – zu Maria, indem sie Papst Franziskus (Satan, Maria) am 25. September 2015 baten, vor der UN-Generalversammlung eine Ansprache zu halten, die alle Rekorde brach, genau am Ende der 500 Tage, die der französische Außenminister festgelegt hatte, exakt ein Jahr vor dem Beginn der Plagen. Er forderte sie zur Zu­sammen­arbeit auf, um das Ende der Welt durch die Klimaveränderungen aufzuhalten (in deutschen Schlagzeilen konnte man lesen: „Nur eine kurze Zeit, um die Welt zu retten!”), und sie folgten ihm mit der Klimakonferenz in Paris im November/Dezember nach. Bill Gates – einer der „reichsten Männer der Erde” – nahm auch an der Konferenz als Antriebsmotor teil und eines der größten Ziele des Pariser Vertrages war es, den „armen” Ländern zu helfen, die der Papst wiederholt als Opfer des Klimawandels darstellte.

Beachtet dabei, dass die Klimakonferenz in Paris als Reaktion auf die Anweisungen des Papstes während der Generalversammlung der UN in New York erfolgte. Jedoch spricht das sechste Siegel von den Gebeten zu Maria, um gegen das Ende der Welt vorzugehen, was sich bereits im September 2015 durch die UN-Generalversammlung erfüllte. Wir können einige Details erfahren, die als Reaktion auf die Pariser Klimakonferenz im September 2015 erfolgten, aber das sechste Siegel endete tatsächlich vor der Klimakonferenz.

Jede Facette des Textes hat sich erfüllt, inclusive der Frage: „und wer kann bestehen?” Es geht um Ausdauer und Fortbestand. Werden die führenden Männer der Welt fähig sein, ihre Regierung durch die Zeit des Endes der Welt hindurch am Leben zu erhalten. Deshalb geht es der UNO vor allem um eines: „nachhaltige” Entwicklungsziele. Die NWO ist so aufgebaut, dass sie über das Ende der Welt hinaus gegen Gott „bestehen bleiben soll”. Deshalb der Aufschrei, „und wer kann bestehen?” Und jetzt versammeln sich die unreinen Geister, um für den Frieden zu beten (d.h. dass Jesus nicht kommen soll), so dass sie auch weiterhin bestehen bleiben können.

Damit wurde das gesamte sechste Siegel erfüllt und es endete, bevor die Plagen begannen. Genau das haben wir geschrieben, aber zur Zeit der Schriftlegung glaubten wir immer noch, dass sich die Ereignisse durch Feuerbälle und den Gammastrahlenblitz erfüllen würden. So kam es aber nicht, aber dennoch erfüllte sich der Text vollständig! Wir sind durch die von Satan inszenierten Ablenkungsmanöver in eine Falle getappt, sodass wir mehr an Katastrophen glaubten, als an die großen politisch/religiösen Ereignisse, die sich direkt vor unseren Augen abspielten. Aber jetzt wurde das sechste Siegel genauso verstanden, wie auch Offenbarung 14 verstanden wurde und wir können uns sicher sein, dass unser Glaube nicht vergeblich gewesen ist. Diese neue Erkenntnis über das sechste Siegel wurde in den entsprechenden Folien 105-113 der Orionpräsentation ergänzt.

Wechseln wir das Thema ein wenig und fragen uns, warum Ellen White die Dinge so buchstäblich gesehen hat, während sie sich jetzt symbolisch erfüllen. Wir wissen, dass ein buchstäbliches Sonn­tags­gesetz im Jahre 1888 geplant und beabsichtigt war, und wenn die Adventgemeinde das Licht des Vierten Engels zu dieser Zeit angenommen hätte, dann hätten sich die Visionen von Ellen White auch buchstäblich erfüllt und Jesus wäre im Jahre 1890 wiedergekommen. Ellen White war für die Adventgemeinde das, was Moses für die Kinder Israels gewesen war. Sie führte sie zur Grenze Kanaans, aber dann wiesen sie die Führung Gottes zurück und mussten, wie die Kinder Israels, in der Wüste wandern. Ellen White starb ebenso wie Moses in der Wüste.

Aber Gott tat etwas, nachdem sie Ihn verworfen hatten. Er entschied sich dazu, alle Prophetien symbolisch, anstatt wortwörtlich in Erfüllung gehen zu lassen, denn es war nicht mehr länger das „Ende der Zeit”. Gott sandte einen Propheten (Ellen White), um am Ende der Zeit buchstäbliche Worte an Sein Volk zu richten, als aber aufgrund ihres Unglaubens die Zeit verlängert wurde, galten die buchstäblichen Worte nunmehr symbolisch. Jetzt, nachdem wir wieder das Ende der Zeit erreicht haben, sandte Gott wieder einen „Propheten” (unser „Elia”-Missionswerk), um buchstäbliche Worte an Sein Volk zu richten. Wir erklären Gottes Wort auf die Weise, indem wir eine Verbindung zwischen dem Wort Gottes und den gegenwärtigen (buchstäblichen) Ereignissen herstellen. Ihr könnt es auch mit Mose Nachfolger Josua vergleichen; er war derjenige, dem Jesus mitgeteilt hatte, wie die Einnahme Kanaans durch den Kampf um Jericho unter Vollziehung der Märsche ablaufen würde. Das ist die grundlegende Lehre, die wir benötigten, um den Gerichtszyklus der Orionuhr zu entschlüsseln.

Gott hat nicht nur etwas nach 1888 getan, Er hat ebenso etwas nicht getan. Er hat Ellen White nicht mitgeteilt, dass ihre Prophezeiungen symbolischer Natur geworden waren, genauso wie Er es dem alten Israel nicht sagte, dass Er keine Hornissen mehr vor ihnen hersenden würde, wie Er es Moses ursprünglich gesagt hatte (2. Mose 23,28). In dieser Hinsicht erfüllte sich, was in Seinem Gesetz geschrieben steht: „Ich der HERR dein Gott bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen.” (2. Mose 20,5) Heute sehen wir, wie sehr die Generationen, die ihren „Vätern” von 1888 aus Mangel an Liebe zur Wahrheit nicht folgten, zerstört sind. Indem Er Ellen White nicht informierte, dass sich ihre Visionen nun symbolisch erfüllen würden, erlaubte Gott den Adven­tis­ten, in die Falle der Blindheit zu gehen, genauso wie die Juden in die gleiche Falle getappt sind. Sie hatten Jesus vor sich, aber sie konnten Ihn nicht erkennen, weil „Moses sagte...”

Aber wie Jesus sich selbst als das Brot vom Himmel gegeben hat, um die Menschen mit den Worten des Lebens zu speisen, so gab Er sich wieder als das Brot vom Orion, um dich mit den Worten des Lebens zu versorgen; um dich in den letzten schwierigen Augenblicken der Weltgeschichte zu bewahren. Liebst du die Wahrheit, die Er vom Himmel gesandt hat – vom Orion? Wenn das so ist, dann halte fest im Glauben, zweifle nicht. Jesus selbst warnt uns in der sechsten Plage mit den Worten: „Bewahrt eure Kleider!”

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1.
1. Mose 1,14 (Elberfelder) 
5.
1. Mose 3,8 
6.
2. Mose 25,8 
8.
Römer 8,3 (Luther) 
9.
1. Johannes 1,7 
10.
Connecticut Historical Collections, 2d ed (1836) compiled by John Warner Barber, p. 403 [Übersetzt] 
12.
Ludlum DM, New England’s Dark Day: 19 May 1780. Weatherwise 25, 112–119. 1972 
13.
Offenbarung 6,13 
14.
Mark Littman, The Heavens on Fire: The Great Leonidic Meteor Storms (Cambridge: Cambridge University Press, 1998), p. 4 
15.
Ibid, p. 8 
16.
Sprüche 27,12 
17.
Amos 5,8 (Elberfelder) 
18.
2. Timotheus 1,7 (Elberfelder) 
19.
"Remarks of Bro. S. S. Snow," The Midnight Cry, Vol. 6, No. 7, March 7, 1844 
20.
2. Korinther 5,21 
21.
Daniel 8,14 
22.
Römer 5,8 
24.
5. Mose 4,29 
25.
Hebräer 8,2 
26.
Offenbarung 10,11 
27.
1. Mose 4,10 
28.
Hiob 38,31 
30.
Hesekiel 28,18 
32.
Galater 3,7 (Elberfelder) 
35.
Zeugnisse für die Gemeinde, Band 9, S. 31, A. 2 
36.
Lukas 18,8 
37.
Offenbarung 7,3 
38.
Psalm 22,1 
39.
Jesaja 53,11 (Elberfelder) 
40.
1. Mose 6,3 (Elberfelder) 
41.
STA-Bibelkommentar, S. 166, A. 1 (CD5) 
42.
Epheser 3,19 
43.
Offenbarung 7,14 
44.
Siehe Folie 100 zur näheren Erläuterung. 
45.
Daniel 12,7 (Luther) 
46.
Matthäus 24,37-39 
47.
1. Korinther 4,8 
48.
Jesaja 14,12 (Elberfelder) 
49.
Hesekiel 20,11 
50.
Maleachi 3,6 
52.
Römer 7,12 
53.
Offenbarung 1,1 
54.
Johannes 8,34 
55.
Johannes 8,36 

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Seit November 2016 führen wir unsere Studien auf GutshofWeißeWolke weiter. Mit ihrer Beglaubigung durch den Himmlischen Notar ist unser Zeitrahmen für die Veröffentlichung von Artikeln abgelaufen, aber noch ist dies nicht das Ende unserer Arbeit! Die Prophezeiungen erfüllen sich mit halsbrecherischer Geschwindigkeit und mit dem Beginn des ersten Wehe am 5. Dezember 2017 gibt es viel zu teilen, wofür sich eine andere Art von Medium anbietet: Videos.

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